Interreligiösität
MRPI zu Besuch bei Innsbrucks Bürgermeister Willi – ein Rückblick auf sieben Jahre wirken

Stehend von links nach rechts: Univ.Prof. Dr. Timo Heimerdinger und Pfarrerin Assunta Kautzky, Ing. Max Valtingojer, Imam Samir Redzepovic, Mag. Thomas Lipschütz, Bürgermeister Georg Willi. Sitzend von links nach rechts: Dr. Johannes Wechner, Dr. Gabriele Doppler, Mag.a Magdalena Modler-El-Abdaoi, Bischof Gerhard Egger
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  • Stehend von links nach rechts: Univ.Prof. Dr. Timo Heimerdinger und Pfarrerin Assunta Kautzky, Ing. Max Valtingojer, Imam Samir Redzepovic, Mag. Thomas Lipschütz, Bürgermeister Georg Willi. Sitzend von links nach rechts: Dr. Johannes Wechner, Dr. Gabriele Doppler, Mag.a Magdalena Modler-El-Abdaoi, Bischof Gerhard Egger
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Die Mitglieder der MRPI (Multireligiöse Plattform Innsbruck) erstatteten letzte Woche dem Innsbrucker Bürgermeister Willi ihren Antrittsbesuch. Dabei lernte das Innsbrucker Oberhaupt nicht nur die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der MRPI, sondern auch einige deren Aktivitäten der letzten sieben Jahre kennen. Die Förderung von religiöser Toleranz, Verständnis, Respekt und Anerkennung unter den einzelnen Religionsgemeinschaften und zwischen den religiös unterschiedlichen Bürgerinnen und Bürgern stehen dabei im Vordergrund.

Die MRPI sieht sich auch als Teil der so wichtigen interreligiösen Bildungsarbeit und bemüht sich um Sensibilisierung und Wahrnehmungsschärfung, um Verbesserung von Sprachfähigkeit, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und nicht zuletzt um die Vermittlung von Wissen über Religionen und Weltanschauungen. Interreligiöse Bildungsarbeit und der gegenseitige Respekt wirkt Konflikten entgegen und fördern ein offenes Religionsverständnis.

Geschichte der MRPI

Die Multireligiöse Plattform Innsbruck wurde im Jahr 2011 gegründet. Damals starteten acht der staatlich anerkannten Religionen auf Einladung der Stadt Innsbruck mit einem gemeinsamen Auftritt (Friedensgebet) bei der MyDay - Jungbürgerfeier in Innsbruck. Einer der Gründe dafür war, dass sich die geladenen Jugendlichen, die aus unterschiedlichsten religiösen Traditionen stammen, wertgeschätzt und angesprochen fühlen sollen.
Die Mitglieder der MRPI (sie arbeiten alle ehrenamtlich mit) treffen sich regelmäßig alle 2-3 Monate, um verschiedenste Projekte zu planen und letztlich umzusetzen. Einige der seit 2011 umgesetzten Aktionen (in Summe 35) waren:

Gemeinsames Auftreten und Mitwirken bei religiösen Feierlichkeiten und Festen bei ALLEN in der MRPI vertretenen Religionen, wie z.B. bei der 50 Jahrfeier der Evangelischen Auferstehungskirche oder dem 50 Jahrjubiläum der Diözese Innsbruck, sowie die interreligiös e Abwicklung der alljährlichen „Langen Nacht der Kirchen“ als „Lange Nacht der Religionen“.
Multireligiöse Einweihung verschiedener Bauten, z.B. die Schule am Inn, das Wohngebäude St. Paulus, die Mutterer-Stubaitalbahnbrücke-Neu und letztlich das Haus der Musik in Innsbruck.

Und last but not least fördert die MRPI aktiv die Jugend in Form von regelmäßigen Treffen („Klatsch und Tratsch in verschiedenen Sprachen“) und durch Bildungsreisen in historisch-religiös interessante Orte, wie im Jahr 2015 nach Sarajevo oder nächstes Jahr nach Rom.

In dieser Plattform sind derzeit ehrenamtlich vertreten:

DI Özgür Erdogan (Alevitischen Glaubensgemeinschaft)
Julia Schumacher-Fritz (Altkatholische Kirche)
Dr. Gabriele Doppler (Buddhistische Religionsgesellschaft)
Pfarrerin Assunta Kautzky und Univ.Prof. Dr. Timo Heimerdinger (Evangelische Kirche)
Imam Samir Redzepovic (Islamische Glaubensgemeinschaft)
Mag. Thomas Lippschütz (Israelitische Kultusgemeinde)
Bischof Gerhard Egger (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage)
Ing. Max Valtingojer (Neuapostolische Kirche)
Mag. Gordana Nadler (orthodoxe Kirchen)
Dr. Johannes Wechner und Mag. Magdalena Modler-El-Abdaoi (Römisch-katholische Kirche)

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