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Spitzen-Mode – Die Trends 2019 bei Brautkleidern

Die gute Nachricht: Noch nie war die Auswahl an Brautkleidern derart groß.
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Am Altar oder vor dem Standesbeamten sieht man nur den Rücken der Braut – und genau darauf legen die Designer der Brautkleider nun den Schwerpunkt. Das Rückendekolleté liegt im Trend. Außerdem kommt man kaum an Spitze vorbei.

Die gute Nachricht: Noch nie war die Auswahl an Brautkleidern derart groß. Die Kleider sind in den vergangenen Jahren viel individueller geworden. Und dennoch lassen sich Trends erkennen – ein Überblick:

Prinzessinnen, Hippie-Bräute und Meerjungfrauen

Diese drei Stile und Schnittformen sind besonders gefragt und bestimmen den Look der aktuellen Brautmode. Die Kleider im Hippie-Look, Boho genannt, wirken verführerisch. Ein besonderer Trend sind die kaum unterfütterten Slip-over-Kleider. Sie sind aus weichen Stoffen gefertigt, die luftig-locker fallen, festlich verziert mit viel Spitze und Pailletten.
Ganz anders fällt das Meerjungfrauenkleid. Es setzt die weiblichen Rundungen in Szene, weil es bis unter den Po oder kurz über dem Knie eng anliegend geschnitten ist und erst dann weiter ausläuft, verziert mit viel filigraner Spitze, vom Dekolleté bis zum Saum.
Die pompösen Prinzessinnenkleider haben lange Schleppen, tolle eingearbeitete Spitzen-Korsagen mit V- oder Herzausschnitt und ab dem Bauchband ausladende Tüll-Röcke. Letztere sind oft mit vielen Rüschchen versehen. Sie erinnern an die Volant-Röcke aus den 20er Jahren, sind äußerst symmetrisch gearbeitet und werden in mehrere Schichten übereinandergelegt – für einen voluminösen Rock.

Spitze

Egal, für welchen Stil sich die Braut entscheidet: Es ist fast unmöglich, ein Kleid ohne Spitze zu finden. Sie wird unterschiedlich eingesetzt und verarbeitet – was verschiedene Looks kreiert, von verspielt über romantisch bis umwerfend weiblich. Bei Vollspitzenkleidern ist die obere Stofflage eine komplett mit Spitze besetzte Tüllschicht.
Neben der filigranen Spitze gibt es viele Brautkleider mit grob gearbeiteter Spitze. Diese Häkelspitze wird gerne im Boho-Stil eingesetzt. Oft auch zu sehen: Der sogenannte Tattoo-Effekt, bei dem Spitze auf dünnen, transparenten Tüll gestickt wird, sodass es aussieht, als säßen die filigranen Muster direkt auf der Haut. Eingesetzt wird das an Dekolleté und Schultern, am Rücken sowie an den Ärmeln. Diese sind entweder komplett eng anliegend oder laufen ab dem Ellenbogen trompetenförmig aus.

Entzückender Rücken

Das spektakuläre Rückendekolleté ist inzwischen mindestens so wichtig wie das Brustdekolleté. Zu sehen ist ein tief ausgeschnittener Rücken sowohl bei Prinzessinnen- und Meerjungfrauen- als auch Boho-Kleidern. Oft wird auch mit transparenter Spitze gearbeitet, die den kompletten Rücken durchschimmern lässt. Immer häufiger sind auch Schlüssellochrücken zu sehen. Dabei blitzt die Haut aus einem dreieckig, oval oder herzförmig geschnittenen Loch hervor.

Farbenfroh

Die Farbpalette öffnet sich immer mehr. Allerdings mit Einschränkungen: Bisher sind das vor allem farblich angehauchte Weißtöne sowie Apricot und schwarze Elemente am weißen Kleid. Aber man sieht inzwischen auch häufiger helles Blau oder Farbverläufe. Gerade Rosé, Gold, Blau und Grün sind gefragte Farben, vor allem in zarten Tönen und kombiniert mit Spitze.
Aber auch richtig kräftige Töne sind beliebt. Schwarz war in der Vergangenheit gar nicht so unüblich: Alte Hochzeitsfotografien zeigen, dass Anfang des 20. Jahrhunderts die Bräute zwar stets festlich gekleidet waren, aber oft dunkel oder sogar in Schwarz. Das Kleid war leicht zu pflegen und konnte zu feierlichen Anlässen nochmals getragen werden.
Farbige Brautkleider können auch eine Botschaft sein beziehungsweise für einen Kleidungsstil stehen: Schwarz als Farbe für das Brautkleid assoziiert weniger Romantik als vielmehr zeitlose Eleganz. Blau steht für Selbstsicherheit und Beständigkeit. Rosa – als die weichere und mädchenhaftere Variante von Rot – ergibt einen märchenhaften, romantischen sowie verträumten Look.

Das etwas andere Brautoutfit

Hosenanzug oder Jumpsuit: Der weiße Hosenanzug für die Braut ist immer noch selten, und doch findet sich bei den meisten großen Marken inzwischen mindestens ein Modell. Anfangs wollten die Unternehmen damit noch gleichgeschlechtliche Paare ansprechen, aber das hat sich inzwischen geändert. Man trägt ihn zum Beispiel zum Standesamt. Der Jumpsuit ist gerne das Zweit-Outfit für die Party nach der Trauung. Aber er taugt auch für den großen Auftritt vor dem Altar.

Den Altags-Stil einbringen: Wer seinem Kleidungsstil auch am Hochzeitstag treu bleiben will, kann seine Lieblingsstücke mit ins Brautoutfit aufnehmen. Wie wäre es mit Chucks zum Kleid? Oder Stiefeln? Eine Leder- oder Jeansjacke über die Schultern? Stilbrüche dieser Art werden immer beliebter.

Bauchfrei oder Transparentes: Die Brautmode orientiert sich häufig an der Alltagsmode. Und hier ist seit Längerem wieder bauchfrei angesagt. Aber keine Sorge: Es wird nur ein schmaler Streifen blanker Haut am Oberbauch gezeigt, oft auch nur eine spitz zulaufende Lücke an den Seiten. Das wirkt elegant. Hoch im Kurs steht auch Transparentes. Häufig sind aber nur einzelne Elemente der Kleider durchsichtig. Es gibt aber auch Versionen, wo mehr oder weniger alles zu sehen ist. Für den Naked-Dress-Hype bedarf es Mut zur Extravaganz.

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