Coronakrise
Rauchfangkehrer sichern auch weiterhin die Funktion der Feuerungsanlagen

Franz Jirka, Landesinnungsmeister der Tiroler Rauchfangkehrer
  • Franz Jirka, Landesinnungsmeister der Tiroler Rauchfangkehrer
  • Foto: WKO Tirol
  • hochgeladen von Laura Sternagel

TIROL. Die Tiroler Rauchfangkehrer arbeiten derzeit in eingeschränktem Umfang. Durchgeführt werden nur die nötigsten Arbeiten unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen für Arbeiter und Kunden.

Seit 16. März haben die Tiroler Rauchfangkehrer-Betriebe ihre Tätigkeiten auf die notwendigsten Bereiche reduziert. Die Einhaltung der Gesundheitsschutzbestimmungen hat oberste Priorität, der Sicherheitsaspekt darf aber nicht vernachlässigt werden. Kunden werden seit dem nicht mehr wie gewohnt persönlich an der Haustüre, sondern schriftlich oder per Telefon kontaktiert.

„Dabei wird abgeklärt, ob Arbeiten notwendig sind oder ob der Rauchfangkehrer-Besuch derzeit generell auszufallen hat, weil es beispielsweise ältere, kranke Personen im Haushalt gibt“, erklärt der Innungsmeister der Tiroler Rauchfangkehrer und Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk, Franz Jirka.

Wichtige Arbeiten nicht aufschieben

Der Branchensprecher hebt ausdrücklich hervor, dass derzeit allein die Kunden darüber entscheiden, ob Rauchfangkehrerarbeiten durchgeführt werden dürfen oder nicht. Er rät jedoch dringend davon ab, wichtige Arbeiten ohne triftigen Grund zu untersagen. „Arbeiten, die nicht aus sicherheitstechnischen Gründen erforderlich sind, werden derzeit ohnehin automatisch verschoben. Gerade wenn feste Brennstoffe im Einsatz sind, ist es aufgrund der Verbrennungs-Rückstände allerdings erforderlich, gewisse Arbeitsschritte zu erledigen. Darauf sollte auch aus sicherheitstechnischen Aspekten keinesfalls verzichtet werden."

Sicheres Arbeiten ermöglichen

Für einen reibungslosen Ablauf können auch die Kunden selbst sorgen. So sollten sie den notwendigen Mindestabstand wahren und die Rauchfangkehrer alleine aufs Dach oder in den Heizraum lassen.
"Außerdem wird aktuell auf Gegenzeichnungen am Lieferschein verzichtet. Das alles ist in den allermeisten Fällen auch überhaupt kein Problem, weil es eine überaus solide Vertrauensbasis zwischen der Tiroler Bevölkerung und den Tiroler Rauchfangkehrern gibt", so Jirka, der abschließend feststellt: „Mit dieser bedachten Vorgangsweise können die persönlichen Kundenkontakte der Tiroler Rauchfangkehrer um mehr als 80 Prozent reduziert werden, ohne dass die Versorgungssicherheit in den nächsten Wochen in Gefahr gerät. Abgesehen davon können unsere Kunden unsere Dienste bei Bedarf – etwa beim Ausfall der Heizung – natürlich jederzeit telefonisch anfordern.“

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