Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramm (TSSP)
Alpenverein fordert umfassenden Beteiligungsprozess

Geplanter Skigebietszusammenschluss Hochoetz-Kühtai über Schafjoch und Feldringer Böden. Die Feldringer Böden sind ein weitgehend naturbelassenes Hochplateau westlich von Kühtai auf 2.000 m Seehöhe. Durch die gute Erreichbarkeit und die lawinensichere Lage ist das Gebiet bei Familien und Tourengehern äußerst beliebt. Eine skitechnische Erschließung und Nutzung mit fünf Liften und einer Talabfahrt würde der Natur schweren Schaden zufügen. Dass Projekte wie dieses mit dem neuen TSSP Wirklichkeit werden könnten, steht für den Alpenverein außer Zweifel.
  • Geplanter Skigebietszusammenschluss Hochoetz-Kühtai über Schafjoch und Feldringer Böden. Die Feldringer Böden sind ein weitgehend naturbelassenes Hochplateau westlich von Kühtai auf 2.000 m Seehöhe. Durch die gute Erreichbarkeit und die lawinensichere Lage ist das Gebiet bei Familien und Tourengehern äußerst beliebt. Eine skitechnische Erschließung und Nutzung mit fünf Liften und einer Talabfahrt würde der Natur schweren Schaden zufügen. Dass Projekte wie dieses mit dem neuen TSSP Wirklichkeit werden könnten, steht für den Alpenverein außer Zweifel.
  • Foto: ÖAV/tiris
  • hochgeladen von Bezirksblätter Tirol

TIROL. Die neue Fassung des Tiroler Seilbahn- und Skigebietsprogramms (TSSP) stößt auf scharfe Kritik von Seiten des Alpenvereins. Dass die Befürworter nun einen "beschwichtigenden Ton" anschlagen und vorgeben, "der Entwurf enthalte [...] keine fundamentalen Änderungen" ist für den Alpenverein ein Warnsignal. 

Begriff der "Neuerschließung wird ausgehöhlt"

Zwar steht im TSSP-Entwurf schwarz auf weiß, dass Neuerschließungen nicht zulässige seien, jedoch kann man im anschließenden Absatz sogleich eine "Aushöhlung" des Wortes Neuerschließung festmachen. Das Zauberwort heißt nun: Erweiterung, wie es  Juristin Liliana Dagostin erläutert. 

Aus den offenen Formulierungen befürchtet Dagostin eine Möglichkeit der "Zusammenlegung" gewisser Skigebiete. "Und zwar eine wie die beabsichtigte Zusammenlegung der Gebiete von Hochoetz bis ins Kühtai über die Feldringer Böden."

"Einwohner müssen sich wehren"

Gegen die Auswirkungen des neuen Seilbahnprogramms müsse sich die betroffene Bevölkerung wehren, fordert der Landesverbandsvorsitzende, Gerald Aichner. Vielen wäre leider auch noch gar nicht bewusst, wegen fehlender Einbindung im Entscheidungsprozess , mit welchen Auswirkungen sie zu rechnen haben. 

Der Alpenverein fordert nun eine Verlängerung des bestehenden Seilbahnprogramms. Erst wenn es zu einem umfassenden Beteiligungsprozess "aller relevanten Interessensgruppen ein zufriedenstellendes Ergebnis" gibt, könne mann mit dem Programm beginnen. 

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
Vorschläge durch das TFA für das Tiroler Seilbahn- und Schigebietsprogramm

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