RLB Tirol
Gespräche mit teilweise existenziell gefährdeten Kunden prägen den Bankbetrieb

Dr. Johannes Ortner, Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol
  • Dr. Johannes Ortner, Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol
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  • hochgeladen von Alexander Schguanin

TIROL. Auch die Tiroler Raiffeisenbanken sind täglich mit den Folgen der Corona-Krise konfrontiert. Unzählige Gespräche mit besorgten und teilweise existenziell gefährdeten Kundinnen und Kunden prägen den aktuellen Bankbetrieb. Allein in den letzten beiden Wochen haben die Tiroler Raiffeisenbanken 5.000 Stundungszusagen mit einem Volumen von 120 Millionen Euro getätigt.

Mit ihren über 200 Geschäftsstellen in fast jeder Gemeinde leisten die Tiroler Raiffeisenbanken einen großen Teil der finanziellen Grundversorgung aller Tirolerinnen und Tiroler. Zudem sind sie ein wesentlicher und wichtiger Partner der Tiroler Unternehmerinnen und Unternehmer, um die wirtschaftlichen Folgen dieser Krise zu bewältigen. Die Tiroler Raiffeisenbanken sind tief im wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben der Region verwurzelt und setzen deshalb gerade jetzt all ihre Ressourcen dafür ein, Unternehmen und Haushalte in Tirol durch diese Krise zu begleiten.

Kundennähe in Zeiten der Krise

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind derzeit im Dauereinsatz und stehen unseren Kundinnen und Kunden in dieser herausfordernden Zeit weit über die üblichen Beratungszeiten hinaus zur Verfügung“, erklärt Dr. Johannes Ortner, Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol und fährt fort: „Auch wenn wir unsere Kunden darauf hinweisen, Bankstellenbesuche auf ein Minimum zu reduzieren und das umfassende Onlinebanking-Angebot zu nutzen, ist es für uns wichtig, unsere Bankstellen offen zu halten.“

Privat- und Firmenkunden

Egal ob Privat- oder Firmenkunde, EPU oder Konzern. Für viele geht es um die Existenz, daher wenden sich zahlreiche Kunden an die Raiffeisenbanken, um Informationen zu Finanzierungen und Förderprogrammen zu erhalten.
„Die allermeisten Anfragen haben zurzeit mit der Stundung von bestehenden Krediten und geförderten Überbrückungsfinanzierungen zu tun. Aber oft sind auch Fragen dabei, die nicht zum typischen Aufgabengebiet eines Bankberaters gehören. Uns ist es aber wichtig, für unsere Kunden da zu sein und einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten“, unterstreicht der Sprecher der Raiffeisen-Bankengruppe Tirol.

Zusagen binnen weniger Stunden

Die Tiroler Raiffeisenbanken können bei Stundungsanträgen – insbesondere bei langjährigen Bestandskunden – rasch und unbürokratisch reagieren.
„Wir haben alle internen Prozesse für eine Stundung von Krediten dieser Ausnahmesituation angepasst und sind in der Lage, sehr schnell zu entscheiden. Bei der Vergabe von neuen Krediten, vor allem im Zusammenhang mit dem Hilfspaket der Regierung, sind wir allerdings an bestehende gesetzliche Vorgaben und geltende Bestimmungen der Aufsicht gebunden. Hier können wir leider nicht so flexibel agieren, wie wir, unsere Kunden und auch die Politik sich das wünschen würden. Ich bin aber zuversichtlich, dass es hier noch zu Optimierungen kommen wird. Aus voller Überzeugung leisten wir unseren Teil zur Bewältigung der Krise und haben bereits jetzt vielfach geholfen. Allein in den letzten beiden Wochen haben die Tiroler Raiffeisenbanken 5.000 Stundungszusagen mit einem Volumen von 120 Millionen Euro getätigt. Wir führen täglich über tausend Kundengespräche, unsere Bankstellen bleiben geöffnet und der Zahlungsverkehr funktioniert, auch dank digitaler Lösungen, einwandfrei. Als Genossenschaftsbanken haben wir seit jeher die Verantwortung und Pflicht, zum Wohl unserer Mitglieder zu handeln. Gerade in Krisenzeiten hat sich dieses auf Gemeinschaft und Solidarität aufbauende Modell sehr bewährt“ erklärt Ortner.

Kurzarbeit und wirtschaftliche Folgen

Die österreichischen Banken übernehmen nun auch die Vorfinanzierung der Kurzarbeit für die heimischen Unternehmen. Voraussetzung dafür ist die Bestätigung durch das AMS.
Die Tiroler Banken stehen in dieser schwierigen Zeit den Unternehmern mit der dringend benötigten Liquidität zur Seite und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Überwindung der Krise.

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise in Tirol sind bisher schwer abzuschätzen, aber eines zeigt sich, betont Johannes Ortner: „In unsicheren Zeiten ist es wichtiger denn je, dass wir Kontakt zu unseren Kunden halten und gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

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