Judenbühel
Sturm verursachte Schäden, Kritik vom Gerechten Innsbruck

Sturmschäden am Judenbühel.
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INNSBRUCK. Rodungen am Judenbühel in Innsbruck sorgen für Aufregung. Nach Sturmschäden hat die zuständige Magistratsabteilung Sicherungsarbeiten vorgenommen und bereitet eine Nachpflanzung. Heftige Kritik an den Arbeiten gibt es vom "Gerechten Innsbruck".

Sturmschäden am Judenbühel.

Sturmschäden

Ausschlaggebend für die Arbeiten waren Sturmschäden, wie die Stadt Innsbruck mitteilt. "Bei einem der Stürme Ende Februar stürzte eine Fichte am Spielplatz Judenbühel über den Richardsweg. Der Vorfall ereignete sich zum Glück in der Nacht und es kam niemand zu Schaden. Der umstürzende Baum beschädigte einige kleiner in seinem Umfeld und eine sehr große Linde. Diese Bäume mussten sofort entfernt werden. Bei einer gemeinsamen Besichtigung des dortigen Baumbestandes beschlossen wir aus Sicherheitsgründen die Fichten an der Böschungskante zu fällen." Bürgermeisterstellvertreterin Uschi Schwarzl: "Da sich dort ein beliebter Spielplatz befindet und die dortige Böschung, an der der Baum umstürzte, ebenfalls als Spielfläche verwendet wird haben wir zur Sicherheit unserer BürgerInnen diese Entscheidung getroffen." Durch das Fehlen der Bäume entstand eine große Lücke. Dadurch hat der Wind eine geänderte Windangriffsfläche und das Risiko eines weiteren Baumsturzes war gegeben.

"Die verbliebene Föhrengruppe bleibt stehen. Eine Nachpflanzung mit Laubgehölzen wird für den Herbst vorgesehen."
Uschi Schwarzl, Bürgermeisterstellvertreterin

Rodungsarbeiten am Judenbühel.
  • Rodungsarbeiten am Judenbühel.
  • Foto: Depaoli
  • hochgeladen von Georg Herrmann

Kritik

Auf völliges Unverständnis stößt bei Gemeinderat Gerald Depaoli der derzeit stattfindende "offensichtlich genehmigte Baumfrevel" am Judenbühel, wie er in einer Presseaussendung mitteilt. „Es ist absolut unverständlich und inakzeptabel, dass am Judenbühel massenhaft gesunde Bäume geschlägert werden, und wieder ein Erholungsgebiet mit freundlicher Unterstützung der grünen Bürgermeisterpartei vernichtet wird!“, kritisiert Gemeinderat Depaoli scharf. „Auf alle Fälle haben mit dem Baumfrevel am Judenbühel, aber auch aufgrund der Schlägerungen von gesunden Bäumen, welche derzeit, wie man uns berichtet, auch in anderen Stadtteilen stattfinden sollen, vor allem Georg Willi mit seinen selbsternannten UmweltfighterInnenn, aber auch die Stadtregierung insgesamt jegliche Glaubwürdigkeit verloren, wenn es darum geht klimapolitische Maßnahmen in Innsbruck umsetzen zu wollen!“, sagt Depaoli.

„Es gibt eine Zeit nach dem Coronavirus, und die werden wir umgehend dazu nützen, um die Verantwortlichen für die derzeit stattfindenden Baumfrevel in der Stadt zu Rechenschaft zu ziehen!“
Gerald Depaoli, Gemeinderat "Gerechtes Innsbruck

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