Tourismus
Sicherheit steht im Mittelpunkt

Mario Gerber ist neuer Obmann der Sparte Tourismus & Freizeitwirtschaft.
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INNSBRUCK. Tourismusobmann Gerber: Mit Sicherheit in die Wintersaison. Sicherheit steht für den neuen Tourismus-Spartenobmann, Mario Gerber, an erster Stelle. Er fordert eine verpflichtende Registrierung der Gäste im Sinne eines effektiven Contact-Tracings.

Warnung

Für den neuen Tourismus-Spartenobmann, den Hotelier und Landtagsabgeordneten Mario Gerber, steht das Thema Sicherheit für eine erfolgreiche Wintersaison an erster Stelle. Er hält die bezirksweisen Pauschaleinstufungen der Corona Ampel für viel zu wenig differenziert. Wenn die Ampel in einem Bezirk auf Rot steht, ist dort die gesamte Tourismuswirtschaft tot – auch wenn es nur vereinzelte Cluster geben sollte. Gerber warnt davor, dass überzogene Einschränkungen im Tourismus auf viele benachbarte Branchen ausstrahlen. Der Tourismus kauft zu 70 Prozent Leistungen aus Tirol zu, 20 Prozent aus Restösterreich und nur 10 Prozent werden aus dem Ausland bezogen. Das führt dazu, dass in Tirol jeder vierte Arbeitsplatz direkt oder indirekt am Tourismus hängt. „Die aktuelle Situation birgt auch die Chance, an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen. Wir müssen uns nicht neu erfinden, aber noch stärker auf Authentizität und Naturerlebnis setzen. Mit dem Fokus auf Klasse statt Masse können wir unser Profil in die richtige Richtung weiterentwickeln“, so Gerber.

Verpflichtende Registrierung

Als einen wesentlichen Faktor für die Sicherheit betrachtet Mario Gerber eine Registrierungspflicht der Gäste und Einheimischen. Das ermöglicht rasches, unbürokratisches Nachverfolgen von Kontakten und die Eindämmung des Virus. Kritik übt Gerber daran, dass seitens des Bundes die Registrierung nicht verpflichtend vorgesehen ist. „Nur dann schaffen wir die schnelle Eindämmung von auftretenden Clustern“, so Gerber. Der Obmann forciert digitale Lösungen: „Es gibt einige Anbieter, die eine Registrierung der Gäste etwa per QR-Code schnell und einfach ermöglichen. Parallel dazu muss es für Personen, die nicht über digitale Geräte verfügen, eine analoge Registrierung geben.“

Signal

Der Geschäftsführer der Sparte Tourismus, Thomas Geiger, schätzt, dass 80 Prozent digital erfasst werden könnten. „Das beschleunigt das Contact-Tracing enorm und wäre ein wichtiges Signal an alle Gäste, dass der Tiroler Tourismus auch im Bereich Sicherheit die Nummer 1 ist“, so Geiger. „Das alles greift aber nur, wenn die Registrierung verpflichtend ist“, betont Gerber, „wenn der Bund hier nicht nachzieht, sollte das Land entsprechende Schritte setzen“, fordert der Landtagsabgeordnete. Gerber wiederholt auch seine Forderung, dass sich Tourismus-Mitarbeiter mit einem wiederholt negativen Test „freitesten“ können. „Kein Betrieb kann sich ein zweites Team leisten. Wenn etwa alle Küchenmitarbeiter in einem Hotel oder Wirtshaus für zehn Tage in Quarantäne müssen, obwohl wiederholt negative Testergebnisse vorliegen, muss das ganze Hotel zusperren“, betont Gerber.

EU-weit einheitliche Reisewarnungen

Gerber warnt auch vor den Folgen von Ampelschaltungen auf Reisewarnungen seitens der Nachbarländer: „Die aktuelle Reisewarnung für Wien ist ein gutes Beispiel dafür. Diese ist eine direkte Folgewirkung der Ampelschaltung – obwohl beispielsweise München weitaus höhere Infektionszahlen aufweist, aber nicht als Risikogebiet ausgewiesen ist.“ Zudem fehlt noch immer die gesetzliche Grundlage für die Ampelregelung. Für den Spartenobmann werden unkoordinierte Reisewarnungen zu einem Mittel moderner Wirtschafts-Kriegsführung. „Wir brauchen dringend einheitliche Regelungen seitens der EU, damit diese Situation nicht aus dem Ruder läuft“, so Mario Gerber.

Regelungen

Einheitlichkeit und klare, unmissverständliche Regelungen sind für Gerber generell der Schlüssel für eine erfolgreiche Wintersaison. Der Spartenobmann blickt diesbezüglich optimistisch auf die nächste Woche seitens des Bundes zu erwartende Verordnung für den Tourismus, an der Tirol maßgeblich mitgewirkt hat. „Die Betriebe brauchen Planbarkeit und die Gäste müssen wissen, welche Maßnahmen ergriffen werden. Das bringt die nötige Sicherheit und schafft die Grundlage, dass der Tourismus erfolgreich in die Wintersaison starten kann“, so Gerber abschließend.

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