Gewaltschutzplan für von Gewalt bedrohte Frauen gefordert

Im Tirol fehlen nach EU-Vorgaben rund 35 Plätze in Frauenhäusern oder Notschutzwohnungen.
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TIROL. In Tirol gibt es immer noch zu wenig Plätze für Frauen, die vor Gewalt in der Familie fliehen. Bereits "seit 2013 wird der Neu- und Ausbau des autonomen Frauenhauses versprochen. Immer noch ist kein Spatenstich erfolgt. In Österreich fehlen rund 70 Frauenhausplätze. Die Hälfte davon in Tirol. Im Vorjahr konnten 200 Frauen in Tirol nicht aufgenommen werden“, so Landesfrauenvorsitzende GRin Selma Yildirim und NRin Gisela Wurm, SPÖ-Frauensprecherin im Parlament.

Antrag im Landtag - Gewaltschutzplan

Im Antrag der SPÖ wird die Landesregierung aufgefordert, bis Ende des Jahres 2017 einen flächendeckenden Gewaltschutzplan für das Land Tirol zu erarbeiten. Daraus soll dann ein Maßnahmenkatalog abgeleitet werden.
Begründet wird dieser Antrag damit, dass bereits 2013 eine Erweiterung der Frauenschutzzentren um 16 Betten versprochen wurde. Bis dato ist diesbezüglich nichts geschehen. Weiters wird als Begründung angegeben, dass in Österreich - nach EU-Vorgaben - immer noch rund 70 Frauenhausplätze fehlen. Rund die Hälfte davon fällt auf Tirol.

Lange Wartelisten

Im ergangenen Jahr konnten mussten rund 200 Frauen, die vor Gewalt in der Familie geflohen sind, abgewiesen werden. Die Wartelisten sind lang. Dieser Zustand sei für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder untragbar, so weiter im Antrag. Vor allem im Tiroler Oberland würden Plätze in Schutzeinrichtungen fehlen. Hier seien dringend Frauenhausplätze oder Notwohnungen notwendig.

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