Gemeinderätliche Sommer-Pause: Mit Abstand zum Alltagsgeschäft. Politisches Grusel-Kabarett kindergerecht erklärt
Eine spätsommerliche Gutenacht-Geschichte: Die Prinzessin & der fremdländische Frosch. Erster Teil

Passend zur fortgeschrittenen Zahl unserer Lebenslenze, erzählen wir heute unsere lehrreiche Geschichte, wie es kam, dass wir gleichsam als verhexter Frosch aus dem fernen Lande genannt Innviertel durch die Wirren eines angeheiterten Schicksals nach Tirol, genauergesagt nach Innsbruck kamen, um dort ungekrönt & leider auch ungelohnt politisch beratend zu wirken.

Dies ist ein zum Märchen umgeschmückter Tatsachenbericht, großzügig in den Zeit-Abläufen, aber minutiös wahr in den - wenn auch metaphorischen - Inhalten. Alles hat sich wirklich so zugetragen...bei unsrer Ehr!

Also liebe Kinder, folgendes hatte sich zugetragen:
In  jenem fremden Land, das in Tirol kaum jemand kennen mag, wiewohl der Vaterfluß Inn dorthin fliessen soll, um sein Leben im Mutter-Strom der Donau, die kennt ihr...? Die Donau, genau! Ja, dahin fliesst der Inn ins Innviertel,

wo er sich sozusagen selbstvergessen in die Donau ergießt,
und sohin seine Existenz beschließt,
um in der Mutter aufzugehn,
damit in auch die Wiener sehn...

oki, nun nach dieser heimatlichen Naturkunde in Reimform nun wieder in die ernüchternde Prosa dieser politischen Gute-Nachtgeschichte.
In diesem Innviertel lebte ein Prinz, der recht sorg- & ahnungslos von den Gefahren der Welt im Allgemeinen & der Frauenwelt im Besonderen in den Tag hineinlebte, als gäb es keine Sorgen & Plagen, als wäre er ein Kater im Gefolge ebenso sorgenfreier Katzen, als der freisten & eigenwilligsten Vierbeiner in Gottes Lustgarten zur ewigen Glückseeligkeit. Doch weil der Teufel niemals schläft & neben seinem Hang zur Genauigkeit einen hervorragenden Draht zum schönen Geschlecht hat, kam es dass der Prinz unter das begehrliche Auge seiner begehrenswerten aber durchaus fragwürdigen Stiefmutter geriet, was dem väterlichen König gar nicht gefiehl.

So fiel er in Ungnade & dem Bann-Fluch eines Hexen-Zirkels zum Opfer, der womöglich im Auftrag monarchischer Kreise handelte, genaues ist aber nicht bewiesen...jedenfalls wurden wir, Prinz  Heinrich in einen Frosch verwandelt & von unserer Stiefmutter in einem Anfall hysterischer Gleichgültigkeit in die tosende Salzach geworfen.

Nun der Mund der Salzach führt, wie ihr vielleicht noch wisst, zum Inn & so wäre der verfroschte Prinz womöglich in ein Kalifat am schwarzen Meer mit der Donau abgetrieben worden, hätte er nicht kraft seines königlichen Geblüts mit ganzem Herzen gegen den Strom angepaddelt & gestrampelt. Ohne Ziel & Richtung der machtvollen Ströme zu kennen, schwamm er instinksicher gegen den Strom der wässerlichen Massen & eh er sichs versah, war er zu Innsbruck angelandet, besser angestrandet.

Dort herrschte wieder einmal Hochwasser & so spülte ihn die Gnade des gerechten Weltenlenkerns direkt in die Brunnenanlagen des städtischen Magistrats & nach etwa 30 Jahren geriet der gereifte Frosch, in welchem der Lebenszauber des Hexen-Zirkels ja nachhaltigst nachwirkte, soverraten & sogeraten völlig vermögenslos in die herrschaftlichen Gärten der amtierenden Prinzessin.

Die Prinzessin war ihrem einstigen Ziehvater nachgefolgt & konnte nun über die gesamten Stadt-Schätze beinah frei verfügen. 

Beinah frei, denn sie hatte sich ja mit ihren Beamten in demokratischen, FAST SCHON REPUBLIKANISCHEN (!!!) Verhältnissen dem gemeinderätlichen Volke gegenüber zu rechtfertigen. Die Republik ist ja der Gegensatz zur Monarchie, aber das braucht euch nicht zu kümmern, denn das ist ja schon staatslenkerisches Spezialwissen, & beliebt den Iovis, nicht den Bovis. Kleines Jon-Bovi-Lateiner-Späßchen...seit froh, dass es fast kein Latein mehr gibt, weil weniger Fünfer in der Schule & deshalb gesünderer Schlaf nach Schul-Feierabend!

Als die Prinzessin nun einmal von den wichtigen Staatsgeschäften ermattet in den städtischen Gärten ihres Wirkungsreiches lustwandelte, entdeckte sie auf dem schmucklosen Grunde eines Brunnens ihrer Regierungszeit mich, Heinrich, den hexen-verdammten Vaganten aus den fernen dennoch anverwandeten Ob-Östreich-Landen. Neugierig hüpften wir empor, als die Prinzessin - uns gewahr -  entsetzt schrie:

"Ihhh!! Was für ein ekelig Getier, ach wie grauet mir!!!"

Der Frosch erschrocken unisono: " Ahhrrrrrhhh! Mei wia scheen, was dürfen unsre Äuglein sehn?"

Die Prinzessin: "Ei der Daus, der Frosch kann sprechen, dafür muß das Volk im Cabaret & Zirkus Eintritt blechen. Diesen Frosch, den krall ich mir, schwupp ins Gurkenglas & ins Rathaus mir!"

Und so wurde der Frosch wie eine grüne Eminenz einer der 40 stadtgemeinderätlichen Berater & er höchstselbst authentischer Fürsprecher der Armen &  der bedrängten Lebewesen in Herrgotts Tirol, respektive der Hauptstadt Innsbruck.

Böse Zungen der absolut-monarchischen Reaktion behaupten dies sei das Ergebnis demokratischer Wahlen gewesen, doch Demokratie & Diktatur schließen einander ja nicht aus, so soll es im benachbarten Germanien, sogar eine deutsch-demokratische Republik gegeben haben, was wieder einmal bestätigt, dass der wahre Feind von den Niedrig-Gesinnten stehts im königlichen Empfinden um Reinheit & Einheit des Staatsganzen vermutet wird.

Bevor es euch zu akademisch wird, ihr lieben Schlafnasen, sei euch noch bedeutet, wie die Geschichte weitergeht. Das nächste Mal erfahrt ihr, wie der Frosch Heinrich dem Schatzmeister von Innsbruck empfiehlt, ein Schutz-Geflies zur Sicherung & Vermehrung der Schätze des Hofes, der Burg, und der ganzen Stadt zur Nährung der Vasallen & dem nützlichen Getier anzulegen. Der Frosch kündet sein Zauberwort "TREASURY", ein altes Piratenwort, das wohl immer einen SCHATZ-PLAN bedeutet & der seiner Natur gemäß grüne Rat Heinrich versucht zu erklären, was man von Bankster-Piraten a la Henry Morganeder entpiratisierend dem öffentlichen Wohle zuliebe übernehmen könnte, wenn man wollte, oder es das Staats-SOLL es uns sollte.

Ein kleines Buchhalterspässchen zum Schluss, aber spätestes hier dürft ihr schön einschlafen, nicht wahr liebe Kinder? Gute Nacht, hei, hei...ahoi!

Autor:

heinrich stemeseder aus Innsbruck

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