Tipp: Innradweg – Eine (Rad-)Reise durch Tirol

Entlang des Inns führt der gut ausgeschilderte Innradweg quer durch Tirol, von Martina an der Schweizer Grenze bis zur Bayrischen Grenze bei Kiefersfelden.
  • Entlang des Inns führt der gut ausgeschilderte Innradweg quer durch Tirol, von Martina an der Schweizer Grenze bis zur Bayrischen Grenze bei Kiefersfelden.
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Von Innsbruck aus lässt sich der Inn perfekt mit dem Rad erkunden. Auf dem durchwegs asphaltierten Innradweg sind kaum Steigungen zu bewältigen. Es geht also gemütlich am Innufer entlang und das Mountainbike kann getrost zuhause bleiben. Auf der Strecke von der Schweizer Grenze bis zur Bayrischen gibt es viel zu entdecken: Kultur, Natur, Kulinarik und so manches lauschige Plätzchen.
Der Innradweg führt auf einer Länge von 520 Kilometern von der Quelle bis zur Mündung des Inns in die Donau. Auf den 230 Kilometern, die durch Tirol führen, lässt sich die "Verwandlung" des Inns vom wilden Gebirgsbach zu einem ruhigen, von den vielen zufließenden Achen gesättigten Fluss hautnah miterleben. Mit dem Gewässer verändert sich auch die Landschaft. Rücken die steilen und kargen Berge im Oberland noch sehr nahe ans Ufer, weitet sich das Tal im Unterland. Die sanften Bergrücken machen Platz für Wiesen und Felder.

Geschichte im Oberen Gericht

Wer es ganz genau nimmt, beginnt seine Tour an der Grenze zur Schweiz in Martina. Es lohnt sich, denn nach ein paar Kilometern wartet schon der erste Höhepunkt: Altfinstermünz mit seinem wuchtigen Turm. Die im Volksmund "Römerbrücke" genannte Steinbrücke bei Tösens ist zwar im Stil jener Zeit erbaut, stammt aber aus dem Mittelalter. Sie ist trotzdem vermutlich Tirols älteste erhaltene Brücke. An Schloss Siegmundskron in Ried und Schloss Landeck vorbei, geht es nach Zams, wo eines der ältesten Kraftwerke Tirols steht und auch besichtigt werden kann.

Äpfel und Zwetschken

Der Abstecher nach Stanz, Europas höchstgelegenes Obstanbaugebiet, ist anstrengend aber lohnenswert, nicht nur wegen den Zwetschken. Am Inn geht die Fahrt weiter entlang der "Apfelstraße". Haiming ist mit seinen 60.000 Apfelbäumen Zentrum des Obstanbaus. Die mächtigen Zwiebeltürme von Stift Stams auf der einen und der schlanke Turm der Wallfahrtskirche Locherboden auf der anderen Innseite zeigen, dass Telfs nicht mehr weit ist. Die Hängebrücke, die den Beginn des Wanderweges zum Wallfahrtsort markiert, ist für Kinder immer wieder ein Erlebnis. Inzwischen hat sich das Inntal geweitet und auf dem Schwemmland rund um Innsbruck gedeiht eine Vielzahl an Gemüsesorten. Östlich der Stadt befindet sich sogar Österreichs größtes Radieschen-Anbaugebiet.

Sehenswertes im Unterland

Richtung Unterland reihen sich interessante Sehenswürdigkeiten wie an einer Perlenkette auf. Den Anfang machen Hall mit Tirols größter Altstadt und die neuen Kristallwelten in Wattens, das Schwazer Silberbergwerk, Schloss Tratzberg oder Kleinode wie das Jenbacher Museum – alle sind einen Stopp wert. Der Bahnhof Jenbach ist mit seinen drei Spurbreiten etwas ganz Besonderes. Das mittelalterliche Rattenberg ist mit knapp 400 Einwohnern die kleinste Stadt Österreichs. In Kufstein steht mit der Heldenorgel (4.307 Pfeifen und 46 Register) die größte Freiorgel der Welt. Bevor der Inn Tirol Richtung Bayern verlässt, beeindrucken noch das alte und das neue Festspielhaus in Erl.

Einfache Hin- und Rückfahrt

Tirol vom Innufer aus zu erleben, ist eine durchaus spannende und auch entspannende Angelegenheit. Wer nur einzelne Etappen in Angriff nimmt, braucht sich auch keine Sorgen um den Rückweg zu machen. Denn die Hin- bzw. Rückfahrt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn immer leicht und schnell machbar. Damit ist der Innradweg ideal für Familien und Genussradler.

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