Unbesetzte Hausarztstellen
Ärztekammer nimmt Krankenhäuser in die Pflicht

Ein Hausarzt ist nicht in jeder Tiroler Gemeinde zu finden
  • Ein Hausarzt ist nicht in jeder Tiroler Gemeinde zu finden
  • Foto: Pixabay/valelopardo (Symbolbild)
  • hochgeladen von Alexander Schguanin

TIROL. In immer mehr Tiroler Gemeinden und Städte gibt es verwaiste Hausarztstellen. Aktuell ist das z.B. in Landeck, Kufstein, Kitzbühel, Söll und Kirchberg der Fall. Trotz wiederholter Ausschreibungen, bis zu 25 mal wie etwa in Kufstein, gelingt es nicht, genügend Ärztinnen oder Ärzte für Allgemeinmedizin zu finden. Die Folgen sind für die Bevölkerung schmerzlich spürbar.

Artur Wechselberger, Präsident der Ärztekammer Tirol, sieht die Ursache darin, dass Tirols Krankenhäuser zu wenig Ausbildungsstellen anbieten. Musste früher pro 15 Krankenhausbetten eine Ausbildungsstelle im Fachgebiet Allgemeinmedizin geschaffen werden, so verweigern sich seit dem Wegfall dieser Bestimmung im Jahr 2015 die Krankenhäuser einer bedarfsgerechten Nachwuchsplanung. Dabei verlangt das Tiroler Krankenanstaltengesetz dezidiert die bedarfsgerechte Festlegung der Zahl der Ausbildungsstellen.

Keine Ärzte, die sich niederlassen

„Solange die Krankenhäuser Jungmediziner auf Wartelisten für eine allgemeinmedizinische Ausbildung setzen, statt eine zusätzliche Stelle zu schaffen, werden uns Ärzte in der Niederlassung fehlen“, fasst Präsident Wechselberger zusammen. Denn für die Bereitstellung der Ausbildungsstellen seien die Krankenhausträger verantwortlich.

„Fakt ist, dass sich die Träger der „Fondskrankenanstalten“ - auch die öffentlichen, wie Gemeindeverbände oder Land - darum kümmern müssen, bedarfsgerecht Ausbildungsstellen vorzuhalten", so Wechselberger.

Ärztekammer Tirol lobt und kritisiert

Krankenkassen in der Pflicht

Abschließend baut er darauf, dass sich Ärztinnen und Ärzte, die in einer Region ausgebildet werden, letztlich auch in dieser Region niederlassen werden. Es werde allerdings an den Krankenkassen liegen, ihnen attraktive und zeitgemäße Verträge anzubieten, um sie als Kassenärztinnen und Kassenärzte zu gewinnen.

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