Vom Sondergemeinderat zum Hausberg Innsbrucks
Patscherkofel-Kosten! Wer schon gegen den Schröcksnadel-Ankauf stimmte

Der Teufel liebt das Detail, vor allem, er schläft nicht. Wie wäre es sonst zu erklären, dass die Tiroler Tageszeitung zum Abstimmungstag im Jahre des Herrn 2014 den damaligen Gemeinderat Alexander Ofer ALS EINZIGEN GEGEN den Ankauf der Patscherkofelbahn stimmen läßt, wo doch ich, Heinrich Stemeseder für diesen im Einsatz stand und zu begründen suchte, warum ich, respektive wir, vehement schon gegen den Ankauf des  Hausberges eintraten und damit von allen nicht einmal milde belächelt wurden. Dass wir diese Linie durch alle Abstimmungen zum Projekt Patscherkofel durchgezogen haben, wird logisch begreifbar, wenn man sich die Mühe machte, den folgenden Denk-Duktus eigenständig mit zu bearbeiten.

Die Kollegin Daria Sprenger von der ÖVP hatte sich für Befangen erklärt, und sich somit der Abstimmung enthalten. Freundlicherweise hatte das Igler Stadtblatt meinen Namen richtigerweise angeführt und auch die Motivlage der Gemeinderätin Sprenger angesprochen.

Die Gründe für unsere Totalverweigerung dem nunmehrigen Finanzdesaster gegenüber, sollen heute nochmals dargestellt werden, mit einem pikanten Detail aus der Gemeindrats-Buffet-Lounge 2014, sowie mit den konkreten Hintergrund-Infos aus dem Sondergemeinderat vom 18. Juli 2019, an dem wir durch die antreibende Intervention des amtierenden Gemeinderats Gerald Depaoli zunächst widerwillig, schließlich aber pflichtergebenst teilgenommen haben. Was tut man nicht für eine bessere Welt, was bedeutet einem Heimat, wer veranwortet sich für Innsbruck, Tirol in unserem schönen Alpenraum?

Wir Innviertler gelten als gemütliche Lands-Typen, haben aber eine geradezu angeborene Instinkt-Sicherheit in der Anwendung der abendländischen Denk-Gesetze. Das ermöglicht uns mit logischen Schlüssen eine Beweisführung anzutreten, obwohl wir bei den Vertragverhandlungen zum Kauf des Patscherkofels mit dem Verkäufer, nämlich der Familie Schröcksnadel gar nicht anwesend waren.

Wir erklären unserer damalige rechts- vor allem steuerrechts-logische Mutung durch die lockere aber wörtliche Wiedergabe eines Pausen-Small-Talks mit dem hochgeschätzten Unternehmer & Politiker Rudolf Rudi Federspiel.

Ich, also zum Rudi & vor dem üblichen Pausen-Rudel an der Gemeinderats-Bar.

" Rudi, i glab i spinn. Der Professor Dr. Schröcksnadel kriagt den Kofel um an symbolischen Euro, betreibt dann ewig long a womeglich funktionierendes Steuermodell - wer zahlt schon gern Steuern - und jetzt wo es konjunkturell bedingt teier wurdat, kafn mia ins a steierrechtliche Liabhoberei, womeglich a Fassl ohne Boden und vergolden dem nu seine Steuer-Optimierung mit 10,7 Millionen Euro Steuer-Geld. Is des normal?"

Dazu also GR Rudolf Rudi Federspiel KKK, Kurz/Knapp/Knackig.

Cit.:"Des hätt i a gmocht."

Zugegeben, auch moralisch kann man sogar eine völlig steuerneutrale Unternehmensdarstellung damit rechtfertigen, dass man ja Arbeitsplätze schafft und hier entrinnt keiner der Steuerpflicht, wie auch der Geringste unter uns Steuerdienst tut indem er bloß existiert und konsumiert. Die Hälfte unseres Staatseinkommens entspringt dem Mehrwert der Umsatzsteuer! Dies als obiter dictum, nebenbei gesagt also, zum sogenannten BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMEN, das sehr wohl eine Grund-Bedingung voraussetzt, nämlich den lebendigen Menschen, denn umsonst ist nicht einmal der Tod, sogar die Städtische Armenfürsorge will finanziert sein. Steuertechnisch!

Aus der Sicht unseres heutigen Beitrages stellte überraschenderweise Bürgermeister Willi die entscheidende Frage dem Chef der Kontrollabteilung Fankhauser.

Willi: " War die alte Bahn zum Zeitpunkt des Kaufes überschuldet?"

Er meinte wohl VERschuldet, weil eine Überschuldung wäre ja wie die Zahlungsunfähigkeit ein zwingender Grund ein Konkursverfahren unverzüglich einzuleiten. Da das nicht der Fall war, können wir rechtslogisch nur von einer Verschuldung ausgehen. Ein Schelm, wer böses darüber dachte. Gut, oft lauert der Schelm unter dem Piratenhelm, doch wir halten uns an Regeln, gerade wenn wir im Regulären ein wenig mitregeln können.

Darauf bestätigt Fankhauser die Verschuldung der alten Bahn.

Darauf BM Willi mit der Frage, warum man die Bahn also trotzdem gekauft hätte?

Dazu Fankhauser: "Weil man sonst nichts NEUES hätte machen können."

Dass schon der Professor Doktor honoris causam Schröcksnadel ein Gutachten in Auftrag gab, das einen kompletten Neubau als unwirtschaftlich verwirft und statt dessen eine Modernisierung analog zur Renovation der Salzburger Schmittenhöhe empfiehlt, lässt am 18. Juli 2014 ratlose GR-Besucher zurück.

Mit dem Gutachten wollte Schröcksnadel -  wie sich aus der dedektivischen Recherche des volksverlässlichen Gemeinderates Depaoli ergab - , die entsprechende Subvention der alten Bahn erreichen.

Wir rekapitulieren das Ergebnis dieser fakten-logischen Untersuchung unseres Grundmotivs in einem Satz.

Hätte man unserer Begründung 2014 zugehört und hätte die damalige Frau Bürgermeisterin das ihr vorliegende Gutachten des Diplom-Volkswirtes Leimgruber uns einstigen Gemeinderäten zukommen lassen, hätten wir zweifellos die alte Bahn abgelöst, doch ein Neubau im heutigen Ausmaß wäre verhindert worden & das viele Geld hätte sicherlich eine sozialere & allgemein wirtschaftlichere Verwendung gefunden.

Das Gutachten Leimgruber ergab Investitionskosten von 3,5 Millionen Euro.

Autor:

heinrich stemeseder aus Innsbruck

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Newsletter Anmeldung!

Du willst Infos, Veranstaltungen und Gewinnspiele aus deiner Umgebung?

Dann melde dich jetzt für den kostenlosen Newsletter aus deiner Region an!

ANMELDEN

Newsletter Anmeldung!

2 Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.