IAC
Der Wahnsinn in der 90. Minute

Aufstiegskrimi: der IAC darf jubeln
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INNSBRUCK. Nach der 0:2 Heimniederlage gegen den SV Brixen war der IAC bei Rückspiel vor 200 Zusehern am Sportplatz Brixen in der Aussenseiterrolle. Das Spiel entwickelte sich zum Aufstiegskrimi in die Hypo Tirol Liga.

Coronabedingt

Bereits in der abgebrochenen Saison 2019/2020 der Landesliga West hat der IAC seine Klasse aufblitzen lassen. Der Herbst 2019 wurde mit nur einer Niederlage abgeschlossen, der Vorsprung auf den Tabellenzweiten waren fünf Punkte. Coronabedingt wurde die Meisterschaft aber nicht gewertet und somit gab es auch keinen Aufsteiger. In der Saison 2020/21 haben die "Violetten" vom ASKÖ-Platz eine Null bei den Niederlagen stehen. Nach 13 Spielen erkämpfte der IAC mit Trainer Michael Messner mit 9 Siegen und 4 Unentschieden insgesamt 31 Punkten. Den Direktaufstieg in die Hypo Tirol Liga verpasste der IAC am Ende wegen drei fehlender Tore. Die SPG Prutz/Serfaus überholte den IAC im letzten Saisonspiel mit einem 4:1 Erfolg gegen den SV Thaur. Somit war für den IAC die Relegation angesagt. Gegner die Mannschaft des SV Brixen im Thale, die in der Landesliga Ost den dritten Platz erobert haben. Der Tabellenerste, FC Kufstein 1b, darf nicht aufsteigen, der SC Münster jubelte als Tabellenzweiter über den Aufstieg.

Anpfiff zum entscheidenten Duell um den Aufstieg in der Hypo Tirol Liga.
  • Anpfiff zum entscheidenten Duell um den Aufstieg in der Hypo Tirol Liga.
  • hochgeladen von Georg Herrmann

Die Relegation

Der IAC startete als Favorit in die Relegationsspiele. Am eigenen Platz wollte die Mannschaft von Michael Messner die Voraussetzungen für eine Aufstiegsfeier legen. Trotz Chancenmehrheit jubelte am Ende der SV Brixen. Das Team von Andi Hölzl (ehemaliger FC Wacker-Spieler und Nationalteamspieler, mit SK Sturm österreichischer Meister) hat sich vor 150 Zusehern am ASKÖ-Platz in dem von Patrick Elsler geleiteten Spiel dank des Doppelpacks von Maximilian Aschaber eine ideale Ausgangsposition erkämpft. Noch dazu muß der IAC im Rückspiel auf Sven Masunic (gelb/rot) verzichten.

Der Krimi

Das Rückspiel am Sportplatz Brixen wird von Schiedsrichter Andreas Heiss geleitet. In der 12. Minute trifft Lukas Hagleitner zur 1:0 Führung für den IAC. Ein Doppelpack von Christoph Eller in der 30. und 45. Minute bedeutet eine 3:0 Führung für den IAC und "aktuell" den Aufstieg in die Hypo Tirol Liga. Die Mannschaft von Andi Hölzl kämpft sich aber zurück. Marco Troger (51.) und Philipp Schmidt (73.) bringen die Brixner wieder auf Aufstiegskurs. In Minute 77 das 4:2 für den IAC. Marcel Fiechtner, seit 2007 beim Innsbrucker Traditionsklub, gibt mit seinem Treffer der Mannschaft einen neuerlichen Auftrieb. In Minute 90 das Ende dieses Relegationskrimi. Christoph Eller erzielt seinen dritten Treffer in diesem Spiel und fixiert mit dem 5:2 den Aufstieg des IAC in die Hypo Tirol Liga.

Jubel im Aufstiegskrimi für die Hypo Tirol Liga. Die Entscheidung fällt in der 90. Minute
  • Jubel im Aufstiegskrimi für die Hypo Tirol Liga. Die Entscheidung fällt in der 90. Minute
  • Foto: IAC/Sigl
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Der IAC

Der Innsbrucker AC wurde am 1. März 1919 von einigen fußballbegeisterten Mitgliedern des Arbeiter-, Turn- und Sportvereins Innsbruck gegründet. Bis zum Jahr 1937 holten die Athletiker sieben Mal den Tiroler Meistertitel. Der IAC war so wie der SVI, ISK und FC Wacker nicht von der 1938 durchgeführten Zwangsverkleinerung der Innsbrucker Mannschaften betroffen, stellte jedoch 1941 den Spielbetrieb ein. Nach dem Kriegsende nahm der IAC den Spielbetrieb wieder auf. 1950/51 wurde eine Ligareform in West-Österreich durchgeführt und der Innsbrucker AC stieg in die neue geschaffene Liga, die Arlbergliga, auf. In der Saison 1952/53 schaffte die Mannschaft in der Arlbergliga den ersten Platz und spielte in einer Relegation gegen den Meister der Tauernliga, SV Austria Salzburg. In zwei Spielen verlor das Team mit 5:0 und 9:0 und verblieb in der Arlbergliga.  Der Verein durchlief in den folgenden Jahren alle Spielklassen und spielte Anfang der 1970er Jahre in der Regionalliga West. 1974 erfolgte der Abstieg und man stieg erst 1980 wieder in die Tiroler Landesliga auf. Im Jahr 2002 ging die Herrensektion eine Kooperation mit dem SK Rum, der in der Saison 2001/02 den Aufstieg von der Tiroler Liga in die Regionalliga durch einen ersten Platz schaffte, ein und spielte in der Regionalliga West. In der Saison 2002/03 stieg die Spielgemeinschaft ab und die Fusion löste sich 2004/05 auf. Zum 100jährigen Jubiläum belohnte sich die Mannschaft mit dem Aufstieg in die Landesliga West.

Der IAC lässt den Rauch aufgehen

Das IAC-Team

Gecoacht wird dei Kampfmannschaft des IAC von Michi Messner und Co-Trainer Fredl Rudigier. Im Kader Kampfmannschaft: Christoph Eller, Marcel Fiechtner, David Goller, Simon Goller, Lukas Hagleitner, David Haller, Florian Jünemann, Howik Karapetjan, Nuyan Karsak, Lukas Kofler, Daniel Kraxner, Marco Mackic, Igor Masunic, Sven Masunic, Igor Matic, Boris Mitrovic, Yoni Mpayi Ngamiteni, Andreas Niedermair, Stefan Pantic, Helmut Prantl, Daniele Sterba, Pauls Volgemuts und Ahmet Yildirim. Nicht am grünen Rasen, aber ein Bestandteil des Erfogles: Ali Güzel (Obmann),  Turgut Cifci (Obmann Stv.), Rudi Grumser (Sportlicher Leiter), Claus Zelger (Nachwuchsleiter) und Cem Güzel (Nachwuchsleiter Stv.). Martin Gross, der gute Geist im Hintergrund und immer im Einsatz und die Voice des IAC Christian Sigl: dieser wird beim ersten Heimspiel des IAC in der Hypo Tirol Liga in Frauenkleidern am Platz stehen, das Stadtblatt wird darüber berichten.

Es ist vollbracht

Hypo Tirol Liga

Somit stehen die "neuen" Mannschaften für die Hypo Tirol Liga fest. SPG Prutz/Serfaus, SC Münster und der IAC freuen sich über den Aufstieg. Sportlichen Absteiger aus der Hypo Tirol Liga gibt es keinen, der FC Söll zieht sich aus der Liga zurück. Offen ist die Entscheidung über den Aufstieg in die Regionalliga West. Drei Teams kämpfen in Fernduellen um zwei Aufstiegsplätze. Mit dabei der SVI (Sportverein Innsbruck), der älteste Fußballklub der Landeshauptstadt. Die Mannschaft von Martin Hofbauer hat den Aufstieg "in eigener Hand". Der SVI (punktegleich mit dem SV Fügen auf Platz 2 der Tabelle, zwei Punkte Vorsprung auf die SPG Silz/Mötz) muß aber in St. Johann gegen den SK St. Johann antreten. Der SV Fügen darf sich ebenso große Hoffnungen auf den Aufstieg machen. Die Zillertaler sind zu Gast beim Völser SV. Auf einen "Umfaller" von den zwei Tabellenführern muss die SPG Silz/Mötz hoffen. Sie spielt auf eigener Anlage gegen den SV Kematen. Alle Spiele werden am 26.6. um 18 Uhr angepfiffen.

"Wir sind Hypo Tirol Liga"

TFV Kerschdorfer Frauen Cup

Spannung für die Innsbrucker Fußballfreunde versprechen die Halbfinale Spiele im TFV Kerschdorfer Tirol Frauen Cup. Die Damen des SK Wilten spielen um 18 Uhr am Besele gegen die SPG Stubai/Matrei und nimmt dabei die Außenseiterrolle ein. Im zweiten Halbfinalspiel müssen die SVI-Damen um 19 Uhr am Sportplatz Brixlegg gegen die SPG Alpbachtal antreten. Das Finale findet gemeinsam mit dem Finale des TFV Kerschdorfer Tirol Cup am 4. Juli statt.

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