"Propaganda-Krieg" im Westen der Stadt

Bereits im Frühjahr hatte die IG hunderte Bewohner mobilisiert, um über das geplante UMF-Heim zu informieren.
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  • Bereits im Frühjahr hatte die IG hunderte Bewohner mobilisiert, um über das geplante UMF-Heim zu informieren.
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In Sieglanger, im Klosteranger und in Mentlberg hängt nach wie vor der "Haussegen" schief. Die Asylwerber-Unterkunft im Schloss, das geplante Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und ein beschlossenes großes Bauprojekt für sozialen Wohnbau lassen die Wogen hochgehen. Eigentlich wollte die Stadtregierung im Rahmen ihrer "Stadtteiltage" am 10. Oktober vor Ort sein, um über diese strittigen Projekte zu informieren.

Gegenversammlung geplant

Aus Sicht der Bürgerinitiative IG Sieglanger-Klosteranger-Mentlberg werde diese Infoveranstaltung der Stadtführung eine "reine Propaganda-Aktion". "Wir haben bislang mit diesen Veranstaltungen in Innsbruck nur schlechte Erfahrungen gemacht", betont Thomas Mayer, Sprecher der IG. "Diese laufen immer nach demselben Schema ab: Die Stadtregierung mobilisiert ihre Parteianhänger, um die ersten Sitzreihen zu füllen. Kritische Fragen oder Statements der echten Anrainer werden bestenfalls am Rande abgehandelt", so Mayer. Aus diesem Grund habe man beschlossen, selbst eine Veranstaltung zu organisieren, um die Bewohner der Stadtteile über die "wahren Sachverhalte" in Kenntnis zu setzen – diese ist für 3. Oktober angesetzt.

"Sachliche Information"

Bgm. Christine Oppitz-Plörer sieht diese "Gegenveranstaltung" gelassen. "Jeder hat das Recht, eine Infoveranstaltung zu organisieren", betont die Stadtchefin. Gleichzeitig weist sie die Kritik der IG aber klar zurück. "Wir scheuen die Kontroverse nicht – im Gegenteil. Wir laden öffentlich alle Anwohner der Stadtteile ein, um über Bauverfahren und Entwicklungen zu informieren. Dies soll aber sachlich und strukturiert ablaufen", erklärt Oppitz-Plörer. Es sei aber in ihrem ausdrücklichen Interesse, dass bei diesen Stadtteiltagen alle Fragen, Anliegen und auch Kritik vorgebracht werden.

Autor:

Stephan Gstraunthaler aus Innsbruck

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