Innsbrucker Polit-Ticker
150.000 Euro für Davis-Cup-Finale, 770.000 Euro für Rapoldipark neu

Rapoldipark: Die Realisierung des Sportplatzbereichs mit Kosten von rund 520.000 Euro ist von Anfang September bis Ende Oktober 2021 geplant. Die Arbeiten im Spielplatzbereich mit Kosten von rund 250.000 Euro erfolgen voraussichtlich im Frühjahr 2022.
  • Rapoldipark: Die Realisierung des Sportplatzbereichs mit Kosten von rund 520.000 Euro ist von Anfang September bis Ende Oktober 2021 geplant. Die Arbeiten im Spielplatzbereich mit Kosten von rund 250.000 Euro erfolgen voraussichtlich im Frühjahr 2022.
  • Foto: IKM
  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. Davis-Cup-Finale in der Olympiaworld, Themenweg Petrus Canisius, Übernahme Siedlermagazin, Klimaneutraler Stadtmagistrat, Neugestaltung Rapoldipark und mehr Spielfläche auf der Hungerburg als Themen im Stadtsenat. Das Verhandlungsversagen in Sachen St. Bartlmä darf keine Ausrede für Sillschluchtunfälle sein. Im Gemeinderat kommt eine Anfrage zum Baustopp Kindergarten Arzl und der personelle Engpass in der Finanzdirektion erfordere eine Notfallplan. 

Davis-Cup-Finale

Die Landeshauptstadt Innsbruck ist von 25. bis 30. November neben Madrid und Turin Austragungsort eines internationalen Tenniswettbewerbs, dem Davis-Cup-Finale 2021. In der Innsbrucker Olympiahalle werden an insgesamt fünf Tagen sechs Gruppenspiele und ein Viertelfinale ausgetragen. Der Stadtsenat beschloss einstimmig, diese Top-Sportveranstaltung mit einem Förderbetrag von 150.000 Euro zu unterstützen. Der Antrag wird in weiterer Folge dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. „Mit den Davis-Cup-Bewerben in Innsbruck wird der sportbegeisterten Bevölkerung wieder Tennis-Spitzensport live geboten“, freut sich Vizebürgermeister Johannes Anzengruber. „Weiters wird das gute Image der Stadt als Veranstalterin von internationalen Sportgroßereignissen weltweit in Erinnerung gerufen.“


Übernahme Siedlermagazin

Im ehemaligen Magazin der Siedlervereinigung Tirol errichtet das städtische Amt für Straßenbetrieb einen kleinen Stützpunkt, unter anderem für die Lagerung von Geräten und Materialien. Die Stadt als Eigentümerin hatte der Siedlervereinigung ursprünglich einen Teil des Grundstücks am Lohbachufer überlassen, um dort das Magazin zu errichten. Da die Siedlervereinigung Anfang März diesen Jahres aufgelöst wurde, wird das Gebäude mittels Schenkung an die Stadt Innsbruck übertragen. Dafür sprach sich der Stadtsenat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig aus.

Klimaneutraler Stadtmagistrat

Um einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, strebt Innsbruck einen „Klimaneutralen Stadtmagistrat“ an. Handlungsfelder des Projektes sind Gebäude, Beschaffung, Informations- und Telekommunikationstechnik (ITK), Events und Mobilität. Zum Thema Mobilität wurde das Amt Verkehrsplanung, Umwelt beauftragt, ein Vergabeverfahren für ein betriebliches Mobilitätsmanagementkonzept (MMK) durchzuführen. „Ziel eines MMK’s ist es, das aktuelle Verkehrsverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu analysieren, Verlagerungspotenziale zu quantifizieren und Maßnahmenbündel zu entwickeln“, erläutert Mobilitäts-Stadträtin Uschi Schwarzl. Der Stadtsenat sprach sich in seiner heutigen Sitzung mehrheitlich für die Vergabe an ein externes Büro aus.

Neugestaltung Rapoldipark

Im Rapoldipark stehen demnächst einige Neuerungen an. Nach Planungsarbeiten unter Einbindung von Kindern, Jugendlichen sowie Anrainerinnen und Anrainern nahm der Stadtsenat den Antrag zur Sanierung und Neugestaltung des Sport- und Kinderspielplatzbereiches einstimmig an. „Beide Areale sind in die Jahre gekommen und wurden aufgrund ihrer Beliebtheit und starken Frequenz sehr in Mitleidenschaft gezogen“, erklärt Stadträtin Uschi Schwarzl. Die notwendigen Bau- und Sanierungsarbeiten werden in zwei Etappen aufgeteilt. Die Realisierung des Sportplatzbereichs mit Kosten von rund 520.000 Euro ist von Anfang September bis Ende Oktober 2021 geplant. Die Arbeiten im Spielplatzbereich mit Kosten von rund 250.000 Euro erfolgen voraussichtlich im Frühjahr 2022.

Mehr Spielfläche auf der Hungerburg

Kinder brauchen Freiraum, um sich zu entfalten. „Umso erfreulicher ist es, dass die Kinder, welche den städtischen Kindergarten auf der Hungerburg besuchen, den ganz in der Nähe liegenden Garten der Kinderfreunde zum Spielen, Erholen und Herumtollen nutzen können“, betont Elisabeth Mayr und bedankt sich beim Verein Kinderfreunde Tirol, die der Stadt diese Nutzung kostenlos ermöglichen. Die Nutzungsvereinbarung wurde vom Stadtsenat einstimmig angenommen.

Themenweg Petrus Canisius

Die Diözese Innsbruck widmet ihrem Diözesanpatron Petrus Canisius anlässlich seines 500. Geburtstags heuer ein Gedenkjahr. „In Erinnerung an das Leben und Wirken des Innsbrucker Diözesanpatrons plant die Mittelschule Rum die Errichtung eines Themenwegs“, erklärt Bürgermeister Georg Willi. „Dabei werden entlang des Canisiuswegs bis zum Canisiusbrünnl insgesamt zwölf Tafeln aufgestellt.“ Als Eigentümerin der betreffenden Grundstücke stimmte die Stadt Innsbruck der unentgeltlichen Realisierung des Themenwegs „Petrus Canisius“ zu. Das wurde vom Stadtsenat mehrheitlich befürwortet. Außerdem wird sich die Stadt an den Herstellungskosten mit einem finanziellen Beitrag beteiligen.

Notfallplan

„Die Stadt Innsbruck braucht dringend ein sattelfestes Budget für das Jahr 2022“, sokommentiert FPÖ-Stadtrat und Stadtparteiobmann, Rudi Federspiel, den Abgang des Kurzzeit-Finanzdirektors Mag. Johannes Müller. „Was derzeit in der Stadt abgeht, sowas hat es noch nie gegeben, denn der glücklose Finanzdirektor war von Anfang an überfordert“, stellt Federspiel fest. Für den FPÖ-Politiker braucht es daher einen Notfallplan: „Der amtierende Stellvertreter von Mag. Müller, Mag. Hannes Verdross, geht nun Ende Juni 2021 in Pension, somit gibt es niemanden, der ein Budget erstellen kann.“
Federspiel weiters: „Der personelle Engpass in der Finanzdirektion der Stadt Innsbruck braucht nun einen Notfallplan, denn Bürgermeister Georg Willi hat die gestrige Sitzung des Finanzausschusses fluchtartig verlassen.“ Abschließend merkt der FPÖ-Stadtrat an: „Der Abgang Mag. Müllers beweist, dass diese grüne Personal und Hinterzimmerpolitik endgültig ein Ende haben muss, bevor das Ansehen der Stadt Innsbruck als Arbeitgeber noch mehr leidet, und überhaupt niemand mehr im Magistrat arbeiten will.“

Baustopp KG Arzl

„Es ist schlichtweg ein Skandal, dass Bürgermeister Georg Willi dem ehemaligen Grundbesitzer einen Gesprächstermin verweigerte, mit dem Ergebnis, dass der Bau des Kindergartens in Arzl gestoppt wurde, und die Stadt Innsbruck eine Klage am Hals hat!“, so Gemeinderat Gerald Depaoli. „Wie üblich ist natürlich Bgm. Georg Willi um keine Ausrede verlegen, und jetzt muss er wieder einmal versuchen ein Problem zu lösen, welches es ohne ihn überhaupt nicht gegeben hätte!“, so GR Gerald Depaoli in der Aussendung weiter, der hofft, dass zum Wohle der Kinder eine schnelle und unbürokratische Lösung gefunden werden kann, damit der neue vergrößerte Kindergarten in Arzl zeitgerecht eröffnet werden kann.„Selbstverständlich kann man auch in dieser Angelegenheit, wie sooft bei Bgm. Georg Willi in den letzten 3 Jahren, wenn er wieder einen Bock geschossen hat, nicht einfach zur Tagesordnung übergehen! Deshalb wird das Gerechte Innsbruck bei der kommenden Gemeinderatssitzung eine dementsprechende kurze Anfrage einbringen, über deren Anfragebeantwortung bei der Gemeinderatssitzung im Juli diskutiert werden soll! Bürgermeister Georg Willi wir dem Innsbrucker Gemeinderat erklären müssen, warum er dem ehemaligen Grundbesitzer einen Termin verweigerte,“, sagt Gemeinderat Gerald Depaoli.

Keine Ausrede

"Das bisherige Versagen in Verhandlungen zu Bartlmä kann keine Ausrede für die Unfälle in der Sillschlucht sein", hält die Liste Für Innsbruck in einer Aussendung fest: Rund um die Debatte der Unfälle in der Sillschlucht meldete sich schlussendlich doch auch der Bürgermeister zu Wort. Dabei schreckt er nicht davor zurück, die Unfälle in Verbindung mit seinem fehlendem Verhandlungsergebnis zum Kultur und Veranstaltungszentrum Bartlmä zu bringen. Entgegen der Behauptung des Bürgermeisters, befürworten nahezu alle Fraktionen die Umsetzung - bis dato liegt jedoch kein konkretes Verhandlungsergebnis des Bürgermeisters vor, über das eine Abstimmung hätte erfolgen können. Dies bestätigte erst kürzlich auch die Grüne Klubobfrau. "Das Projekt Bartlmä wird von nahezu allen Fraktionen befürwortet, doch liegt bis heute kein Verhandlungsergebnis vor, über das man hätte abstimmen können. Die ersten kolportierten Preise waren zu hoch, wie auch der Bürgermeister uns kundgetan hat. Seither herrscht Stillstand bei diesem Projekt", so Für Innsbruck Klubobmann GR Mag. Lucas Krackl.

Der Preis hat Grenzen

"Der Preis für Gewerbegrundstücke liegt in guten Lagen bei 400-500 Euro pro m². Ich glaube es ist einfach für jeden nachvollziehbar, dass die Stadt keinen Gewerbegrund um über 1.500 Euro pro m² kaufen kann, noch dazu wenn viele Unwägbarkeiten der Sanierung und Kontamination nicht geklärt sind. Das sollte dem Bürgermeister klar sein und bei den Verhandlungen helfen", so Für Innsbruck Wirtschaftsstadträtin Mag. Christine Oppitz-Plörer.

Falsche Behauptung wird zurückgewiesen

"Selbst wenn alles klar wäre und wir heute das Areal ankaufen würden, könnten wohl erst in 1-2 Jahren Veranstaltungen dort stattfinden. Die Behauptung, dass eine Mehrheit im Gemeinderat das Projekt verhindert und damit zu den Unfällen in der Sillschlucht beigetragen hat ist höchst unredlich und wird auf das Schärfste zurückgewiesen. Bürgermeister Willi soll den Leuten nicht Sand in die Augen streuen und auf dem Rücken der Opfer Politik machen, sondern seine Arbeit erledigen und Verhandlungsergebnisse zur Beschlussfassung vorlegen", so Oppitz-Plörer.

Verantwortung tragen

"Es ist höchst an der Zeit, dass Herr Willi seiner Verantwortungspflicht endlich nachkommt und nicht permanent die Schuldigen wo anders - insbesondere bei den politischen Mitbewerbern - such. Es liegt in der Verantwortung des Bürgermeisters, ein Verhandlungsergebnis auf den Tisch zu legen. Wenn er das nicht schafft, liegt die Verantwortung einzig und allein bei ihm, auch wenn das grüne Märchen dazu noch so schön klingen mag", schließen Oppitz-Plörer und Krackl unisono.

Weitere Nachrichten aus Innsbruck finden Sie hier

Du möchtest regelmäßig Infos über das, was in deiner Region passiert?

Dann melde dich für den meinbezirk.at-Newsletter an

Gleich anmelden

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Folge uns auf:
Die Bezirksblätter immer mit dabei! Mit der praktischen ePaper-App.


Gleich downloaden!

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen