Greenpeace-Ranking
Tirol bei Glyphosat-Einsatz am letzten Platz

Der Einsatz von Glyphosat ist sehr umstritten.
  • Der Einsatz von Glyphosat ist sehr umstritten.
  • Foto: Pixabay/Th G
  • hochgeladen von Laura Sternagel

TIROL/WIEN. In Österreich verzichtet bereits jede dritte Gemeinde auf den Einsatz von Glyphosat. Die Spitzenreiter sind Niederösterreich, Kärnten und Vorarlberg, der letzte Platz geht an Tirol.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlicht heute ein Bundesländer-Ranking zum Glyphosat-Einsatz in österreichischen Gemeinden. Das Ergebnis: Österreichweit verzichten bereits 701 der 2.095 Gemeinden bei der Pflege öffentlicher Flächen vollkommen auf den umstrittenen Unkrautvernichter – das ist rund jede dritte Gemeinde. Bei den Bundesländern zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede: Während in Niederösterreich 61 Prozent aller Gemeinden ihre Spielplätze, Parks und Straßen ganz ohne Glyphosat pflegen, sind es in Tirol bisher nur 14 Prozent. Von 279 Gemeinden in Tirol verzichten nur 39 auf Glyphosat, darunter auch die Landeshauptstadt Innsbruck und Kufstein.

Bis 2022 ist das Pflanzengift in der EU zugelassen

Greenpeace fordert von den verbleibenden Gemeinden, jetzt Verantwortung zu übernehmen und ebenfalls auf das gesundheits- und umweltschädliche Pflanzengift zu verzichten. Außerdem sieht Greenpeace Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger in der Pflicht, endlich einen Plan für einen österreichweiten Glyphosat-Ausstieg vorzulegen.
Glyphosat ist laut der Internationalen Agentur für Krebsforschung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beim Menschen „wahrscheinlich krebserregend“. Trotzdem ist das Pflanzengift derzeit EU-weit bis 2022 zugelassen.

Das gesamte Greenpeace Bundesländer-Ranking zum Download gibt es hier: http://bit.ly/2IzhemN

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