Schnee Tirol
Schneemengen wie nur alle Jahrzehnte

Auch wenn sich am Freitag das Wetter kurzfristig entspannt, ändert sich vorerst bis Mittwoch an der Großwetterlage wenig. Am Samstag ist wieder mit Neuschnee zu rechnen.
  • Auch wenn sich am Freitag das Wetter kurzfristig entspannt, ändert sich vorerst bis Mittwoch an der Großwetterlage wenig. Am Samstag ist wieder mit Neuschnee zu rechnen.
  • Foto: ÖBB/Mühlanger
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TIROL. Am Freitag macht der Schneefall eine kurz Pause. Jedoch nähert sich am Freitag Abend schon die nächste Schneefront.

Großwetterlage ändert sich erst ab Mittwoch

Seit Ende Dezember hat sich die Großwetterlage über Europa kaum geändert. Voraussichtlich am Mittwoch ist mit einer Änderung zu rechnen. Bis dorthin erwarten die Wetterexperten weitere große Schneefallmengen.
Schneehöhen am Donnerstag früh:

  • Hochfilzen (T) 184 cm
  • St. Ulrich am Pillersee (T) 181 cm
  • Leutasch (T) 129 cm
  • Bichelbach (T) 124 cm
  • Seefeld (T) 122 cm
  • Kössen (T) 113 cm

Zwischenhoch am Freitag

Am Freitag zieht ein Zwischenhoch durch Tirol. In diesem Wetterfenster können auch Hubschrauber zu Erkundungsflügen starten, um die Schneelage in den Bergen begutachten zu können. Jedoch ziehen am Nachmittag wieder Schneewolken auf und am Abend beginnt es an der Alpennordseite wieder zu schneien. Am Samstag bleibt es trüb und es fällt zeitweise Schnee. Jedoch bleiben die Mengen gering. Am Sonntag spitzt sich die Lage jedoch wieder zu: In niederen Lagen bis 1.000 Meter regnet es und in höheren Lagen nimmt der Schneefall wieder zu: „Durch den Regen nimmt die Schneelast auf den Dächern in vielen Tallagen aber weiter zu“, so Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe von Ubimet.

Schneefall und Sturm zu Wochenbeginn

Auch kommende Woche beginnt mit Regen in tieferen Lagen und Neuschnee. Teilweise kommt stürmischer Nordwestwind dazu. Auf den Bergen und im Unterland kommt bis Dienstag neuerlich teils große Mengen Neuschnee hinzu. „Die Kombination aus großen Schneemengen, weiterem Schnee und stürmischem Wind sorgt für eine neuerliche Anspannung der bereits sehr großen Lawinengefahr“, so Manfred Spatzierer.

Schneemengen wie selten

In manchen Gebieten Tirols sind in den vergangenen Tagen so große Schneemengen gefallen wie sie nur alle Jahrzehnte einmal vorkommen. In Hochfilzen ist in den vergangenen 10 Tage 3,11 und in Seefeld 2,08 Meter Neuschnee zusammengekommen. „Grob kann man sagen, dass diese Neuschneemengen selbst im klassischen Nordstau oberhalb von etwa 800 Meter Seehöhe statistisch gesehen nur alle 30 bis 100 Jahre vorkommen", so Alexander Radlherr von der ZAMG.

Schneelasten auf den Gebäuden

Ein Problem des starken Neuschnees sind die Schneelasten auf den Dächern der Häuser. Jedoch besteht bei normgerechten Gebäuden keine Gefahr, gibt der Schneelast-Experte Michael Winkler Entwarnung: "„In den schneereichen Regionen Österreichs sind zum Beispiel momentan 30 bis 40 Prozent der Normschneelasten erreicht. Bis Dienstag dürften es dann 50 bis 60 Prozent, vereinzelt bis 80 Prozent sein."

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