Fit für die Arbeitswelt 4.0
Gewerkschaftsjugend Tirol fordert digitale Grundausbildung

Tirols Gewerkschaftsjugendvorsitzender Thomas Spiegl
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TIROL. Die Gewerkschaftsjugend Tirol fordert eine digitale Grundausbildung bereits ab der ersten Schulstufe. Kinder sollen so früh wie möglich mit den Chancen, aber auch mit den Risiken der Digitalisierung vertraut gemacht werden.

„Wir müssen es schaffen, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht nur Daten sowie technologische Entwicklung!“, fordert Tirols Gewerkschaftsjugendvorsitzender Thomas Spiegl angesichts der Digitalisierung unserer Arbeitswelt. Für den Gewerkschafter ist klar, dass bereits im frühen Alter damit begonnen werden muss, junge Menschen mit dem digitalen Zeitalter vertraut zu machen.

Chancen erkennen, Gefahren abwehren

Maßnahmen braucht es laut Tirols ÖGB-Vorsitzendem Philip Wohlgemuth auf allen Ebenen: von der Elementarpädagogik bis hin zu Weiterbildung und Umschulung im Erwachsenenalter.„Ziel des technologischen Fortschritts muss die Verbesserung des Alltags aller Menschen und die Erleichterung der Arbeitswelt aller ArbeitnehmerInnen sein“, ist er überzeugt. Neben den Bereichen Datenschutz, prekärer Beschäftigungsformen wie Crowdwork sowie der Entgrenzung von Arbeitszeit und Arbeitsort sieht er vor allem die entsprechende Qualifizierung der Beschäftigung als große Herausforderung.

Digitalisierung in der Lehrausbildung

Gefordert werden unter anderem der Einsatz digitaler Hilfsmittel in der Lehrausbildung, didaktische Aufbereitung von eLearning-Angeboten, Erarbeitung von Qualitätsstandards für digitale Hilfsinstrumente, Internetzugang und passende technische Ausstattung für alle Lehrlinge, Nutzung von eLearning-Tools in der Arbeitszeit und „Angewandte Informatik und digitale Grundausbildung“ als Pflichtfach in der Berufsschule. "Wir müssen dringend nachrüsten und bei der Ausbildung, auch bereits in der Elementarpädagogik ansetzen“, argumentiert Spiegl. Bereits in der Schule – in allen Bildungsstufen – soll eine entsprechende Ausbildung verankert werden, Lehrpersonal müsse entsprechend geschult werden.

Beteiligung an Gewinnen

Wohlgemuth verweist zudem auf den finanziellen Aspekt: „Derzeit hängen etwa sechzig Prozent der Staatseinnahmen am Arbeitsvertrag, seien es Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und vieles mehr. Wenn Jobs aufgrund der Digitalisierung wegfallen, wird das künftig nicht mehr möglich sein. Wir benötigen daher eine Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme und Beteiligung der ArbeitnehmerInnen an den Digitalisierungsgewinnen!“

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Tirols Gewerkschaftsjugendvorsitzender Thomas Spiegl
Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth

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