Equal Pay Day
Lohnunterschiede in Tirol

Frauenlandesrätin Gabriele Fischer präsentiert anlässlich des Equal Pay Day am 9. Oktober die Landestatistik zum Einkommen in Tirol
  • Frauenlandesrätin Gabriele Fischer präsentiert anlässlich des Equal Pay Day am 9. Oktober die Landestatistik zum Einkommen in Tirol
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TIROL. In Österreich fällt der Equal Pay Day auf den 9. Oktober. Die Tiroler Landesstatistik zeigt, dass in Tirol die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern noch weit auseinander klafft.

Lohnschere wird sichtbar

Mit dem Equal Pay Day wird die Lohnschere zwischen Frauen und Männern sichtbar. Frauen verdienen in der Regel weniger als Männer. Um den Faktoren für den Lohnunterschied auf den Grund zu gehen, hat das Land Tirol diesbezüglich eine Studie speziell für Tirol in Auftrag gegeben. Diese Studie macht die Tendenzen der geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede und Merkmale „weiblicher” Erwerbsarbeit in Tirol sichtbar.

Arbeiten bis Silvester

Mit dem heutigen Tag haben Männer bereits das Einkommen erreicht, für das Frauen nich bis Silvester arbeiten müssen. Deutlicher kann sich die offensichtliche Lohnschere nicht zeigen. 
Doch wieso gibt es diese sogenannte "Gender Pay Gap"? Das liegt zum einen an der immer noch ungleichen Aufteilung von Erwerbsarbeit und unbezahlter Betreuungs- und Erziehungstätigkeit. Frauen werden durch das veraltete Gesellschaftsbild in die Teilzeitarbeit gedrängt und sind zu Unterbrechungen im Erwerbsleben gezwungen. Dies untersuchte auch die Studie des Landes Tirol. 

"Weibliche" Erwerbsarbeit in Tirol

Laut der Studie ist die Branche mit dem höchsten Anteil an weiblichen Erwerbstätigen das Gesundheits- und Sozialwesen. Der Frauenanteil betrug hier 72,8 Prozent. In den weiteren "weiblichen" Wirtschaftsbereichen zeigt die Studie einen deutlich geringeren durchschnittlichen Bruttostundenlohn für Frauen als für Männer. 
In der Lehre sind die Rollen jedoch immer noch sehr klassisch verteilt. Die männlichen Lehrlinge entschieden sich meist für einen technischen oder handwerklichen Lehrberuf. Die weiblichen Lehrlinge waren der dem Lehrberuf der Einzelhandelskauffrau oder speziell dem Handel zugeneigt. 

Maßname für Lohngerechtigkeit

Das Land Tirol entwickelte Maßnahmen, um der Lohnschere in Tirol einzudämmen. Zum Beispiel das Programm "FiT - Frauen in Handwerk und Technik".  Dies soll Frauen mehr zur Ergreifungen eines typischen Männerberufs ermutigen, denn diese Berufe werden generell besser bezahlt. 

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" fordert auch Liste Fritz

Wenn es ums Thema Lohngleichheit geht, schließt sich auch die Liste Fritz an. "Ein Lohnunterschied von 18,3 Prozent zwischen Männern und Frauen ist nicht schönzureden", klagt  Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider an. 
Besonders wichtig ist der Liste Fritz eine "Gehaltsanpassung bei den Mitarbeitern in der Pflege" und sieht dabei die Landesregierung in der Verantwortung. 

Mehr zum Thema auf meinbezirk.at:
Equal Pay Day - gleicher Lohn für gleiche Arbeit -

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