So wie du bist, ist es okay

Eröffnet wurde das Mädchenzentrum Aranea 2012, hier mit Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Gemeinderätin Angela Eberl (Mitte).
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  • Eröffnet wurde das Mädchenzentrum Aranea 2012, hier mit Ministerin Gabriele Heinisch-Hosek und Gemeinderätin Angela Eberl (Mitte).
  • Foto: Aranea
  • hochgeladen von Matthias Sauermann (mats)

Burschen- und Mädchenarbeit soll Jugendlichen dabei helfen, sich selbst zu finden.

Das gemeinsame Ziel von Burschen- und Mädchenarbeit ist es, Jugendlichen Räume zu schaffen und sie auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu fördern. In Tirol gibt es dafür zwei Fachstellen, bei den Vereinen "Aranea" und "Mannsbilder". Beide haben Leitlinien (mit-)gestaltet, die JugendarbeiterInnen wertvolle Tipps geben sollen.

Mädchenzentrum Aranea
"Sobald Burschen dabei sind, treten Mädchen gerne in den Hintergrund", sagt Claudia Tischler von Aranea. Ihr Verein hat aus diesem Grund vor etwa eineinhalb Jahren, gefördert durch das Land Tirol und die Stadt Innsbruck, ein Mädchenzentrum in der Schöpfstraße eröffnet. Basis dafür bot das Konzept der feministischen Mädchenarbeit.

Mädchen gezielt fördern
Mädchenarbeit will auf die besonderen Bedürfnisse von Mädchen eingehen – und ihnen dabei helfen, eben nicht in den Hintergrund zu treten und den gesellschaftlichen Anforderungen entsprechen zu müssen. Bei Aranea finden sie Räume vor, in denen sie sich stattdessen entfalten können.

Kein striktes Programm
Auf spielerische Art sollen Mädchen dabei lernen, sich selbst und die eigenen Stärken abseits von klassischen Rollenbildern zu entdecken, erklärt Tischler: Etwa durch berufliche Förderung in frauenuntypischen Bereichen, wie handwerklichen Tätigkeiten, oder durch Persönlichkeitstraining, das ein selbstbewusstes Auftreten zum Ziel hat. Mädchen soll schließlich dabei geholfen werden, selbstbestimmt ihre eigene Identität zu entwickeln.

Burschen begleiten
Ein ähnliches Konzept verfolgt die Burschenarbeit – mit dem Ziel, Burschen auf ihrem eigenen Weg zum Mann-Werden zu begleiten. "Burschen sollen ermutigt werden, etwas Neues auszuprobieren", erklärt Gotthard Bertsch vom Verein Mannsbilder. Wichtig sei dabei das Verständnis von Jugendarbeitern dafür, wie Burschen leben und welche Bedürfnisse sie haben. In einem geschützten Raum soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, an männlichen Vorbildern zu wachsen.

Stereotype aufbrechen
Eines der Ziele der Burschenarbeit ist es, Burschen die Vielfalt der Männerbilder aufzuzeigen und Stereotype aufzubrechen. Männliche Rollenbilder seien immer diffuser geworden, meint Bertsch. Burschen würden sich schwer tun, zu wissen, was richtig ist und was falsch. Genau das solle es aber eigentlich nicht geben. "So wie du bist, ist es okay – das hören Burschen viel zu selten."

Gemeinsame Ziele
Mädchen- und Burschenarbeit ergänzen sich gegenseitig – darin ist man sich bei "Aranea" und bei den "Mannsbildern" einig. Die Vereine arbeiten deshalb auch eng zusammen.

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