Pilotprojekt erweitert Angebot
„SOS-Kinder.welt“ wird 5 Jahre jung

 Auf spielerische Weise werden in der SOS-Kinder.Welt Respekt und Achtung gegenüber anderen Religionen, Geschlecht oder Sprache und Ethnie vermittelt.
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  • Auf spielerische Weise werden in der SOS-Kinder.Welt Respekt und Achtung gegenüber anderen Religionen, Geschlecht oder Sprache und Ethnie vermittelt.
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INNSBRUCK. Chancengerechtigkeit, Zugang zu Bildung und Information und kostenlose Sozialberatung sind nur einige Dinge, die das Pilotprojekt „SOS-Kinder.welt“ bereits seit fünf Jahren für Kinder und Familien aus Innsbrucker Flüchtlingsheimen ermöglicht.

Genau vor fünf Jahren startete das Pilotprojekt, welches als Antwort auf die „Flüchtlingskrise“ im März 2016 vom SOS-Kinderdorf ins Leben gerufen wurde. Mit 1. April startet in Kooperation mit der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol die SOS-Kinder.welt mobil mit neuem Angebot.

Ort der Begegnung

Zufluchtsort für Kinder und Familien

Als 2015 die Flüchtlingszahlen stark anstiegen, öffnete die SOS-Kinder.welt seine Tore: als Ort der Begegnung, als Raum zum Spielen, Lernen und Kreativsein, zum Ankommen für Kinder in dieser sensiblen und belastenden Zeit nach der Flucht - und um die Angehörigen zu entlasten. Begonnen hat die SOS-Kinder.welt als offenes Angebot für Menschen nach der Flucht. Mittlerweile ist sie jedoch viel mehr als das: es geht um Chancengerechtigkeit, Zugang zu Bildung und Information und um gelingende Integration. Während die Kinder Angebote im Kreativraum, spezielle Förderprogramme oder das freie Spiel genießen, besuchen ihre (Groß-)Mütter den Deutschkurs im angeschlossenen Kursraum (A0-A2). Kostenlose Sozialberatung rundet das inzwischen vielfältige Programm ab.

Auch Deutschkurse für Mütter und Familienangehörige werden angeboten
  • Auch Deutschkurse für Mütter und Familienangehörige werden angeboten
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Über 13.700 Tagesgäste in fünf Jahren

Zuerst hatte die SOS-Kinder.welt drei Nachmittage pro Woche geöffnet, inzwischen (nicht zuletzt dank zahlreicher freiwilliger Unterstützer) viermal von Montag bis Donnerstag. Aktuell stammen die Familien vorwiegend aus Afghanistan, Syrien, Irak, Iran und Somalia. Anders als zu Beginn sind viele „unserer“ Kinder heute bereits in Österreich geboren. Insgesamt gab es seit damals mehr als 13.700 Tagesbesucher, die jüngsten gerade mal ein paar Wochen alt, die ältesten über 80 Jahre.

 Auf spielerische Weise werden in der SOS-Kinder.Welt Respekt und Achtung gegenüber anderen Religionen, Geschlecht oder Sprache und Ethnie vermittelt.
  • Auf spielerische Weise werden in der SOS-Kinder.Welt Respekt und Achtung gegenüber anderen Religionen, Geschlecht oder Sprache und Ethnie vermittelt.
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Vorbereitung auf Kindergarten und Schule

Großer Wert wird daraufgelegt, die Kinder gut auf Kindergarten und Schule vorzubereiten. Spielerisch werden „Schlüsselkompetenzen“ (warten, sitzen bleiben können, einander zuhören, ausreden lassen, Hände waschen etc). vermittelt und dabei automatisch Spracherwerb, Kultur-, Werte- und Wissensvermittlung gefördert. Seit Herbst 2019 gibt es neben Gruppenangeboten auch Einzelförderung für Kinder mit erhöhtem Unterstützungsbedarf bzw. bei Bedarf Intensivbegleitung der ganzen Familie.

Ort des Lernens, der Vorbereitung auf Kindergarten und Schule.
  • Ort des Lernens, der Vorbereitung auf Kindergarten und Schule.
  • Foto: SOS-Kinder-Welt
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Beziehung, Respekt und Vertrauen

Die Arbeit der SOS-Kinder.welt ist geprägt von Achtung gegenüber „Anderen“ (sei es Ethnie, dunklere Hautfarbe, andere Religion, anderes Geschlecht oder andere Sprache). „Durch die Beziehung und das Vertrauen, das zwischen Kindern und Betreuerinnen entsteht, können wir sie in ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten bestmöglich stärken und fördern. Auch die Eltern vertrauen uns und fragen immer wieder um Rat in Erziehungsfragen“, beschreibt Sozialpädagogin Medina Ortner das positive Klima.

Spielerisches Miteinander
  • Spielerisches Miteinander
  • Foto: SOS-Kinder-Welt
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Von Corona-Krise betroffen

Wie alle Kinderbetreuungseinrichtungen musste auch die SOS-Kinder.welt rasch Sicherheits- und Hygienemaßnahmen entwickeln: Kleingruppen (max. 3 Kinder mit Betreuer in getrennten Räumen), Mindestabstand einhalten, ständiges Desinfizieren von Türklinken, Spielsachen und Oberflächen, kontaktfreies Fiebermessen und Hände Desinfizieren bei allen Besuchern sowie Arbeit der Pädagogen, freiwilligen Betreuern und Deutschlehrern mit Mundschutz.

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