Trotz Absage
Der Girls‘ Day setzt Ausrufezeichen

Am Girls‘ Day können die Teilnehmerinnen insbesondere in technische und handwerkliche Berufsfelder hineinschnuppern, wie hier im Jahr 2018 bei den ÖBB als einem der größten Lehrlingsausbildungsbetriebe Österreichs. (v.li.) LRin Beate Palfrader, LRin Patrizia Zoller-Frischauf und LRin Gabriele Fischer waren vom handwerklichen Geschick der Mädchen beeindruckt.
  • Am Girls‘ Day können die Teilnehmerinnen insbesondere in technische und handwerkliche Berufsfelder hineinschnuppern, wie hier im Jahr 2018 bei den ÖBB als einem der größten Lehrlingsausbildungsbetriebe Österreichs. (v.li.) LRin Beate Palfrader, LRin Patrizia Zoller-Frischauf und LRin Gabriele Fischer waren vom handwerklichen Geschick der Mädchen beeindruckt.
  • Foto: Land Tirol/Reichkendler
  • hochgeladen von Alexander Schguanin

TIROL. Wegen der Corona-Krise kann der Girls' Day heuer nicht stattfinden. Trotzdem nehmen Frauenlandesrätin Gabriele Fischer, Bildungs- und Arbeitslandesrätin Beate Palfrader sowie Wirtschafts- und Jugendlandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf den Girls‘ Day zum Anlass, um auf die Bedeutung von Frauen in technischen Berufen aufmerksam zu machen.

An diesem Aktionstag öffnen normalerweise Tiroler Unternehmen und Ausbildungsstätten ihre Türen für Mädchen der siebten Schulstufe, und geben Einblicke in technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufsfelder, in denen Frauen unterrepräsentiert sind. Durch interessante Tagesprogramme lernen die Mädchen diese Arbeitswelten in der Praxis kennen und können erste Kontakte zu ArbeitgeberInnen knüpfen.

Begabungen und Talente

„Mädchen und Frauen stellen immer wieder unter Beweis, dass sie über beachtliche Begabungen und Talente verfügen – ob beim Bedienen oder Reparieren von Maschinen, ob in der Forschung, beim Programmieren oder beim Bauen und im Handwerk. Es ist sehr bedauerlich, dass der diesjährige Girls' Day nicht stattfinden kann – ich rufe aber alle interessierten Mädchen dazu auf, diese besondere Zeit zu nutzen und sich online über die verschiedensten Berufsmöglichkeiten zu informieren. Gerade jetzt haben sie die Möglichkeit, sich in Ruhe zu überlegen, wo ihre Interessen und Talente liegen und wie sie diese am besten auf ihrem beruflichen oder schulischen Weg einsetzen können“, betont LRin Gabriele Fischer.

Vielfalt an Berufen präsentiert

Für Mädchen werden am Girls' Day die vielen verschiedenen beruflichen Perspektiven sichtbar. „An diese Erfahrungen können die Mädchen im Berufsorientierungsprozess anknüpfen. Auch Lehrpersonen, Eltern und die Ausbildungsbetriebe selbst werden durch den Girls‘ Day für neue Rollenbilder sensibilisiert und erkennen, dass Mädchen ein ebenso großes Potenzial für Handwerk, Technik und Naturwissenschaft mitbringen wie Burschen. Auf dieser Basis können sie die Mädchen bei Entscheidungen zur Berufswahl und in der Ausbildung gendersensibel unterstützen“, erklärt LRin Beate Palfrader.

Mehr Frauen in technischen Berufen benötigt

Für die Tiroler Wirtschaft ist ein höherer Frauenanteil in technischen, naturwissenschaftlichen und handwerklichen Berufen ein großes Anliegen. Die ersten zehn der häufigsten Lehrberufe für Mädchen der Lehrlingsstatistik der Wirtschaftskammer Tirol 2019 werden von den Berufsbildern „Einzelhandelskauffrau“, „Bürokauffrau“ und „Friseurin“ (Stylistin) angeführt. Mit der „Metalltechnikerin“ (Platz Acht) befindet sich aktuell nur ein „klassischer Männerberuf“ darunter.

„Traut euch die Ausbildung auch in den derzeit noch von Männern dominierten Berufsfelder zu!“, motiviert LRin Zoller-Frischauf die vielen jungen Frauen und fügt hinzu: „Die Lösungskompetenz und besondere Innovationsfähigkeit von Frauen stellt für jedes Unternehmen einen Gewinn dar"

Girls‘ Day erklärt

Der Girls‘ Day ist eine Veranstaltung der amg-tirol in Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion für Tirol und wird vom Land Tirol, Abteilung Gesellschaft und Arbeit gefördert. Im Jahr 2002 wurde dieser Aktionstag erstmals in Tirol durchgeführt. 2019 boten zuletzt 63 Tiroler Unternehmen und Ausbildungsstätten insgesamt rund 570 Schülerinnen aus 33 Schulen ein vielfältiges Programm, bei dem die Mädchen technische, naturwissenschaftliche und handwerkliche Berufe hautnah kennenlernen konnten.

Mehr Infos finden Sie HIER

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