Öffi-Tarifreform soll 2016 beschlossen werden

Öffi-Tarifreform ist auf Schiene
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  • hochgeladen von Hans Ebner

LHStvin Ingrid Felipe rechnet mit den Tarifreform-Beschlüssen in der Landesregierung und im Landtag im Laufe des Jahres 2016. Das ist notwendig, damit 2017 die ersten preiswerteren Tickets bei den KundInnen des öffentlichen Verkehrs landen. Mit dieser Maßnahme soll erreicht werden, dass möglichst viele TirolerInnen anstelle das Autos öffentliche Verkehrsmittel verwenden. 2017 soll es mehr als 100.000 Jahresticket-BesitzerInnen in Tirol geben, ungefähr 10.000 mehr als heute, so Ingrid Felipe.

Steigende Verkaufszahlen in allen Kategorien

Dass sich preiswerte Öffi-Tickets auszahlen, zeigt ein Blick in die steigenden Verkaufszahlen der verschiedenen Ticketkategorien: Während der Verkauf der regulären Jahrestickets jährlich um sieben bis zehn Prozent steigt, werden die deutlich vergünstigten Tickets für SeniorInnen, für Studierende, für SchülerInnen und für Lehrlinge noch stärker nachgefragt – bei den im Herbst 2014 eingeführten Semestertickets für Studierende um maximal 180 Euro pro Semester hat sich die Verkaufszahl binnen eines Jahres von 2.400 auf über 5.000 Stück fast verdoppelt.

Attraktivität der Tiroler Öffis

Die an den Verkaufszahlen ablesbare steigende Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in Tirol deckt sich auch mit der Einstellung der TirolerInnen, die der Verkehrsverbund Tirol im Auftrag des Landes erheben hat lassen. Drei Viertel der TirolerInnen sind mit den Öffis zufrieden, 44 Prozent sehen Verbesserungen in den letzten Jahren: Hier das Ergebnis der Umfrage des VVT

Bei den SeniorInnen- und Studierendenticket liegt Tirol im Österreichvergleich vorne. Das SeniorInnenticket um 250 Euro im Jahr für 61- bis 75-Jährige und um 125 Euro für über 75-Jährige ist österreichweit einzigartig. Das Angebot für Studierende ist nur in Wien günstiger.

Erstmals mehr Geld für Öffis als für Straßen

Für die für die Tarifreform notwendigen zusätzlichen Investitionen in die Infrastruktur hat das Land Tirol bereits budgetär Vorsorge getroffen: In den Jahren 2015 und 2016 wurde erstmals mehr Geld für den öffentlichen Verkehr budgetiert, als für den Straßenbau. Derzeit wird mit den Nachbarbundesländern und mit der ÖBB über zusätzliches Wagenmaterial verhandelt.
Bereits jetzt baut das Land das Angebot kontinuierlich aus – im Jahr 2015 steigt die Kilometerleistung des VVT um 300.000 gefahrene Kilometer. Allerdings müssen die S-Bahn Kapazitäten gesteigert werden, damit der Komfort erhalten bliebe, sagt Ingrid Felipe.

Definierte Ziele der Tarifreform sind eine Vereinfachung des Tarifsystems, ein einheitliches Ermäßigungsausmaß, ein gutes Angebot für GelegenheitsnutzerInnen, eine Entschärfung von Härtefällen und natürlich die zentrale Angebotsattraktivierung für BerufspendlerInnen.
Die Tarifreform soll neben einem Ticketangebot für alle Öffis in Tirol auch ein noch preiswerteres Ticketangebot enthalten, das für die Region gilt. Damit soll sichergestellt werden, dass das neue Angebot gleichzeitig dem Ziel einer Vereinfachung des Ticketsystems gerecht wird, aber niemand zu viele Leistungen bezahlen muss, die er/sie nicht in Anspruch nimmt.

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Bezirksblätter Tirol aus Innsbruck

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