Die Rolle der Medien
Zwischen Demokratie, Meinungsfreiheit und Manipulation
- ORF-Moderator Tarek Leitner gab den Schülerinnen und Schülern der Praxismittelschule, sowie zahlreichen Interessierten Einblicke in den Nachrichten-Journalismus. Eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe sieht der Journalist in der kritischen Medienbildung an Schulen.
- Foto: PHT/Roner
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Vor kurzem stand die Pädagogische Hochschule Tirol ganz im Zeichen der kritischen Medienbildung und ihrer Bedeutung für die Demokratie. Dabei gab ORF-Moderator Tarek Leitner gab Einblicke in die Welt des Nachrichtenjournalismus.
INNSBRUCK. Im Rahmen der Veranstaltung an der Pädagogischen Hochschule Tirol am 12. März 2025, betonte ORF-Moderator Tarek Leitner die Bedeutung starker, unabhängiger Medien für die Demokratie. Er erlärte anschaulich wie (Qualitäts- )Journalismus funktioniert und welche Wirkung er hat und unterstrich dabei, die zentrale Bedeutung der Schulen für Aufklärung und Wissensvermittlung. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit der Bildungsdirektion Tirol und dem Tiroler Kulturservice organisiert, insgesamt nahmen rund 350 Interessierte teil.
Die Rolle der Medien im digitalen Zeitalter
Medien sollen Bürgerinnen und Bürger über das politische Geschehen informieren, auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen und politische Entscheidungen hinterfragen. Damit tragen sie maßgeblich zur demokratischen Meinungsbildung bei. Während klassische Massenmedien, wie Rundfunk oder Zeitung, als vierte Macht im Staat auch eine Kontrollfunktion übernehmen, fördern soziale Medien, wie TikTok oder Instagram, in einem beispiellosen Ausmaß die Teilhabe der Massen am öffentlichen Diskurs. Dies wirft Fragen über die Grenzen der Meinungsfreiheit auf und schafft gleichzeitig Raum für Fake News, Hassreden und Manipulation. Das digitale Zeitalter fordert die Gesellschaft, insbesondere Kinder und Jugendliche, auf vielfältige Weise heraus.
„Der maßgebliche Einfluss der digitalen Transformation auf unsere Gesellschaft ist allgegenwärtig und unausweichlich. Besonders für Kinder und Jugendliche stellt dies eine große Herausforderung dar, der wir gesellschaftlich, aber auch als Hochschule und mit unseren Praxisschulen, gemeinsam begegnen müssen. Unsere „Doing-Democracy“-Reihe, die mit dieser Auftakt-Veranstaltung ihren Anfang nahm, soll einen starken Beitrag zur Bewusstseinsbildung leisten, insbesondere mit Blick auf unsere Verantwortung, eine liberale Demokratie für ihre Zukunft zu sichern“, so die Rektorin der PH Tirol.
- Die Veranstaltung wurde von PH Tirol-Rektorin Regine Mathies in Kooperation mit der Bildungsdirektion Tirol und dem Tiroler Kulturservice organisiert. Im Bild:(v.l.)PH Tirol-Vizerektor Gregor Örley, ORF-Journalist Tarek Leitner, PH Tirol-Rektorin Regine Mathies, Claus Oberhauser (Institutsleiter an der PH Tirol), Herbert Gimpl (Bildungsdirektion), Michael E. Luxner (Direktor Praxismittelschule der PH Tirol).
- Foto: PH Tirol/Roner
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Fragen und Antworten
Am Nachmittag gab Tarek Leitner rund hundert Schülerinnen und Schülern der Praxismittelschule Einblicke in den Journalismus, beantwortete zahlreiche Fragen, etwa zur Rolle der APA für den ORF oder zu Hoppalas in Live-Sendungen, und nahm an einem Word Rap teil. In der Abendveranstaltung mit Vortrag, Podiumsgespräch und Publikumsfragen fesselte der ORF-Moderator die Teilnehmenden mit einem Plädoyer für einen starken, unabhängigen Journalismus, ohne den Demokratie nicht bestehen kann.
„Demokratie zeigt sich vor allem darin, dass man eine:n Machthaber:in abwählen kann. Dazu braucht es Fakten. Medien übernehmen die Aufgabe, diese bereitzustellen. Nur dann können sich die Menschen ein Urteil über die Regierenden bilden, und dementsprechend bei der nächsten Wahl handeln. Wir brauchen ein Fundament an gemeinsamer Wirklichkeit, auf der aufbauend wir unsere Entscheidungen treffen“, so Tarek Leitner.
- ORF-Tirol-Journalist und Autor Benedikt Kapferer berichtete in seinem Workshop von seiner Arbeit als Journalist, von Besonderheiten des Regionaljournalismus und gab Anregungen für die Arbeit mit Schülerinnen und Schüler.
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Von tiktok bis Zeitung
In vier Workshops vertieften und umrahmten Expertinnen und Experten das Thema kritische Medienbildung im digitalen Zeitalter mit Blick auf die Schulen. Thomas Neuwirth, Thomas Stornig und Lukas Witting zeigten praktische Methoden zur kritisch-reflexiven Arbeit mit Massenmedien von TikTok bis zur Zeitung in der Volksschule auf, Susanne Reitmaier-Juarez gab Auskunft zum politischen Informationsverhalten Jugendlicher und Sabrina Gerth diskutierte Möglichkeiten zum Umgang mit Fake News im Unterricht aller Schularten. Benedikt Kapferer, Journalist beim ORF Tirol und Autor des Buchs „Das Mikrofon im Dorf. Die Geschichte des Radios in Tirol“, gab Einblicke in die Arbeit und Bedeutung des Regionaljournalismus in Tirol mit Anwendungsbeispielen für die Schule.
- Sabrina Gerth diskutierte mit rund 40 Teilnehmenden Möglichkeiten zum Umgang mit Fake News im Unterricht aller Schularten.
- Foto: PH Tirol/Roner
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