Straßendienst im Winter
Salzstreuung in Tirol mit Feuchtsalz und nun erstmals mit reiner Sole

von li.:): "Der Winter kann kommen", versichern Stephan Aichner von der Straßenmeisterei Matrei am Brenner, LHStv Josef Geisler und Paul Perwög als Zuständiger für die Fahrzeuge des Landes.
3Bilder
  • von li.:): "Der Winter kann kommen", versichern Stephan Aichner von der Straßenmeisterei Matrei am Brenner, LHStv Josef Geisler und Paul Perwög als Zuständiger für die Fahrzeuge des Landes.
  • Foto: Land Tirol/Entstrasser-Müller
  • hochgeladen von Bezirksblätter Tirol

TIROL. Der Winter ist nah und der Winterdienst des Landes Tirols ist auf den Schnee vorbereitet. Die Salzlager sind gefüllt und die MitarbeiterInnen der Straßenmeistereien sind einsatzbereit. Gleichzeitig wird heuer die Art der Streuung ausgebaut und in Vomp startet ein Pilotversuch.

Streuung mit Feuchtsalz auf Tirols Straßen

In Tirol werden die Straßen mit Feuchtsalz, einer Mischung aus Trockensalz und Sole, gestreut. Durch den Einsatz von Feuchtsalz kann reines Streusalz eingespart werden. "Die Vorteile von Feuchtsalz und Sole liegen auf der Hand. Das Auftaumittel wirkt sofort und der Salzbedarf ist wesentlich geringer," so LHStv Josef Geisler. Allein im vergangenen Winter konnten rund 4.000 Tonnen Streusalz eingespart werden. Das Streugut wird in Tirol in über 83 Silos und Hallen gelagert.

Streuung reiner Sole – Pilotversuch in Vomp

In diesem Winter startet die Straßenmeisterei Vomp einen Pilotversuch. Sie wollen auf definierten Strecken reine Sole streuen. Für diesen Zweck wurde ein neuer Streuautomat mit einem besonderen Sprühbalken angeschafft.  Zusätzlich benötigte die Straßenmeisterei Vomp über einen Sole-Lagertank in entsprechender Größe. Die Soleaufbereitung  – die Vermischung von Trockensalz und Wasser – wird ein einer eigenen Soleaufbereitungsanlage in Mieders durchgeführt.

Zahlen und Fakten

  • Betreutes Straßennetz: 2.236 km (4.788 Fahrstreifenkilometer)
  • Landesstraßen von 470 bis über 2.000 m Seehöhe
  • Durchschnittliche Räumungskosten: 15 Millionen Euro jährlich
  • Personal: 385 MitarbeiterInnen in 14 Straßenmeistereien mit 85 landeseigenen Räum- und Streufahrzeugen, dazu kommen rund 50 extern beauftrage Frächter mit ihren MitarbeiterInnen und 90 Winterdienstfahrzeugen
  • Durchschnittlich geleistete Winter-Arbeitsstunden: 150.000
  • Durchschnittlicher Winter-Salzverbrauch: 30.000 Tonnen (Spitzenwert 2005/2006: 40.000 Tonnen)
  • Salzlagerung: 83 über das ganze Land verteilte Silos und Lagerhallen

Weitere Themen

Nachrichten aus Tirol

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen