SPÖ fordert
Tiroler Gesundheitslandesrat rücktrittsreif, Krisenstab neu aufstellen

Ischgl gilt als einer der Corona-Hotspots in Europa
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  • Foto: Franz Vogt
  • hochgeladen von Othmar Kolp

TIROL. Das Geschehene rund um Ischgl kann leider nicht mehr rückgängig gemacht machen. Da sind sich alle einig. Tiroles SPÖ-Vorsitzender Georg Dornauer und Gesundheitssprecher der SPÖ Tirol Philip Kucher betonen, dass alle gemeinsam dafür sorgen müssen, dass sich derartige Vorfälle keinesfalls wiederholen.

„Politische Verantwortung ist für uns nicht verhandelbar! Weder in ihrer Konsequenz, noch in der Zeit. Wir fordern weiterhin den sofortigen Rücktritt des an der Aufgabe gescheiterten Gesundheitslandesrates Bernhard Tilg und ein rasches Ersetzen des Gesundheitsbeauftragten Franz Katzgraber", erklären die beiden unisono im Rahmen der Pressekonferenz.

Für Fehlerketten verantwortlich

„Unverständlicherweise sind beide für die Fehlerkette verantwortlichen Personen noch immer an der Spitze der Tiroler Gesundheitsbehörde tätig und mit dem Aufräumen der eigenen Fehler beschäftigt. Das Zurückdrängen der wirtschaftlichen Interessenvertreter, insbesondere des ÖVP-Nationalratsabgeordneten Franz Hörl, aus Fragen, die die Gesundheit der Tirolerinnen und Tiroler betreffen, ist hoffentlich eine Selbstverständlichkeit für den Tiroler Landeshauptmann Platter“, kritisiert der Tiroler SPÖ-Vorsitzende Dornauer.

Der SPÖ-Gesundheitssprecher im Parlament ergänzte: „Die Menschen müssen darauf vertrauen, dass nichts unter den Teppich gekehrt und verhindert wird, dass eben nicht ‚Gras über die Sache‘ wächst, wie der ÖVP-Nationalratsabgeordneter, Wirtschaftsbund-Chef und
Seilbahn-Lobbyist Franz Hörl meinte. ‘Wir haben alle Fehler gemacht und jetzt reden wir nicht mehr darüber‘ bzw. schieben das Fehlverhalten auf die nächste Ebene – vom Bund zum Land, vom Land zur Bezirkshauptmannschaft, von dort zum Bürgermeister von Ischgl und letztlich zum Gast, der in den Ischgler Après-Ski-Bars eingekehrt ist – kann nicht die Antwort sein! Gerade weil die Verantwortlichen in Tirol von Beginn an bekräftigten, dass es eine enge Abstimmung zwischen Tiroler Landesregierung und Bundesregierung gegeben habe, muss aufgearbeitet werden, was rund um Ischgl passiert ist. Wir müssen daraus lernen, damit sich solche Vorgänge nirgendwo in Österreich wiederholen.“

Tirol als Epizentrum

Dornauer erklärt, was für Auswirkungen die Causa Ischgl international hat und wie es Schritt für Schritt zu diesem Szenario kommen konnte. „Tirol wird im Ausland als Epizentrum des Coronavirus gesehen. Großbritannien schreibt uns seinen ‚Patienten 0‘ zu, Norwegen macht uns für die Hälfte aller Infektionen verantwortlich, in Island wurde der Virus vielfach aus Ischgl eingeschleppt und in Deutschland noch mehr. Deshalb wurde die Bundesregierung frühzeitig und eindringlich von verantwortungsbewussten Behörden aus dem Ausland gewarnt, Tirol weltweit als Risikogebiet eingestuft und bereits am 5. März mit Wuhan und der Lombardei auf eine Stufe gestellt. Die Tiroler Gesundheitsbehörde wurde umgehend von der Bundesbehörde informiert, doch man hat nachlässig und falsch reagiert!“, ist Dornauer empört.

Klare Worte

Die SPÖ richte an "die Verantwortlichen" in Tirol und im Bund klarte Worte. Es sei inakzeptabel Profitinteressen und Geschäftemacherei über die Gesundheit und das Leben der Menschen zu stellen.: „Für die neue SPÖ Tirol stehen die Gesundheit und die Interessen der Menschen im Mittelpunkt. Für die ÖVP sind es der Wirtschaftsstandort und die Wirtschaftsinteressen. Wohin das führt, sieht man tragischerweise an der aktuellen Situation in den Tiroler Krankenhäusern!“

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