Seele der Alpen - Freiräume für Mensch und Natur müssen erhalten bleiben

Liste Fritz:  Die Großkraftwerke samt Wasserableitungen und Wasserüberleitungen vom Kaunertal bis zum Stubaital sind unter Schwarz-Grün genauso unhinterfragt weitergegangen wie die touristischen Erschließungsprojekte, die jetzt im größten Gletscherschigebiet Pitztal-Ötztal gipfeln sollen.
  • Liste Fritz: Die Großkraftwerke samt Wasserableitungen und Wasserüberleitungen vom Kaunertal bis zum Stubaital sind unter Schwarz-Grün genauso unhinterfragt weitergegangen wie die touristischen Erschließungsprojekte, die jetzt im größten Gletscherschigebiet Pitztal-Ötztal gipfeln sollen.
  • Foto: TIWAG
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TIROL. Naturräume in Tirol sind verschiedenen Anforderungen ausgesetzt: einerseits fordert der Tourismus seinen Raum, andererseits braucht auch die Tiroler Energiewirtschaft Fläche. In Tirols Bergen gibt es ein Wettrüsten um mehr nutzbare Fläche. Gleichzeitig steigt dadurch der Verkehr in den Tälern, so die Liste Fritz.

Erhalt von Naturjuwelen

In den vergangenen Jahren sei einiges zum Erhalt der Naturjuwele Tirols geschehen, so Ingrid Felipe, Umweltlandesrätin und Landeshauptmannstellvertreterin. Dazu zählt sie die neu nominierten Natura 2000-Gbiete, die Erweiterung des Naturparks Zillertal und der Naturpark Stubaier Alpen, der ein zentrales Projekt für die Naturschutzarbeit der nächsten Jahre sei. Für eine gute Natur- und Klimaschutzpolitik sei es wichtig, die Widersprüche zwischen Natur- und Klimaschutz aufzulösen. Projekte müssten klimaschonend umgesetzt werden, nicht für kurzfristige monetäre Interessen. Es bräuche offene Diskussionen mit Einbindung von AnrainerInnen und Umweltorganisationen, so Ingrid Felipe

Kritik an Skipisten und Wasserableitungen

In den vergangenen Jahren wurden in Tirol Großkraftwerke ausgebaut, weitere sind in Planung. Gleichzeitig fordern Touristiker immer mehr Erschließungen und Erweiterungen von Skigebieten für den Wintertourismus. "Immer noch mehr Schigebiete auszubauen, immer noch mehr Natur zu erschließen und dabei immer noch höher hinauf zu flüchten, mitten hinein in die einstmals heiligen und unberührten Gletschergebiete, kann nicht die Antwort auf fehlende Zukunftsvisionen im Tourismus und die die Folgen der Klimakatastrophe sein.", so Liste Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Mehr Staus und schlechtere Luft - Lösungen werden gebraucht

Gerade das Wettrüsten auf den Bergen führe zu mehr Verkehr in den Tälern: mehr Staus, schlechtere Luft und krankmachender Lärm sei die Folge. Der Großteil der rund 12 Millionen Gäste kommt mit dem Auto nach Tirol. "Politik, Touristiker, die heimische Wirtschaft und die Bevölkerung müssen Antworten auf die Fragen finden, wie viel geht noch und was ist die Perspektive für Tirol?“, so Andrea Haselwanter-Schneider.

Seele der Alpen müsse erhalten bleiben

Tiroler Umweltvereine setzen sich daher ein, die Seele der Alpen - die letzten Freiräume für Menschen und Tiere - zu erhalten. Diese werden nun von der Liste Fritz - Bürgerforum Tirol unterstützt. In diesem Zusammenhang übt die Liste Fritz auch Kritik an der ÖVP und den Grünen. Die ÖVP denke nicht einmal über Alternativen nach und würde jegliche politische Debatte unterdrücken. Unter den Grünen seien einige der Projekte erst realisierbar geworden. "Die Grünen haben Ideale, wie den Naturschutz, für die Regierungsbeteiligung geopfert!“, so Andrea Haselwanter-Schneider.

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