60. Bundeslehrlingswettbewerb der Tischler
Ein Mal Gold, drei Mal Bronze und einmal der vierte Platz für Tirol

Frauenpower mit Siegerin beim Bundeslehrlingswettbewerb 4. Lehrjahr Planung Tamara Deuschle.
  • Frauenpower mit Siegerin beim Bundeslehrlingswettbewerb 4. Lehrjahr Planung Tamara Deuschle.
  • Foto: Foto: Frischblut
  • hochgeladen von Georg Herrmann

(RUST, hege). Tamara Deuschle vom Lehrbetrieb Hermann Schweigl in Stams darf sich "bester Lehrling im 4. Lehrjahr Planung" nennen. Mit einem beachtlichen Vorsprung von über 1500 Punkten setze sich gegenüber der Konkurrenz durch. Diese war in diesem Lehrjahr überwiegend weiblich. Insgesamt fünf Mädchen stellten sich der Herausforderung. Ähnlich erfolgreich waren auch die männlichen Tiroler Kollegen. So erreichte Julian Weitlaner von der Tischlerei Walder in Außervillgraten  im 1. Lehrjahr den dritten Platz, Daniel Mitterdorfer im 2. Lehrjahr verfehlte nur ganz knapp das Stockerl und landete auf Platz 4. Im 3. Lehrjahr ging die Bronzemedaille wieder an einen Tiroler. Diesmal durfte sich Andreas Jestl von der Tischlerei Gabriel Forcher in Lienz glücklich schätzen. Fabian Fohringer von der Tischlerei Markus Decker in Itter komplettierte im 4. Lehrjahr Ausrichtung Produktion mit einem dritten Platz den Medaillenregen.

Teampokal an die Steiermark

Die besten Tischlerlehrlinge Österreichs trafen sich in Rust, um sich einer Challenge der besonderen Art zu stellen, dem Bundeslehrlingswettbewerb. Alle drei Lehrjahre der klassischen Lehre und die zwei Ausrichtungen der Tischlereitechnik Produktion und Planung sowie eine Teamwertung kürten in einem feierlichen Rahmen ihre Sieger. Nachdem im Vorjahr in Tirol alle Titel an die Steiermark gingen, konnte heuer ein wenig Raum gut gemacht werden. So ging Gold drei Mal an die Steiermark und je ein Mal an Oberösterreich, an Salzburg und an die Tiroler. Unter den goldenen der Steirer befindet sich auch der Teampokal. „Wir haben hart trainiert, alles gegeben und es ist schön zu sehen, wenn alles so gut aufgeht“, freut sich Landeslehrlingswart für Tirol Helmuth Hehenberger über die gelungene Veranstaltung und die überragenden Leistungen der jungen Talente.

Die Ergebnisse im Überblick

Im 1. Lehrjahr gewann Matthias Pichler aus der Steiermark (Lehrbetrieb: Luxhome GmbH), vor Christoph Siller aus Salzburg (Lehrbetrieb: Seidl Johann) und Julian Weitlaner aus Tirol (Lehrbetrieb: Franz Walder Ges.m.b.H.).
Im 2. Lehrjahr ging der Sieg an Salzburg: Es gewann Bernhard Eppenschwandtner (Lehrbetrieb: Fercher Stockinger Holzhandwerk GmbH) vor Marcel Dauwalter (Lehrbetrieb: Traumtischler Leo Metzler) aus der Steiermark und Tobias Studnicka (Lehrbetrieb: Anton Hofmann und Sohn e. U. Bau- u. Möbeltischlerei) aus Wien.
Die Goldmedaille im 3. Lehrjahr gewann Wolfgang Ramminger (Lehrbetrieb: Wolfgang Hasenburger) aus der Steiermark vor Manuel Keuschnig (Lehrbetrieb: Lagger-Graf Tischlerei) aus Kärnten und Andreas Jestl aus Tirol (Lehrbetrieb: Gabriel Forcher Tischlerei GmbH).
Im 4. Lehrjahr/Planung gewann Tamara Deuschle aus Tirol (Lehrbetrieb: Fa. Hermann Schweigl). Zweite wurde Juliane Kerber aus der Steiermark (Lehrbetrieb: Cserni Wohnen GmbH) und der dritte Platz ging an Marcel Türk aus Niederösterreich (Lehrbetrieb: Fürst Möbel GmbH).
Im 4. Lehrjahr/Produktion ging Gold an Sebastian Rader (Lehrbetrieb: SFK Tischler Ges.m.b.H.) aus Oberösterreich vor Lucas Bernhard aus Vorarlberg (Lehrbetrieb: Wolfgang Schmidinger Möbelbau GmbH) und Fabian Fohringer aus Tirol (Lehrbetrieb: Markus Decker Tischlerei GmbH).
Der Teambewerb ging mit 4.690 Punkten an die Steiermark, gefolgt von Salzburg mit 4.415 Punkten und auf Platz drei landete das Team aus Oberösterreich mit 4.056 Punkten.

„Schräglage“ aus Tirol

Die Lehrlinge arbeiteten bei der heurigen Leistungsshow übergreifend, die Wettbewerbsstücke der unterschiedlichen Jahrgänge waren aufeinander abgestimmt. Alle Bundesländer waren im Vorfeld aufgerufen Stücke zu entwickeln, die beim Bewerb gefertigt werden müssen. Aus diesem Pool wurde heuer das Stück aus Tirol gezogen. Es trägt den Titel „Schräglage“ und verlangte den Kandidaten so einiges ab. So fertigten die Lehrlinge aus dem 1. Lehrjahr das Grundgestell des Präsentationsständers aus Fichten- und Nussholz mit den seitlichen Friesen, der obere Korpus mit Zierzinken und Rahmentür wurde von den Lehrlingen des 2. Lehrjahres angefertigt und die Lehrlinge des 3. Lehrjahres stellten den unteren Korpus samt Holznägeln und Rahmentür her. In der abschließenden Gemeinschaftsarbeit aller drei Lehrjahre wurden schließlich die Korpusse eingesetzt. Auch die Lehrlinge des 4. Lehrjahres waren in die Wertung miteingebunden. So planten die Lehrlinge der Tischlereitechnik Planung das Werkstück in einen Raum. Die Lehrlinge im Bereich der Produktion mussten einen Teil des Werkstückes für die Herstellung auf Maschinen aufbereiten.

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