Finanzierung
Sanierung der Rot-Kreuz-Zentrale in Innsbruck wieder auf Schiene

Alexandra Tanda informieret bereits 2019 im Stadtblatt über die Wichtigkeit der Sanierung.
  • Alexandra Tanda informieret bereits 2019 im Stadtblatt über die Wichtigkeit der Sanierung.
  • Foto: Stadtblatt
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die Sanierung der Rot-Kreuz-Zentrale in Innsbruck scheint wieder realistisch zu werden. Die Mitfinanzierung des Landes ist fix, die Stadt Innsbruck entscheidet über eine zusätzliche Finanzierung im Juli-Gemeinderat.

Landtagsbeschluss

Im März 2019 schriebt das Stadtblatt: "Die RK-Bezirksstelle am Sillufer (südlich der Berufsfeuerwehr) muss dringend zumindest generalsaniert werden – wobei die Zeichen auf Abriss und Neubau stehen. Ein Gutteil der Bausubstanz stammt noch aus den 1960er-Jahren, einige Zubauten sind unwesentlich jünger. Durch die Fenster zieht es, viele Garagendächer sind bereits undicht und die Sanitäranlagen entsprechen nicht mehr dem Stand der Zeit. Selbst eine Sanierung dessen, was unbedingt gemacht werden muss, würde Millionen verschlingen. Tatsächlich hat das RK bereits mehrere Varianten für einen Neubau des gesamten Gevierts in der Schublade. Auch ein grundsätzliches Wohlwollen der Stadtplanung liege bereits vor. Allerdings gestaltet sich die Finanzierung für das – aus Sicht des Roten Kreuzes – Mega-Projekt bis dato sehr schwierig." Mit einem Landtagsbeschluss gibt es einen neuen Zeithorizont für das Projekt. „Das langjährige Vorhaben eines Neubaus für den Betriebs- und Rettungsdienststandortes des Roten Kreuzes Innsbruck nimmt jetzt konkrete Gestalt an. Der Tiroler Landtag hat heute mehrheitlich der finanziellen Unterstützung zu diesem Rot-Kreuz-Bau durch die Landesregierung zugestimmt“, informiert der Sicherheitssprecher der Tiroler VP, Landtagspräsident-Stv. Toni Mattle. Die Liste Fritz stimmte gegen diesen Antrag.

Unterstützung

Die finanzielle Unterstützung des Landes Tirol schaut konkret wie folgt aus: „Das Neubauprojekt wird vom Roten Kreuz durch Fremdmittel mit einer Laufzeit von 30 Jahren finanziert. Das Land Tirol leistet für diese Laufzeit einen jährlichen Finanzierungsbeitrag in Höhe von 50% der verbleibenden Restannuitäten, welche nicht vom Roten Kreuz selbst durch Mieteinnahmen und Eigencashflows gedeckt werden können. Der jährliche Finanzierungsbeitrag beläuft sich laut einem Berechnungsmodell auf durchschnittlich 272.000,- Euro“, erklärt LAbg. Mattle den finanziellen Beitrag des Landes Tirol. „Die Vorbereitungen für den Beschluss zur Mitfinanzierung durch die Stadt Innsbruck bei diesem wichtigen Infrastrukturprojekt sind voll im Gange. Es ist nur noch die Frage offen, ob durch eine Einmal- oder Ratenzahlung diese Finanzierung gewährt wird. Die Beschlussfassung darüber ist für den Juli-Gemeinderat geplant“, so der für die Sicherheit und für das Gesundheitswesen ressortzuständige VBM Johannes Anzengruber.

Standort

„Der Standort der derzeitigen Rettungswache wird von Seiten des Roten Kreuzes aus rettungstechnischer Sicht aufgrund der Lage im Stadtraum als ideal beschrieben. Daher wird das neue Gebäude am selben Standort errichtet. Die Leitstelle Tirol und die Berufsfeuerwehr sind ganz in der Nähe und auch die Verkehrsanbindung mit der Autobahnauffahrt Innsbruck Mitte und mit dem Südring-Kreisel zur West-Ost-Achse sind einwandfrei. Das Rote Kreuz Innsbruck betreut neben der Bevölkerung der Stadt Innsbruck bezirksübergreifend auch Gemeinden in Innsbruck-Land und damit mehr als 20% der Tiroler Bevölkerung. Das RKI serviciert zudem auch die Universitätsklinik Innsbruck“, stellt VBM Johannes Anzengruber fest. „Im neu zu errichtendem Gebäude soll neben modernen Räumlichkeiten für den Rettungsdienst auch eine zentrale Leitstelle für sozialmedizinische Leistungen geschaffen werden, von denen derzeit auch zahlreiche an ausgelagerten Standorten erbracht werden müssen. Weiters soll ein Ausbildungszentrum für die Bevölkerung zum Beispiel für Erste Hilfe Kurse, ein Zentrum für die interne Aus- und Weiterbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter und eine Anlaufstelle zur Unterstützung von sozial bedürftiger Mitmenschen, in welcher u.a. die Team Österreich Tafel, die Kleiderkiste, die Sozialbegleitung angeboten werden“, berichtet LAbg. Toni Mattle vom Raumkonzept des Bauvorhabens.

Wohnraum

Ergänzt wird das Bauvorhaben mit der Schaffung von neuem Wohnraum, welcher Platz für verschiedene Zielgruppen und Generationen bieten kann. Auch sind verschiedene Wohnformen mit sozialen Aspekten geplant.

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