Bergsilvester
Stadtspaziergang, keine Party, Feuerwerk unerwünscht

Was bringt der Bergsilvester 2021: Stadtspaziergang, keine Party und das Feuerwerk ist unerwünscht.
  • Was bringt der Bergsilvester 2021: Stadtspaziergang, keine Party und das Feuerwerk ist unerwünscht.
  • Foto: Innsbruck Tourismus
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Die Vorbereitungen auf den Jahreswechsel stehen an. Geplant ist ein "Silvesterspaziergang durch Licht", die Bergsilvesterparty ist abgesagt und das Feuerwerk auf der Seegrube ist unerwünscht.

Bergsilvester

Zwei Konzepte waren für den Bergsilvester 2021/2022 vorgesehen. Seit längerem gibt es die Idee mit Lichtinstallationen den Jahreswechsel zu feiern. Dies soll mit dem "Silvesterspaziergang durch Licht" vom 29. bis 31. Dezember möglich sein. Unterschiedliche Fassaden in Innsbruck werden lichttechnisch in Szene gesetzt. Die Bergsilvesterparty vor dem Haus der Musik wird nicht stattfinden. Neben der Coronasituation sollen auch die Finanzen eine Rolle gespielt haben. Innsbruck Tourismus habe eine Absage der notwendigen Zusatzfinanzierung mitgeteilt.

Feuerwerk

Noch spielt das Feuerwerk auf der Seegrube einen integrativen Bestandteil der Planungen für die Silvesterfeierlichkeiten.  Dem Vernehmen nach dürfte das Feuerwerk aber nicht durchgeführt werden. Vor allem von Seiten der Grünen gibt es eine strikte Ablehnung: "Die Knallerei auf der Seegrube zu Mitternacht braucht es für die Grünen nicht mehr. Es gilt neue Traditionen zu etablieren und es ist Zeit für Alternativen." Am 30. Dezember würden für die Jüngsten „walking acts“ im Innenstadtbereich vorbereiten.

Hoffnung

Die Freiheitlichen in Innsbruck hoffen noch auf ein Feuerwerk auf der Seegrube: "Aufgrund der derzeit vorherrschenden Situation ist es so wie schon letztes Jahr sehr schwierig einzuschätzen wie sich die Corona-Zahlen entwickeln. Nichts desto trotz sollte man zumindest am Silvesterspaziergang der über 3 Tage geplant ist sowie am Bergsilvester mit dem 6-minütigen Feuerwerk festhalten, meinen FPÖ-Vizebürgermeister Lassenberger und Stadtrat Rudi Federspiel unisono: "Es braucht in dieser Zeit auch einen Lichtblick auf den man sich freuen kann. Für viele Innsbrucker/innen ist das Feuerwerk auf der Seegrube nach wie vor ein gern gesehenes Spektakel welches aber auch die Touristen die nach Innsbruck kommen freut. Der Bergsilvester ist inzwischen eine fixe Größe in Innsbruck und soll auch so erhalten bleiben auch wenn es den grünen Politikern nicht gefällt."

Licht und Musik

Bereits im August erklärte Vizebgm. Johannes Anzengruber: "Strahlend, funkelnd, glitzernd – einfach zauberhaft schön. Innsbruck, die alpin urbane Stadt, soll an den letzten drei Tagen im „alten Jahr“ zu einem leuchtenden Gesamtkunstwerk erstrahlen. Das Innsbrucker Bergsilvester ist eine der wichtigsten touristischen Veranstaltungen der Stadt im Jahreskreis. Die Konzepte sind bereits ausgearbeitet und liegen jetzt auf dem Tisch. Nun muss der Stadtsenat diese noch zeitnah beschließen, damit frühzeitig mit dem Marketing und den Vorbereitungen begonnen werden kann.“ Licht spielt beim Konzept eine wichtige Rolle. Der Vorplatz bei der Hofburg, das Tiroler Landestheater mit dem Haus der Musik, die Altstadt beim Goldenen Dachl, der Domplatz und der Marktplatz mit der Silhouette von Mariahilf laden zu einem eindrucksvollen Spaziergang im Licht ein. Die Lichtinszenierung wird an diesen Plätzen mit feiner Hintergrundmusik und Musik-Band gekoppelt und verhilft zu einem perfekten Ausklang.

Silvester 2020/21

Als einzige Landeshauptstadt Österreichs hat Innsbruck ein Feuerwerk zum Jahreswechsel geboten. Die geplante Lichtinszenierung in der Innen- und Altstadt war aufgrund der Lockdown-Verordnung nicht möglich und wurde auf 2021 verschoben. Das Feuerwerk auf der Seegrube dauerte vier Minuten. Die Kosten betrugen rund 40.000 Euro, bot insgesamt ca. 14.000 Einzeleffekte und etwa 4000 Abschussmörser waren im Einsatz. Die Entscheidung für das Feuerwerk hat der Stadtsenat (pro ÖVP, FI, FPÖ, kontra Grüne, SPÖ) mehrheitlich getroffen. Anfang Dezember 2016 beschloss der Stadtsenat einstimmig, dass das Feuerwerk in Innsbruck zu Silvester 2016 zum letzten Mal statt finden würde. Damals sprachen mehrere Gründe für die Abschaffung des Feuerwerks: Einerseits gäbe es verschärfte EU-Richtlinien zum Abschießen von Feuerwerken, so Stadtrat Franz Gruber (ÖVP, Dezember 2016). Auch Gründe des Umweltschutzes wie der Tierschutz oder die Feinstaubbelastung nach einem Feuerwerk sprachen gegen ein weiteres Feuerwerk. Ein weiteres Problem sei auch die Brandgefahr wie in den vergangenen Jahren.

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