Inn-Piraten Akademie: Financial Education III. Pflichtfach für die Aktivisten des Verbundes #TIROLER FÜR TIROLER
Warum waren Zinsen nicht erlaubt? Eine Analyse zur Zeit

Was ist gottlos am Zinsendienst unter Brüdern & Schwestern?

Liebe Schwestern sic et hic Brüdern!!

Das wird sogleich geklärt
Doch zunächst
Wer Was im Wie zum So begehrt

Männer begehren oft Frauen
Frauen wollen oft Männer erbauen
Was beiden in der Regel gefällt...
Ist die gemeinsame Währung, ist Geld!

Was man begehrt, das wird verehrt
Allem Begehren, stehts uns zu Ehren
Gilt uns das Geld, denn es regiert
Vor Gott selbst uns allgemein gültig
Die Welt
Uns dafür gabs diesem Begehren zu Ehren Zinsen
Doch das ging ganz ordentlich in die Binsen
Der Geldstaat hängt schief, heisst NEGATIVZINSEN!

Da hat uns schon eingangs weniger die Wut
Als des Dichters Herzensglut
Die holde Lyrik wollt uns umfangen
Sodass also die Worte uns reimwärts zum Intro erklangen
Doch prosaisch heiter gehts nun weiter
Auf dass dennoch niemand loslache!
Denn Geld ist im Ernst eine tot-ernste Sache

Wenns ums Geld geht, ist es auch in der höchsten historischen Dichtkunst ein Ringen um alles, was dem Menschen an sich im Einst wie im Heute erstrebenswert gilt.

Shakespeares KAUFMANN VON VENEDIG riskiert ein Pfund seines Körperfleisches der Feundschaft seines Jünglings Willen...nur mentorem, non penetratorem causam!
Der begehrt eine reiche & junge Schönheit & die wiederum begehrt doch tatsächlich den mittellosen doch wenigstens edlen Jüngling. Außerhalb dieses Reigens steht der Finanzier, die Bank, der steinharte Geschäftsmann, wie ein Monolith eigendefinierter Auserwähltheit. Fürs Gehabte gibt der Bänker Nichts & drei Schiffe des Kaufmann sind auf Risiko mit wertvollster Ladung aber in Hoffnung auf See.

Hier klärt sich die Funktion des Zinses ganz sachlich rational: DER ZINS IST DIE RISIKOPRÄMIE AUF DAS GEWÄHRTE GELD. Seine Höhe orientiert sich an Zeit & Wagnis. Nicht der Fleiss macht den Preis, sondern die Gefahr in der Zeit-Skala, & die will auch bei Shakespeare abgegolten & besichert werden. Der Zins für 3000 Dukaten als Mitgift für den Jüngling ist schon mörderisch & bewirkt am Ende eine Kapitalverdoppelung in drei Monaten, die Sicherheit EIN PFUND KÖRPERFLEISCH, willkürlich entnehmbar nach Laufzeit und Eintritt des Bürgschaftsfalles ist mehr als delikat, erklärt sich aber aus den näheren Umständen des Geschäftsverhältnisses Kaufmann zum Geldgeber. Also, auf ins Theater oder ins "Pantoffel-" Kino...wir empfehlen den Movie mit Al Pacino!!!

Am Ende gibt es es eine schöne Hochzeit & auch die ruhelose Bank findet für einem Börsentag Frieden, unaufgelöst ist aber, warum etwas geben "für unfruchtbar Metall", wie es im Stücke heisst, & was sei der Preis für cit. "nur einen Tropfen vergossenes Christenblut"?!

Wir stehen hier an der ungemütlichen Scheidungslinie, was sich unter Brüdern gehört & was es dagegen dem Eigenart-Fremden abzuverlangen beliebt, ja gebietet. Wir analysieren dazu die Mengen-Schnittlehren an gemeinsamen ZINSGEBOTEN zwischen Christentum - Judentum - Islam.

Wer sich dazu mit Wikipädia an die Wiege des CHRISTLICHEN ABENDLANDES begibt, dem mag aufallen, daß Platon wie Aristoteles sehr utilitaristisch, nicht moralisch argumentieren, wenn Platon sagt, dass der Zins den Staat schädige oder Aristoteteles denkt, dass der Zins eine Illusion darstelle, weil durch den Zins die Geldmenge nicht vermehrt werde, denn dem Zinsertrag des Gläubigers stünde der gleiche Zinsaufwand des Schuldners gegenüber.

Wir sehen, hier wir noch kosmologisch gedacht, also in Reichen mit Grenz-Häuten  nicht infinitesimal-universalistisch, wie wir es als moderne Römer von den Alten gelernt haben & dieses  unendliche Empfinden eines grenzenlosen Ertrages auf alle Formen unserer zivilisatorischen Form-Schöpfungen übertragen haben. Das Christliche Mittelalter hat diese antiken Anschauungen im Leben der Eliten quasi unbesehen nachgebetet, wiewohl für das einfache Volk das Argument von Gut & Schlecht immer von Vorteil schien, elitär gedacht.

Luther hat dann mit der Bibel des Volkes ernst gemacht & übersetzt Dtn 23,20 mit "Du sollst nicht wuchern, weder mit Geld noch mit Speise!", wobei mit "Wuchern" ganz offensichtlich ganz im Sinne des mittelalterlichen Zinsverbotes der Zins selbst verstanden wurde.

Mit dem Aufbruch der Menschheit in die Neuzeit fanden eigentümlicherweise imposante Schübe der EMANZIPATION DES JUDENTUMS statt & hier gelangen wir zur hoch-ethischen Unterscheidung von Zinsenverbot unter Brüdern zum Zinsengebot gegenüber den Fremden. Biblische Gleichnisse unglaublichster Wertvermehrung werden nun im mathematischen "Natur"Gesetz der Potenzierung der Schulden/Erträge (ohne Arbeit) durch des Zinseszins allgemein wahrhaftig & alltäglich.

Für uns hat das moderne Israel den letzten Fall eines Staatswesens im Sinne des klassischen Staatsrechtes eines IUS PUBLICUM EUROPAEUM durch- & umgesetzt & das ausgerechnet im Orient. Soziale Verantwortung für die Seinen als einer Demokratie von Gleichen unter Gleichen. Schlagworte dazu: Recht auf Heimkehr aller Juden weltweit, dann Organisation von sozialem Wohnen & Arbeit gerade für die Neuankömmlinge. Das gälte es einmal von Tirol/Österreich aus nachzudenken, weniger nachzumachen, denn hier herrschen ohnedies "sozialistische" Verhältnisse, wenn man Arnie Arnold Schwarzenegger in seinem amerikanoliberalistischen Selbstverständnis folgen mag.

Hochinteressant aber ist die Umsetzung des Zinsverbotes in den modernen FINANZIERUNGS-MODELLEN ISLAMISTISCHER PRÄGUNG.

Weil ja viele Orientalen durchaus direkte Abkömmlinge Sems sind, finden wir es angebracht zum Motiv des ZINSVERBOT die älteste Vorschrift aus dem Bundesbuch EXODUS zu zitieren:

"Falls du einem aus meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Gläubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen" - Ex 22,24 

Wir wissen nun also, was sich unter Glaubensbrüdern fundamental gehört & stehen damit vor der Frage, wie wir dennoch unseren "Elenden" Kredit gewähren können, die nun einmal in der Misere stecken, Kapital von der Bank zu brauchen. Kredit bedeutet immer Abhängigkeit, denn nichts ist umsonst im Leben, nicht einmal das städtische Urnengrab des kommunalen Investors.

Wenn die Notwendigkeit es befiehlt, geschehen Wunder, so berichtete einst die Tiroler Tageszeitung zu Börsennews folgendes:" Das deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt leiht sich mit Hilfe eines neuen Verfahrens 100 Mio € von STRENG GLÄUBIGEN MOSLEMS. Die Islamic-Bonds genannte Anleihe im arabischen Raum werde...platziert...Sie trägt durch eine spezielle Konstruktion Besonderheiten des islamischen Rechts Rechnung, welches Investoren Zinseinkünfte aus Kapital verbietet." Cit. Ende

Dieser Börsen-Ticker liess auch in uns das Licht des Verstandes angehen, suchten wir doch intensiv nach Auswegen aus der Verschuldungshaft von Hotellerie & Teilen des Gewerbes, wie auch der Eigenen in Form von frischem Kapital &/ oder Sanierung + Restukturierung mittels Abschlagszahlungen im Vorfeld staatlicher Total-Entschuldung!

Zwei Jahre darauf setzte die deutsche FAZ noch eins drauf in den Börsen-Notizen vom 1. September 2005 war zu lesen: "ZINSFREIE KREDITE FÜR MUSLIME. Stockholm, 31. August. Eine dänische Großbank will untersuchen, ob sie zinsfreie Kredite an Muslime vergeben kann...Statt der Zinsen...unterschiedliche Gebührenmodelle für die jeweiligen Kreditprodukte...die  (Danske)-Bank sagt, sie wolle ihre Kunden nicht unterschiedlich behandeln, sonst folgten andere Bevölkerungsgruppen mit dem Wunsch nach Sonderbehandlung. Angesichts der Debatten um Zinssätze sei für viele unverständlich, wie man Kredite ohne Zins geben könnte."

Das geht ganz einfach, wenn man an die monatliche, quartalweise, halbjährliche oder jährliche ROLL-OVER-PERIODE des Kredits eine Bearbeitungs- & Bereitstellungsgebühr knüpft, die sich womöglich am geltenden internationalen Referenzzinssatz als Libor oder Euribor orientiert, & alle wären zufrieden.

Warum das bei uns keiner macht, ist uns schleierhaft, predigen wir diesen Grundgedanken unseres Systems TIROLER FÜR TIROLER doch nun seit dem Finden in den heimischen Börsen"NEWS". Tja, nullum est prophetum in patriam propriam, vor allem, wenn der Prophet wie Jesus Christus selbst unter die "elenden" Brüder in Gott gepflanzt & gereiht ist. Wir beklagen uns nicht, SELBSTSTÄNDIG als FIRMEN- & FAMILIENGRÜNDER bedeutet in jedem Falle SELBST SCHULD!!! Doch ein spannendes Leben sei uns weiter der gerechte Lohn für den Kapitaleinsatz unserer Lebensleistung & wer weiss, was der Herrgott uns noch alles zugedacht.

So schliessen wir, wie wir begonnen
Zinsfrei uns die Dichter-Wonnen
Wen der Herrgott liebt
Dem stehts er gibt
Was dir & mir zum Sein beliebt
Seid wie einst die Bänker & Juristen unserer Felder
Sie sähten nicht, doch späten Gelder

Autor:

heinrich stemeseder aus Innsbruck

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