Lohn- und Sozialdumping
„Aufgabe der Politik, die Rechte von LKW-FahrerInnen zu schützen!“

Philip Wohlgemuth, Verkehrs- und Arbeitssprecher der neuen SPÖ Tirol
  • Philip Wohlgemuth, Verkehrs- und Arbeitssprecher der neuen SPÖ Tirol
  • Foto: ÖGB Tirol
  • hochgeladen von Alexander Schguanin

TIROL. Philip Wohlgemuth, Verkehrs- und Arbeitssprecher der neuen SPÖ Tirol, sagt Lohn- und Sozialdumping auf der Straße den Kampf an. Er beschreibt zudem die Lebensrealität vieler LKW-FahrerInnen. 

„Wochen- und monatelange Abwesenheit von der Familie, durchschnittliche Arbeitszeit von mehr als 60 Stunden die Woche, teils unbezahlte Überstunden und ein Einkommen von nicht einmal 3 Euro die Stunde“, erklärt Philip Wohlgemuth die Lage vieler LKW-FahrerInnen.

Effizientere Maßnahmen

„Wir brauchen effizientere Kontrollen, eine schärfere EU-Verordnung in Bezug auf Kabotage, mehr Personal bei der Finanzpolizei, bei der Polizei, der GPLA-Prüfung und beim Arbeitsinspektorat“, fordert der Landtagsabgeordnete und Tiroler ÖGB-Vorsitzende: „Und wir bräuchten eine bundesweite Stelle, die alle Strafen bündeln und kontrollieren und zwischenstaatliche Abkommen die Strafen auch tatsächlich vollziehen zu können.“

Wohlgemuth betont, dass die EU-Übergangsfrist bis 2035 für den Einbau ‚intelligenter‘ Fahrtenschreiber verkürzt werden muss.
Für ihn lasse das aktuell in Verwendung befindliche digitale Kontrollgerät zu viele Manipulationsmöglichkeiten offen. „Es ist Aufgabe der Politik im Sinne der Verkehrssicherheit darauf zu achten, dass es ausreichend Schlaf für die Fahrer gibt, ein Recht auf das Familienleben und dass es gleichen Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort gibt“, so der ÖGB-Vorsitzende.

Fairer Wettbewerb

Um für einen fairen Wettbewerb zwischen Schienen- und Straßenverkehr zu sorgen fordert Wohlgemuth eine fahrleistungsabhängige, flächendeckende Maut für LKW ab 3,5 Tonnen auf Landes- und Gemeindestraßen und eine gesetzlich verankerte Zweckwidmung der eingenommenen Mautmittel in Höhe von 75% für die Straßeninstandsetzung und 25% für den öffentlichen Verkehr. „So könnte den Gemeinden bei Straßensanierungen unter die Arme gegriffen und der öffentliche Personennahverkehr finanziell unterstützt werden“, begründet Wohlgemuth abschließend.

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