Gott ist nicht tot! Ich war in Afrika

Klara Baur
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Wo: Loretto Gebetskreis, Maria-Theresienstraße 42a/1. Stock, 6020 Innsbruck auf Karte anzeigen

Schon lange spürte sie, dass Afrika sie ruft. Kaum hatte sie die Matura in der Tasche machte sich die 20-jährige Klara Baur aus Leutasch auf nach Uganda. :„Ich wollte Gutes tun und ein kleines Licht anzünden. Ich wusste Afrika ist der Ort, wo Gott mich dazu braucht.“ Die Bibelstelle aus Matthäus 5,14: Du bist das Licht der Welt, bekräftigt und begleitet die vor Freude und Kraft strotzende junge Frau für ihr Abenteuer. Was sie in ihrem 7-monatigen Aufenthalt im schwarzen Kontinent erlebt, schildert Klara Baur am 13. April 20 Uhr im Lorettogebetskreis Innsbruck.

Ortswahl

„Ich suchte nach einer passenden Organisation. Unter 9000 € war keine zu finden. Ich fand das zu teuer, so viel zu blechen, für ein Volontariat, wo man Flug zahlen muss und seine Zeit und Kraft investiert.“ Fündig wird Klara schließlich über die Webseite von https://www.workaway.info/ Das ist die weltweit führende Community für Freiwilligenarbeit, Arbeit und kulturellen Austausch.
Kriterien hat die Tirolerin für die Länderwahl: „Die Verständigung, also englisch und Sicherheit: Ich gebe gern sieben Monate dafür aber nicht mein ganzes Leben.“
Nachdem ein Waisenhaus ihr schreibt, fällt ihre Wahl auf Uganda. Es ist ein kleines Land und zählt zu den ärmsten der Erde. Es liegt umgeben von Kenia, Südsudan wo Krieg ist und Kongo wo Megakrieg ist im Südwesten und an Ruanda und im Süden an Tansania grenzt. Die Grenzen zu Kenia und Tansania verlaufen zum Teil durch den Victoriasee. Die Hauptstadt ist Kampala. 85 % der Menschen dort sind Christen.

„Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt“ Phil 4,13

Die Bibelstelle „Alles vermag ich durch ihn, der mir Kraft gibt“ Phil 4,13 fegt in Klara die letzten Zweifel über ihre Entscheidung fort. Ob sie das Essen verträgt, mit der Kultur zurechtkommt? Sie erinnert sich immer wieder an das Bibelwort „Alles vermag ich ….“ und „da war ich gewiss, dass ich nach Afrika gehen kann. Dieser Satz hat mich in Uganda immer wieder begleitet. Es gab viele Situationen, wo ich nicht wusste, wie es weiter geht. Diese Worte halfen mir.“

Gott ist gut. Gott ist gut zu jeder Zeit.

„Wenn ich etwas in Afrika gelernt habe, dann nicht zuviel planen.“ Klara schildert von Verabredungen, die sich um 1, 2, 3 Stunden verzögerten. „Es kommt meist anders als geplant.“ Sie lacht, aber Gott ist gut. Gott ist gut zu jeder Zeit. „1000 mal habe ich diesen Satz in Afrika gehört. Ständig wird er wiederholt, zwischen den Ansagen in der Kirche, in Gesprächen, in der Schule,….God is good all the time.“

So lief es auch mit dem ersten Projekt im Waisenhaus, wo sie bald weiter zog und bei Child Ministry  wo sie Unterricht gibt. „Mathe, Englisch,...eigentlich alles, außer Religion. Denn auf die Fragen zum Islam gibt es im Lehrmaterial keine Antworten, und ich weiß auf diese Fragen dazu auch nichts!  Ich stellte Regeln auf: Es darf nicht geschlagen werden und die Kinder dürfen nicht stehlen.“ Klara erzählt von einem Jungen, der seine Aufgabe nicht machen wollte. Als sie ihn fragt, was sie tun mus, damit er die Aufgabe macht, meint er sie soll ihn schlagen. „Ich sagte ihm, dass ich das sicher nicht tun werde.“ Die Kinder beginnen ihr zu vertrauen. Zum Abschied erhält sie 28 Briefe auf jeden steht: Lehrerin Klara wir lieben Dich. Du bist erstaunlich! „Die Kinder sind unglaublich dankbar!“ Klara strahlt.

Das sollte nur ein Anfang sein.

„Ich habe lange gebraucht, bis ich verstanden habe, es gibt das eine perfekte Projekt nicht für mich. Ich merkte bald, dass ich immer wieder weiterziehen soll.“ Sie findet ein landwirtschaftliches Projekt, wo statt gearbeitet nur gekifft wird. Das war nichts für sie, dennoch bringt sie ihr Licht besonders dort  einem Typen der " voll in der Scheiße steckte". Im Gespräch und Gebet für und mit ihm, schöpft er neue Hoffnung.

Ihr Weg führt sie in ein Slumministry. „Teenies lungern vollgetörnt mit Drogen auf den Straßen. Um 11 Cent pro Kilo können sie Plastikflaschen einsammeln. Da haben sie extrem lang zu tun und trotzdem, dass Afrika billig ist, bekommt man um dieses Geld so gut wie nichts. Alex ist 12 Jahre. Im Gespräch mit ihm bietet er mir Sex um weniger als 1 Euro an. Das hat mich so richtig tief betroffen gemacht und weh getan.“

In einem HIV-Helpcenter, packt sie mit an bei Untersuchungen und Aufklärungsarbeit.

Im Sacreat Heart einem Kloster, welches sie über die Missio entdeckt, und das ihre „Heimat“ wird, kümmert sie sich um die Gestaltung der Steckbriefe damit Sponsoren für das Schulgeld der Kinder gefunden werden. Von Rebellen vergewaltigte und geschwängerte Frauen werden unterstützt.

In dem Projekt  hopeworth children foundation ein Waisenhaus, das sie über facebook ausfindig macht,  spürt sie, dass sie sich auch finanziell beteiligen soll. „Clean up“ für ein Essen spornt die Kids an, den Müll der überall rumliegt aufzuräumen. An diesem Punkt, bindet Klara über whatsapp ihren Lorettogebetskreis in Innsbruck ein und verkauft Flip- Flops.  

Du bist das Licht der Welt  

Überall sammelt sie in diesen sieben Monaten wertvolle Erfahrungen und erlebt, dass Gott nicht tot ist und sie benützt, ein kleines Licht für die Menschen zu sein, denen sie begegnet. Und immer wieder stärkt sie der Satz: „Alles vermag ich durch den, der mir Kraft gibt!“

Natürlich gönnt sich Klara auch Urlaub. In Tansania genießt Wanderungen, wagt sich auf eine Safari…………..inspiziert die Insel Sansibar, absolviert einen Tauchkurs…..

Schwarz-Weiss

Im Lorettogebetskreis herrscht ernst - lockere Stimmung. Afrikanisches Flair. Alle sind miteingetaucht in die bunte, schillernde Welt Ostafrikas, durch die junge angehende Studentin der Gesundheit- und Krankenpflege.
Der Augenblick. Das Leben. Leid und Freude, ganz nahe beinander.
Afrika, das Feuer sprüht, verbreitet sich.
Die Schwarzen und die Weißen und wieder jemand der Brücken baut. Zwischen ihnen.

Klara´s Bitte abschießend zu ihrer Präsentation anhand von einer Bildercollage: 

„Ich war in Afrika, weil ich ein kleines Licht in die Welt tragen wollte. Ich bin überzeugt, wenn jeder ein kleines Licht bereit ist in die Welt zu tragen, wird sie heller. Wie kann ich selber ein kleines Licht sein? Ich bitte Euch dieser Frage nachzugehen! Danke.“

                                                                                                                    
Christine Simkovics

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