Transitverkehr
EU unterstützt Tirol bei der Verlagerung auf die Schiene

Der Transitverkehr soll großteils von der Straße auf die Schiene verlagert werden

TIROL. EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani aus Italien will in Zukunft die Brennerautobahn vom LKW-Verkehr befreien. Tirol freut sich über die Unterstützung

„Ich danke Parlamentspräsident Tajani für seine klaren und unmissverständlichen Worte. In Tirol ist die Kapazitätsgrenze beim Transitverkehr bereits überschritten. Es ist gut, wenn das Europäische Parlament diese Einschätzung teilt und Tirol und Südtirol dabei unterstützt, den Transitverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern", hält VP Nationalratsabgeordnete Rebecca Kirchbaumer fest.

Weitere Schritte der Tiroler Nachbarn

Aktuell übernimmt die EU die Hälfte der Kosten des Brennerbasistunnels und sieht diesen auch als prioritäres Infrastrukturprojekt. 
Damit der Basistunnel seine volle Wirkung entfalten könne, sieht Tajani auch Tirols Nachbarn Deutschland und Italien in der Pflicht. Kirchbaumer ergänzt:
„Um Tirol nach der Eröffnung des Brennerbasistunnels nachhaltig zu entlasten ist es notwendig, die Zulaufstrecken von München bis Verona auszubauen und damit sicherzustellen, dass der Güterverkehr mittelfristig hauptsächlich auf der Schiene durch Tirol fließt.“

Transitproblem darf nicht größer werden

„Weitere Verzögerungen beim Ausbau der Zulaufstrecken müssen unbedingt vermieden werden. Dazu bedarf es auch einer zügigen Trassenplanung. Sonst könnte es passieren, dass das Transitproblem auch nach Eröffnung des Brennerbasistunnels größer wird, anstatt gelöst zu werden“, so Kirchbaumer abschließend.

ÖVP-Verkehrssprecher Florian Riedl begrüßt ebenfalls die Unterstützung aus dem EU-Parlament: „Tajanis Forderung ist ein eindeutiger Rückenwind für Tirols restriktive Haltung beim LKW-Transitverkehr. Die Reduktion des Lkw-Verkehrs auf der Brennerautobahn ist eine Aufgabe, die wir nur länderübergreifend meistern können. Die klaren Worte von Tajani, der ja aus Italien stammt, zeigen, dass es auf europäischer Ebene eine wachsende Sensibilität dafür gibt, dass es bei der Organisation der Warenströme eine Systemänderung benötigt. Tajani ist gefordert, dieses Bewusstsein vor allem in seinem Heimatland Italien weiter zu stärken. Ich bin überzeugt, dass er als ehemaliger EU-Kommissar für Unternehmen nach wie vor hervorragende Kontakte zur italienischen Frächterlobby hat, die leider keine Gelegenheit auslässt, um die von Tajani skizzierten Pläne zu torpedieren.“

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