Kronprinz Platzgummer fordert nun sein Amt ein

Ex-Vize Platzgummer erfreut sich immer noch hoher Beliebtheit in der Bevölkerung.
  • Ex-Vize Platzgummer erfreut sich immer noch hoher Beliebtheit in der Bevölkerung.
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  • hochgeladen von Stephan Gstraunthaler

Lange war er in der Versenkung verschwunden. Nun meldet sich der ehemalige "Für Innsbruck"-Vizebürgermeister Christoph Platzgummer mit einem Paukenschlag zurück. Er steigt mit sofortiger Wirkung für die Innsbrucker ÖVP in den Ring um den Bürgermeistersessel. "Ich konnte mich im Sinne der Stadt nicht verweigern", erläutert Platzgummer seine Beweggründe, weshalb er dem Bitten von Franz Gruber nachgegeben hat, die Spitzenkandidaten-Position zu übernehmen. "Eigentlich spielte die Politik in meiner Lebensplanung keine Rolle mehr. Doch dann kam das Angebot von Franz Gruber. Wir haben uns lange über diese Option unterhalten und für uns war der treibende Gedanke jener, dass wir die politische Landschaft in dieser Stadt und die ÖVP erneuern wollen. Wir wollen wegkommen von dieser kleinkarierten Politik der Einzelinteressen und uns wieder über Werte und die Zukunft unterhalten. Die Innsbrucker Politik braucht wieder Handschlagqualität", erläutert Platzgummer.

Schwerer Schritt und Risiko

Zugleich betont der nunmehrige Spitzenkandidat der VP, dass er keinerlei Rachegedanken gegenüber Oppitz-Plörer habe. "Ich will niemandem etwas heimzahlen! Ich möchte gemeinsam mit der ÖVP für diese Stadt arbeiten. Die Entscheidung ist mir auch nicht leichtgefallen. Ich habe mich im Vorfeld lange mit meiner Frau Andrea darüber unterhalten. Sie ist die feste Größe in meinem Leben. Erst ihre Bereitschaft, diesen Weg mit mir gehen zu wollen, hat mich dazu bewogen, zuzustimmen", so Platzgummer. "Mir ist bewusst, dass Franz Gruber und ich mit dieser Entscheidung ein großes persönliches Risiko eingehen", betont Platzgummer und schließt eine klare Ansage an: "Ja, ich möchte Bürgermeister werden!"

Gruber auf Platz zwei

Der bisherige Frontmann der Innsbrucker ÖVP, Vizebgm. Franz Gruber, betont, dass sein Rückzug auf den zweiten Listenplatz aus freien Stücken erfolgt ist und nichts mit den aktuellen Umfragewerten zu tun hat. "Jeder Chef eines modernen Unternehmens muss darauf achten, dass er neue Chancen, die sich durch neues Personal ergeben könnten, auch nutzt. Unser Unternehmen ist das bürgerliche Lager in Innsbruck und die ÖVP im Speziellen. Ich weiß, dass meine Entscheidung, die Spitzenkandidatur an Dr. Christoph Platzgummer abzutreten, richtig ist. Daher habe ich sie getroffen", erläutert Gruber. Auf die Frage, ob Platzgummer der bessere Kandidat sei als er selbst, antwortet Gruber offen: "Christoph Platzgummer ist der beste Bürgermeisterkandidat, den es in dieser Stadt gibt." Gruber selbst rückt auf Platz zwei seiner Liste zurück.

LH Platter segnet Deal ab

Auch der Landesparteichef Günther Platter begrüßt diese Lösung. "Das ist eine Entscheidung von Franz Gruber und Christoph Platzgummer. Für die Innsbrucker Volkspartei sowie das Angebot an die InnsbruckerInnen ist diese Personalie sicher eine Bereicherung", betont Platter.

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