Familienforschung
In Covid-19 Zeiten - unglaublich - 8 Milliarden Marke überschritten

Magdalena Pramstaller mit ihrem Mann Hans. Sie leitet die Familienforschungsstelle in Innsbruck, Philippine-Welser-Str. 16
  • Magdalena Pramstaller mit ihrem Mann Hans. Sie leitet die Familienforschungsstelle in Innsbruck, Philippine-Welser-Str. 16
  • hochgeladen von Gerhard Egger

Bei Magdalena und Hans Pramstaller aus Sistrans/Tirol ist die Freude groß. In ihrem Leben haben sie für sich, Freunde und Bekannte abertausende Namen und Daten von Verstorbenen zusammengetragen und in Stammbäumen abgebildet. Dass jetzt 8 Milliarden digital erfasste Vorfahren für die Familienforschung zur Verfügung stehen, stimmt sie glücklich. Die Zeiten, wo von Pfarre zu Pfarre gepilgert, oder in Mikrofilm-Rollen gestöbert wurde, ist endgültig vorbei. So viele Daten stehen jetzt digital zur Verfügung. Ein Arbeiten von Zuhause aus ist gerade zur Corona-Zeit etwas Herrliches. Doch dieser Vorteil bedarf intensiver Vorarbeiten, da zum Nutzen der Allgemeinheit analoge Daten digitalisiert werden müssen.

Mehr Personen als Menschen auf der Welt

In weiser Voraussicht führte Im Jahre 2017 die genealogische Gesellschaft FamilySearch ihr eigens entwickeltes Online-Indexierungsprogramm ein. Auf der Plattform FamilySearch kann man seitdem nicht nur weltweit und kostenfrei nach seinen Vorfahren forschen, sondern auch als registrierte Person seine Mithilfe anbieten. Diese bestehen darin, dass von der Gesellschaft zur Verfügung gestellte analoge Daten mit Hilfe des Programms in digitale Form übertragen werden. Nach bestimmten Qualitätskontrollen werden diese Daten in das FamilySearch übernommen. Durch die Mitwirkung von weltweit tausenden ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und weiteren Partnerorganisationen wurde Ende September 2020 die Marke von 8 Milliarden erfassten Personen überschritten. Das ist mehr als heute Menschen auf dieser Erde leben.

Jeder kann mitmachen

FamilySearch hält jedoch nichts von „sich auf den Lorbeeren ausruhen“. Im Gegenteil. Die Anstrengungen, Daten zu digitalisieren, werden laufend erhöht. Das Ziel ist, dass jede Familie auf der Welt Zugang zu ihren Vorfahren hat. Jeder Mensch, egal wo er zuhause ist, kann dabei mitmachen. Das einzige was er braucht, ist ein Internetanschluss und etwas Kenntnis im Lesen alter Schreibweisen. Aber auch das kann man rasch erlernen. Die Freude an dieser Arbeit kommt automatisch, handelt es sich ja um unsere Vorfahren, die wir dadurch besser kennenlernen.

Seit 1894

FamilySearch ist eine Non Profit Organisation und mit der Abteilung für Familiengeschichte der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzen Tage eng verbunden. Sie wird von der Kirche finanziert. Die Organisation zur Ahnenforschung wurde 1894 in Salt Lake City/USA gegründet.

Größte Konferenz weltweit

RootsTech 2021, die weltweit größte Konferenz für Familiengeschichte, wird vom 25 – 27 Feber 2021 als digitale Veranstaltung in Salt Lake City abgehalten.

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