Wie Bilder aus dem Nichts entstehen: Gonn Mosny im Kunstraum Innsbruck

Wo: Kunstraum Innsbruck, Maria Theresien Straße 34, Arkadenhof, 6020 Innsbruck auf Karte anzeigen

Die Malerei des in Tirol lebenden Künstlers Gonn Mosny ist gegenstandslos. Er lässt sich von freien Flächen leiten und überschüttet sie nicht mit Vorstellungen. Der Kunstraum Innsbruck zeigt noch bis 2. September seine Werke, die trotz seines hohen Alters erst in den letzten beiden Jahren entstanden sind.


Gonn Mosnys Bilder entstehen im Sinne des Zen-Buddhismus – dem Nicht-Kunstwollen. Er beginnt mit einer leeren weißen Leinwand und lässt sich von einem Prozess leiten, der nicht fixiert und nicht Teil seiner eigenen Vorstellungen ist. „Wenn ein Gedanke an ein Ziel
gerichtet ist, ist er schon verloren“, sagt der heute 87-Jährige. Im Sinne des Taoismus, hängt Mosny nicht an seinen Bildern, die sprichwörtlich durch ihn hindurchwandern und sich ganz eigenständig auf der Leinwand materialisieren. 

Vom Meister selbst inspiriert


Als Sohn einer Malerin wird Gonn Mosny 1930 in Hamburg geboren. Nach seiner Ausbildung zum Lithografen studierte er an der Kunstakademie Stuttgart bei Willi Baumeister. Baumeister, ein großer Verteidiger der gegenstandslosen Kunst, veröffentlichte 1947 das Buch „Das Unbekannte in der Kunst“ und schuf damit eine wesentliche Grundlage für Mosnys Kunstauffassung. Seine Werke sind mal laut, mal leise. Der Künstler folgt dabei dem „Wesen“ des Materials und der Zeit. Was am Ende entsteht ist nicht ein willkürliches Werk, sondern der Ausdruck des kreativen Innenlebens des Künstlers. Seit 2005 lebt der Künstler in Telfs und bereichert damit die heimische Kunstszene.
 
Gonn Mosny kommt am 01. September 2017 um 19 Uhr zum Künstlergespräch in den Kunstraum Innsbruck. Die Ausstellung läuft noch bis 02. September 2017.
 
von Alexandra Sprenger

Bild: Gonn Mosny, 2017, LW 226, 200 cm x 140 cm, courtesy by the artist and Volker Diehl Gallery. Foto: Kerstin Mosny

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