Parkraumbewirtschaftung
Erhöhungspläne sorgen für Diskussionen

Die geplante Gebührenerhöhung um 43 Prozent bei den Parkgebühren sorgt für Diskussionen.
  • Die geplante Gebührenerhöhung um 43 Prozent bei den Parkgebühren sorgt für Diskussionen.
  • Foto: Stadtblatt
  • hochgeladen von Georg Herrmann

Zahlreiche Reaktionen und viele Diskussion hat der Stadtblatt-Artikel auf meinbezirk.at/innsbruck zur geplanten 43 prozentigen Erhöhungen der Parkgebühren hervorgerufen. Die Pläne stossen vorwiegend auf Unverständnis und Ablehnung.

INNSBRUCK. Der Stadtblattartikel über das E-Mail zur geplanten Erhöhung der Parkgebühren in Innsbruck sorgt für Aufregung. Im Rahmen des Anhörungsverfahrens hat die zuständige Abteilung die Pläne für eine 43 prozentige Erhöhung der Gebühren präsentiert. Derzeit liegt die Gebühr für 30 Minuten Parken bei 0,7 Euro, in Zukunft soll die Gebühr bei 1 Euro liegen.

43 Prozentige Erhöhung, so wird Parken zum Luxus: der Stadtblattartikel zum nachlesen

Erste Politreaktion

Die ersten Reaktionen der Gemeindefraktionen zum Stadtblattartikel: 

„Die Innsbrucker Volkspartei hat die Parkraumbewirtschaftung Neu, die von der damaligen Grünen Verkehrsstadträtin Sonja Pitscheider 2013 eingeführt wurde, immer abgelehnt. Daher ist es nur konsequent, dass wir auch dieser Gebührenerhöhung von den Grünen nicht zustimmen können“, so ÖVP-Verkehrssprecherin GR Mariella Lutz.

Ebenso spricht sich GR Gerald Depaoli vom Gerechten Innsbruck deutlich gegen die Erhöhung aus: "Wir sollen schon wieder zahlen für das Versagen und die Verschwendungssucht der vorigen grün, rot, gelb, schwarzen Stadtregierung." 

GR Tom Mayer
von der Liste Fritz sieht die Erhöhung als Anfang einer Belastungslawinen: "Die Folgen der Misswirtschaft der alten (zugleich neuen) Stadtregierung werden jetzt für alle spürbar. Jahrelang wurden Prestigeprojekte an den echten Bedürfnissen der Bürger vorbei realisiert und jetzt, wo kein Geld mehr da ist, werden die Gebühren erhöht. Und das ist erst der Anfang."

Für die Innsbrucker Sozialdemokraten ist es wichtig, Gebührenerhöhungen im sozialen Bereich zu verhindern. "Es wurde alles auf Mehreinnahmen - also höhere Gebühren - abgeklopft. Die Bildung kommt für uns nicht in Frage: Wenn eine Entscheidung zwischen Mittagessen für unsere Jüngsten oder höheren Parkgebühren zu treffen ist, spricht sich die SPÖ klar für die Kinder aus.", hält StR Elisabeth Mayr fest.

GR Mesut Onay
von der Alternative Liste analysiert das Vorhaben: ""Die Parkgebühren werden nicht teurer weil die Öffis billiger werden und Innsbruck eine Mobilitätswende einleiten möchte, sondern weil die alte und neue Stadtregierung Innsbruck mit dem Patscherkofeldesaster und anderen Prestigeprojekten in die Schuldenfalle getrieben hat und da jetzt mit weiteren Erhöhungen der Lebenserhaltungskosten herauskommen möchte. Der Protest der Bevölkerung ist absolut berechtigt."

Eine ablehnende Haltung kommt auch von GR Markus Lassenberger (FPÖ Innsbruck): "Man versucht hier erstens Geld in die Stadtkasse zu bekommen und die Autos aus der Stadt zu vertreiben. Es ist der Stadträtin scheinbar nicht genug Parkplätze zu vernichten sondern die noch vorhandenen unattraktiv zu machen. 1 Euro pro halber Stunde ist einfach zu viel. Die Innenstadt und vor allem die Wirtschaft könnte darunter leiden."

Auch aus Reihen der Wirtschaft gibt es erste Reaktionen. Die freiheitlichen Wirtschaftsvertreter Winfried Vescoli und Christian Huber (FW-Tirol) kritisieren die Pläne heftig. "Damit wird der Wirtschaftsstandort Innsbruck vehement geschwächt und einige Stadtpolitiker unterstreichen ihre wirtschaftliche und unternehmerische Feindseligkeit", meinen Vescoli und Huber unisono. "Wer Parkgebühren erhöht, der muss sich im Klaren sein, dass immer weniger Leute mit dem Auto in die Stadt fahren und damit die Kundenfrequenz automatisch sinkt“, schlägt VP-GR Lutz in dieselbe Kerbe der wirtschaftlichen Konsequenzen dieser neuen Belastung.

Diskussionen auf der Stadtblatt-Facebookseite

Auch in den sozialen Netzwerken sorgen die Pläne für Diskussionsstoff. Auf der Facebookseite des Stadtblatts unter www.facebook.at/stadtblattinnsbruck spricht sich der überwiegende Teil gegen die Erhöhung aus. Eine der wenigen Befürworter ist Manni Schneiderbauer, grüner Ersatzgemeinderat: "Wir brauchen Kostenwahrheit im Verkehr. Angemessen hohe Parkgebühren sind ein Zwischenschritt dort hin. Autofahren verursacht sehr hohe Kosten für die Allgemeinheit, die auch Nicht-Autofahrende mittragen müssen. Der Raum in unseren Städten, gerade in Innsbrick, ist zu wertvoll, um ihn weiterhin dem Privat-Auto zu opfern. Höhere Parkgebühren bedeutet weniger Autos. Wir haben schließlich sehr gute und günstige Öffis! Innsbruck wird lebenswerter und die Flächen werden gerechter verteilt." Peter Paul Bolder, Unternehmer in der Altstadt meint: "Mehr Parkgebühren sind das perfekte Programm für mehr Konzerne, mehr Amazon, mehr Zerlando, mehr Einkaufskonzerne auf der grünen Wiese und weniger EPU, KMU und eigentümergeführte Einzelhandelsgeschäfte. Eigentlich diametral dazu was grüne Politik wollen sollte!"

Hier geht es zur Facebook-Diskussion:

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