Forderung von Gewerbe und Handwerk
Statt Quarantäne schnelle Tests und Arbeit

Trotz vollen Auftragsbüchern, weniger Arbeitskräfte: Bernhard-Stefan Müller (l.) und Franz Jirka – Obmänner in der Wirtschaftskammer Tirol für Gewerbe und Handwerk – wünschen sich bessere Corona-Lösungen.
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  • Trotz vollen Auftragsbüchern, weniger Arbeitskräfte: Bernhard-Stefan Müller (l.) und Franz Jirka – Obmänner in der Wirtschaftskammer Tirol für Gewerbe und Handwerk – wünschen sich bessere Corona-Lösungen.
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

Wer in Quarantäne ist, bleibt in Quarantäne: Auch, wenn ein negativer Test vorliegt, sind die Mitarbeiter von Gewerbe und Handwerk gezwungen untätig zu bleiben. Die Vertreter der Wirtschaftskammer begehren auf und wollen nicht nur die Möglichkeit zu Tests – wie in der Gastronomie – sondern auch die Möglichkeit zur Arbeit.

INNSBRUCK. Trotz vollen Auftragsbüchern spitzt sich die Situation zu. Für Gewerbeobmann Franz Jirka ist klar, dass Theorie und Praxis aktuell noch weit auseinander sind: "Wir haben 20.000 Unternehmen in Tirol, zum Glück zahlreiche Aufträge, trotzdem können unsere Mitarbeiter nicht weitermachen, wenn sie ein Coronaverdacht sind und in Quarantäne bleiben müssen." 10 Tage wird dann Tischlern und Co. die Hobel aus der Hand genommen – auch, wenn ein negativer Test vorliegt. "Wir haben von Haus aus mit Fachkräftemangel zu kämpfen. Das kann es nicht sein."

Schnelle und kostenlose Tests auuch für Gewerbe und Handwerk

Gemeinsam mit Bernhard-Stephan Müller, der Obmann der 2.000 gewerblichen Dienstleister – wie z.B. Bewacher oder Sicherheitsfachkräfte – fordert Franz Jirka praktikable Lösungsansätze. Jirka: "Wir brauchen kostenlose und schnelle Tests, sonst bleibt die Arbeit liegen." Er verweist auf die Möglichkeiten der Gastronomie, die nach negativen Tests die Mitarbeiter wieder beschäftigen kann. "Das brauchen wir auch." Und auch Müller schlägt ähnliche Töne an: "Es muss einfach schneller gehen." Jirka betont außerdem, dass mit der Grippesaison, die im Herbst und Winter auf das Land zukommt, auch die Lage noch einmal prekärer wird. Er fordert auch den Mut zur Lücke, heißt, dass Amtsärzte, die die Quarantäne verordnen, nach ein oder zwei negativen Tests, diese wieder aufheben. Aktuell ist das nicht die Praxis.

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