Neujahrsansprache
Günther Platter ist zuversichtlich für 2019

LH Günther Platter blickt in seiner Neujahrsansprache zuversichtlich in das Jahr 2019.
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  • Foto: Land Tirol/Sidon
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TIROL. Landeshauptmann Günther Platter blickt in seiner Neujahrsansprache positiv ins Jahr 2019. Hier seine Neujahrsansprache im Wortlaut.

Liebe Tirolerinnen, liebe Tiroler!
Ein Jahr mit vielen Herausforderungen ist zu Ende gegangen. Und heute beginnt ein neues Jahr. Auch 2019 wird uns die ein oder andere Frage sicher wieder auf die Probe stellen.

Im abgelaufenen Jahr haben wir uns mit wichtigen Eckpunkten unserer Geschichte beschäftigt. Im Mittelpunkt standen die Jahre 1918 und 1938.

Wenn man an den Ersten Weltkrieg denkt, dann bleiben vor allem Zerstörung und Leid in Erinnerung. Abertausende Tote, große Armut und Verzweiflung – und das Auseinanderreißen unserer Heimat. Aber mit dem Ersten Weltkrieg war der Schrecken noch nicht zu Ende.

Der Anschluss Österreichs und noch viel mehr die fürchterliche Pogromnacht machten deutlich, in welch schlimme Richtung sich die Welt bewegte. Es war mir wichtig, dass wir im vergangenen Jahr dieses Gedenken sehr ausführlich begangen haben – mit einer Reise nach Israel mit den verschiedenen Glaubensgemeinschaften. Denn das Lernen aus der Geschichte ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir unser Land, unsere Gesellschaft gut weiterentwickeln können.

Wir müssen den sozialen Zusammenhalt und den gegenseitigen Respekt immer wieder neu pflegen. Allem, was unsere Gemeinschaft spaltet, müssen wir entschieden entgegentreten. Das sind Lehren aus unserer Geschichte. Die müssen wir an die jungen Menschen im Land weitergeben.

Ich möchte aber heute einen Blick in die Zukunft werfen.

Ich bin der Überzeugung, dass wir die hohe Lebensqualität, die wir in Tirol gemeinsam geschaffen haben, nicht nur sichern, sondern ausbauen werden.

Eines ist mir dabei sehr wichtig: Mit dem Budget, das der Landtag im Dezember beschlossen hat, ist die Basis für seriöse Politik gelegt. Wir werden das achte Mal in Folge keine neuen Schulden machen. Damit werden unseren Kindern und Enkelkindern keine Lasten aufgeladen.

Mein größter Wunsch für das Jahr 2019 ist aber, dass der soziale Friede in Tirol weiterhin so gut bleibt wie in den vergangenen Jahren. Grundvoraussetzung dafür ist das nachhaltige Wirtschaften, damit wir sicherstellen, dass in unserem Land niemand auf der Strecke bleibt.

In Tirol wird auch in Zukunft allen geholfen, die eine Hilfe benötigen. Ganz egal, ob bei Krankheit, Pflege, Arbeitslosigkeit, oder nach Naturkatastrophen, wie wir sie auch im letzten Jahr wieder erleben mussten. Denn in Tirol steht man zusammen wenn es nötig ist – und darauf bin ich stolz.

In diesem Jahr haben wir auch ganz sicher wieder beim Transit zu kämpfen. Wir werden hier keine Kompromisse eingehen: weder mit unseren Nachbarn im Norden und Süden, noch mit der Europäischen Kommission. Ich werde es nicht akzeptieren, dass einige immer noch den freien Warenverkehr über die Gesundheit der Tiroler Bevölkerung stellen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um die Belastung für Mensch und Umwelt zu reduzieren!

Auch bei einem zweiten Thema werden wir heuer Fortschritte machen. Da geht es um leistbares Wohnen in Tirol. Mit einem Bündel an Maßnahmen werden wir dafür sorgen, dass mehr günstiger Wohnraum geschaffen wird.

Meine Damen und Herren!

Neben diesen beiden „Dauerbrennern“ werde ich mit der Landesregierung auch weitere Themen in Angriff nehmen: allen voran die langfristige Sicherung unseres Pflegesystems. Hier wollen wir den hohen Standard im stationären Bereich halten und die pflegenden Angehörigen und die Pflege zuhause noch mehr unterstützen.

Auch die Gespräche, wie wir die Zukunft des Tourismus in unserem Land gestalten, werden wir weiterführen. Wir brauchen hier einen Konsens mit der Bevölkerung, denn der Tourismus ist entscheidend für den Wohlstand unseres Landes.

Natürlich gibt es auch dieses Jahr wieder den einen oder anderen Anlass, sich mit unserer Geschichte zu beschäftigen: Das Maximilian-Jahr wird an einen Herrscher erinnern, der an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit wichtige Weichen für unser Land gestellt hat.

Hingegen mahnt uns die Erinnerung an das Auseinanderreißen Tirols nach dem Ersten Weltkrieg. Wir müssen die Zusammenarbeit in einem grenzenlosen Europa pflegen und ich will der Bevölkerung den Nutzen Europas täglich spürbar machen.

Mir wird es auch heuer wieder sehr wichtig sein, dass die Kultur des Miteinanders in Tirol gepflegt wird. Natürlich gibt es immer wieder Meinungsverschiedenheiten zu Sachthemen. Diskussionen gehören geführt, aber sie müssen von gegenseitigem Respekt getragen werden – in der Politik genauso wie in der Gesellschaft und nicht zuletzt in den „sozialen“ Medien. Da kommt es auf jede und jeden Einzelnen an!

Liebe Tirolerinnen und Tiroler!

Wir können mit großer Zuversicht ins Jahr 2019 starten und uns gemeinsam den anstehenden Herausforderungen stellen. Dazu wünsche ich Ihnen und Ihren Familien viel Glück, Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit!

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