Coronavirus
Tirols Jugendeinrichtungen fahren Betrieb wieder hoch

(von li.): Martina Steiner und Lukas Trentini (Geschäftsführungsteam der Plattform Offene Jugendarbeit Tirol - POJAT) mit Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.
  • (von li.): Martina Steiner und Lukas Trentini (Geschäftsführungsteam der Plattform Offene Jugendarbeit Tirol - POJAT) mit Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.
  • Foto: Schindlegger/BOJA
  • hochgeladen von Laura Sternagel

TIROL. Nach der stufenweisen Wiedereröffnung der Schulen soll nun auch die außerschulische Jugendarbeit wieder ihren Normalbetrieb aufnehmen. Die Tiroler Jugendzentren und die Einrichtungen der Mobilen Jugendarbeit fahren den Betrieb wieder hoch.

„Die Gesundheit und die Eindämmung des Coronavirus genießen weiterhin höchste Priorität. Dennoch ist es nun notwendig, dass unseren Jugendlichen auch wieder in ihren gewohnten Alltag hineinfinden. Für viele gehören da der Besuch im Jugendzentrum und eine jugendgerechte Betreuung absolut dazu. Es ist auch eine Frage der Entlastung der vielbeanspruchten Eltern“, betont Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.
Unter Einhaltung der Bundesvorgaben werden die Einrichtungen die außerschulische Jugenderziehung und Jugendarbeit wieder aufnehmen. „Die Vorgaben des Bundes sind einzuhalten – dabei muss jeweils mit Augenmaß und Hausverstand und nach den unterschiedlichen räumlichen Gegebenheiten gehandelt werden. Denn trotz allen Vorsichtsmaßnahmen sollen sich die Jugendlichen wohlfühlen“, so die Jugendlandesrätin.

Folgende Vorschriften sind einzuhalten:

  • Ein Mindestabstand von einem Meter gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben
  • Eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht für Jugendliche und JugendarbeiterInnen
  • Pro Jugendlichem muss eine Mindestfläche von 10 m² zur Verfügung stehen – dementsprechend soll sich jeweils nur eine bestimmte Anzahl an Personen gleichzeitig in den Räumlichkeiten aufhalten

Die Plattform Offen Jugendarbeit Tirol (POJAT) empfiehlt in Absprache mit dem Land Tirol außerdem, klar ersichtliche Hinweise zu den Schutzmaßnahmen an den Eingängen anzubringen und Hygienemaßnahmen zu treffen, wie etwa ausreichend Handdesinfektion zur Verfügung zu stellen und Oberflächen regelmäßig zu desinfizieren.

Vorbereitungen für den Sommer laufen

Aufgrund der aktuell noch gültigen Reisebeschränkungen und vielen offenen Frage in diesem Bereich, gestalten sich die Vorbereitungen für den Sommer schwierig. Es ist jedoch anzunehmen, dass viele Familien aufgrund der Unsicherheit und krisenbedingter, finanzieller Engpässe vermehrt zu Hause bleiben werden. Auf diesen erhöhten Bedarf bereite man sich derzeit vor, so LR Zoller-Frischauf. „Gemeinsam mit den über 90 Einrichtungen der Offenen Jugendarbeit arbeiten wir daran, uns auf diesen erhöhten Bedarf vorzubereiten und stehen den Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeitern, Teams und Trägerverantwortlichen jederzeit beratend und unterstützend zur Seite, auch was die Schutzmaßnahmen und Rahmenbedingungen angesichts des Coronavirus betrifft. POJAT unterstützt dabei auch konkret in Form von Jugendumfragen, um das Angebot gut an die Bedürfnisse der Jugendlichen vor Ort anzupassen“, informiert Martina Steiner, Mitglied im Geschäftsführungsteam der POJAT.

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