Ampelregelung in Ibk
"Zu guter Letzt kommt der Pkw-Verkehr"

Als Autofahrer erhofft man sich in Innsbruck eine grüne Welle umsonst. Öffis und Fußgänger haben Vorrang.
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  • Als Autofahrer erhofft man sich in Innsbruck eine grüne Welle umsonst. Öffis und Fußgänger haben Vorrang.
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Ampelregelungen sind eine komplizierte Angelegenheit. Wer Vorrang hat, ist aber oft politische Sache.

INNSBRUCK. Rot, rot und schon wieder rot. Wer mit dem Auto auf den Verkehrshauptadern der Stadt fährt – z. B. Südring, Innrain, Höttinger Au – braucht oft gute Nerven. Denn die grüne Welle ist alles andere als selbstverständlich. Ein ständiges Anhalten und Losfahren ist die Folge. Ob es überhaupt so viele Ampeln in der Stadt braucht, das zweifeln nicht nur Laien an, sondern auch der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Schon 2014 prangerte er die Landeshauptstädte an: Sie würden zu viele Ampeln haben, die es gar nicht braucht. Gleichzeitig seien Ampeln außerhalb der Stoßzeiten überflüssig: Sie könnten blinkend gestellt werden, damit der Verkehr einfacher fließen kann. Roland Feichter vom Verkehrs- und Umweltmanagement der Stadt relativiert diese Aussage: "Wir machen keine Ampeln zum Spaß. Es gibt Richtlinien und die Straßenverkehrsordnung, die uns vorschreibt, wo und wann es eine Ampel braucht. Wir schauen außerdem, dass wir Nachtprogramme haben, damit der Verkehr fließen kann und für Fußgänger Sofort-Grün, damit sie schnell und sicher über die Straße kommen." Innsbruck hat 118 Ampelanlagen (allerdings hunderte Signalmasten!) und somit gleich viele wie noch vor fünf Jahren. Österreichweit ist Wien "Ampelkönig" mit über 1.300 Ampelanlagen. Innsbruck folgt Salzburg ungefähr in der Mitte im Landeshauptstädtevergleich (2014) – allerdings wurden für die frische Studie des VCÖ noch nicht alle Städte erhoben. Die Studie wird im Herbst präsentiert.

Politische Frage

Wie, wann und wo Ampeln geregelt werden, ist auch eine klar politische Angelegenheit. Innsbruck fährt die Öffischiene, wenn es darum geht, wer den Vorrang bei einer Kreuzung bekommt. Ganz oben auf der "Verkehrsnahrungskette" steht der öffentliche Verkehr, danach kommen FußgängerInnen und RadfahrerInnen und zum Schluss der motorisierte Individualverkehr. Wie Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl betont: "Zu guter Letzt kommt bei Ampeln der Pkw, allerdings nur solange nicht auch Busse und Straßenbahnen mitbetroffen sind, weil sie keine eigenen Spuren haben. Eigene Spuren für Öffis prüfen wir laufend und auch momentan sind hier wieder mehrere Projekte in der Pipeline." Allerdings nehmen sich auch Öffis oft gegenseitig den Vorrang und daher ist bei "Rot" zu stehen auch mit dem Bus nicht zu vermeiden.
Wie die Verkehrsabteilung bestätigt, sind Ampelregelungen essentiell, denn: "Der Verkehr wird nicht weniger, sondern von Jahr zu Jahr mehr."

Autor:

Agnes Czingulszki (acz) aus Innsbruck

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