„Über dem Limit gearbeitet“

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INNSBRUCK. Die Verkehrsplanung ist nicht für den Bau von Straßen, sondern quasi für die Software zuständig. Sie probiert, welche Lösungen für alle Verkehrsteilnehmer die besten sind, ob ein Schutzweg gebaut werden kann und so weiter.

Das war dieses Jahr anders: Heuer galt es vor allem die Baustellenplanung abzuarbeiten. „In den Baustellenphasen ist es vorrangig, den Alltag zu bewältigen. Wir hatten fast jede Woche eine neue Bauphase. Das Problem ist, dass wir dafür nicht mehr Personal bekommen. Ein Mitarbeiter wurde dabei besonders gefordert. Er hat Enormes geleistet und ist mit der Aufgabe gewachsen“, erzählt Amtsvorstand Reinhard Fischer. Über 50 Pläne wurden allein für die Bodenmarkierungen für die Baustellen gezeichnet. „Alle waren am Limit. Ein, zwei Jahre lang kann man aber auch über dem Limit arbeiten“, so Fischer.

Aufgabe wieder übernehmen
Der gelobte Mitarbeiter ist Stefan Leber, der normalerweise für Verkehrsmodelle zuständig ist. „Die Baustellensituation ist eine hochinteressante Geschichte. Es hat noch nie so viele Baustellen in einer so engen zeitlichen Abfolge gegeben. Natürlich war es sehr stressig, aber ich würde diese Aufgabe jederzeit wieder übernehmen. Viele waren skeptisch und haben uns die Bewältigung dieser Arbeit nicht zugetraut. Dass wir es doch geschafft haben, ist der größte Erfolg“, so Leber.

Sillpark am kritischsten
Der kritischste Moment war die Sillparkkreuzung: „Bei dieser haben wir gezittert, ob wir den Zeitplan einhalten können. Da wurde um fünf Uhr in der Früh noch die Ampelanlage aufgestellt, um am Morgen die Kreuzung freigeben zu können, immerhin ist das die größte Ampelanlage Westösterreichs. Das war spannend“, schmunzelt Fischer jetzt.

In der Innenstadt soll es jetzt besser werden. „Es gibt noch ein paar heiße Phasen beim Bozner Platz und bei der Meinhardstraße“, dann sollte aber vorerst Ruhe einkehren.

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