Wirtschaft
Tirol stärker von der Covid-19 Rezession betroffen als die übrigen Bundesländer

Die Ambulanz war im Nebenhaus im Einsatz, die Wirtschaftkammer blickt auf die kommenden Monate.
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INNSBRUCK. Das Team des Rettungsautos vor dem Eingang des Wirtschaftskammergebäude war im Nachbarhaus im Einsatz. WK-Tirol Präsident Christoph Walser spricht bei der Präsenation der Konjunktorprognose zwar von schweren Zeiten für die Tiroler Wirtschaft, eine "ambulante Hilfe" ist aber noch nicht nötig. Die Pronose in Stichwörtern: Die Tiroler Wirtschaftsleistung wird im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent sinken, Gewerbe und der Bau sind derzeit die Konjunkturstützen und der Tiroler Tourismus könnte vom Rückgang bei Fernreisen profitieren und zu einer schnellen Erholung beitragen.

Massiver Einbruch

Die Covid 19-Pandemie und die Lockdown-Maßnahmen haben zu einem massiven Einbruch der Tiroler Wirtschaft geführt. Am stärksten von der Krise betroffen sind der Tourismus und die Industrie. Als Konjunkturmotoren erweisen sich derzeit die Bauwirtschaft und das Gewerbe. Der Tiroler Geschäftsklimawert erreicht mit -9 Prozentpunkten den tiefsten Wert seit der Finanzkrise 2009, liegt aber immer noch deutlich über dem damaligen Tiefststand (-26 % im März 2009). Sinkende Zahlen bei der Kurzarbeit und der Arbeitslosigkeit zeigen einen klaren Aufwärtstrend an.

WK-Präsident Christoph Walser (l.) und Stefan Garbislander (Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik, Innovation & Strategie) präsentierten die aktuellen Ergebnisse.
  • WK-Präsident Christoph Walser (l.) und Stefan Garbislander (Leiter der Abteilung Wirtschaftspolitik, Innovation & Strategie) präsentierten die aktuellen Ergebnisse.
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Erwartungshaltungen

Die aktuelle Krise hat den Dienstleistungssektor besonders stark getroffen. Durch die hohe Tourismusintensität wird Tirol heuer das Bundesland mit dem größten Rückgang der Wirtschaftsleistung sein (rund 10 Prozent). Die Erwartungshaltungen der Tiroler Betriebe sind gedämpft, aber es gibt Licht am Ende des Tunnels: Aufgrund der Reisebeschränkungen und der Zurückhaltung bei Ferndestinationen ergeben sich Chancen für den heimischen Tourismus: „Tirol punktet mit einer stabilen Infektionslage und qualitativ hochwertigen touristischen Angeboten bei Einheimischen und Gästen aus Nachbarländern, vor allem aus Deutschland“, hält WK-Präsident Christoph Walser fest, „damit kann der Tourismus seine Rolle als Konjunkturlokomotive wieder übernehmen und für eine rasche Erholung sorgen.“ Dazu passt auch die Erwartungshaltung der Touristiker selbst: Während im Durchschnitt nur 24 Prozent der Betriebe eine Verbesserung der Auftragssituation erwarten, gehen 47 Prozent der Tourismusbetriebe von einer steigenden Buchungslage aus. „Wichtig ist, dass die aktuell starke Bauwirtschaft auch in den nächsten Monaten weiter einen Beitrag zur Erholung leisten kann. Das Vorziehen öffentlicher Aufträge wie dies seitens Bund, Land und Gemeinden vorgesehen ist, stellt einen wichtigen Impuls für diese Branche dar“, erklärt Walser

Problemzonen

Die größten Problemzonen liegen für WK-Volkswirt Stefan Garbislander in der mangelnden Auslastung und der hohen Unsicherheit. Nur bei der Hälfte der Betriebe sind die Kapazitäten ausgelastet; und die sich ständig ändernde Lage in Bezug auf das Coronavirus macht Planungen schwierig. „Das führt dazu, dass die Investitionsbereitschaft gering ist. 56 Prozent der befragten Betriebe werden in den kommenden sechs Monaten weniger investieren als zuvor. Da Investitionen zukünftige Arbeitsplätze sind, ist es wichtig, dass die Politik mit Investitionsanreizen dagegen steuert“, erklärt Garbislander.

Krisenerfahrungen

Für Christoph Walser kommt es jetzt darauf an, dass die politischen Schlüsse aus der Krise gezogen werden: „Wir sehen, dass die heimischen Unternehmen nicht einmal in Zeiten der Hochkonjunktur ausreichend Reserven bilden konnten. Mittelfristig muss die Steuerlast deutlich sinken, um den Betrieben die Möglichkeit zu geben, Eigenkapital aufzubauen.“ Zudem braucht es aus Sicht des WK-Präsidenten ein besseres soziales Netz für Selbstständige. Aktuelle Forderungen nach einer Arbeitszeitverkürzung oder einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes hält Walser für den „völlig falschen Weg“.

Details

Der lange Weg der Tiroler Wirtschaft aus der Covid-19 Rezession: Erholung erst im Laufe des Jahres 2021 in Sicht.
Die Covid 19-Pandemie und die seitens des Bundes und des Landes getroffenen Lock-down-Maßnahmen (Betretungsverbote, Verkehrsbeschränkungen, regionale Quarantäne-bestimmungen etc.) haben zu einem massiven Einbruch der Tiroler Wirtschaft und damit zu einer Rezession geführt. Manche Branchen sind bis heute mit einem blauen Auge durch die Krise gekommen, mit einer nachhaltigen Erholung für die gesamte Wirtschaft ist aber erst im Jahr 2021 zu rechnen - falls es nicht neuerlich zu einer Pandemiewelle mit rigorosen Grenzschließungen und flächendeckenden konsumbeschränkenden Social-Distancing-Vorgaben kommt.
Obwohl die Wachstumsdynamik bereits im Jahr 2019 deutlich nachgelassen hat, startete die Tiroler Wirtschaft auf hohem Niveau (gute Auslastung der Kapazitäten, hohe Beschäftigung, niedrige Arbeitslosigkeit) in das Jahr 2020. Bis zum Lockdown Mitte März 2020 zeichnete sich zudem eine ausgezeichnete Wintersaison im ganzen Land ab. Diese positive Grunddynamik wurde durch die zunächst nach dem Epidemiegesetz und dann nach dem Covid-19 Maßnah-mengesetz staatlich verordneten Maßnahmen abrupt abgewürgt. Die Kombination aus Nachfragerückgang (Ausbleiben der Gäste bzw. der Konsumnachfrage; Investitionszurückhal-tung) und Angebotseinschränkungen (durch Betretungs- und Beförderungsverbote) sind die Ursache für die starke Kontraktion der Wirtschaftsleistung.

Tourismus und Industrie sind schwer getroffen

Der Tiroler Geschäftsklimawert (1) erreicht aktuell mit -9 %-Punkten den tiefsten Wert seit der Finanzkrise 2009. Im Vergleich zum Sommer 2019 verlor der Geschäftsklimawert damit - 62 %-Punkte. Während vor einem Jahr 64 % der Tiroler Leitbetriebe von einer guten wirt-schaftlichen Lage ihres Unternehmens berichteten, sind es aktuell nur mehr 30 %. 33 % be-richten von einer schlechten wirtschaftlichen Lage (vor einem Jahr waren es nur 4 %). Be-sonders schwer getroffen ist der Tiroler Tourismus: 56 % berichten aktuell von einer schlech-ten wirtschaftlichen Lage; nur 11 % sind zufrieden. Auch die Tiroler Industrie leidet deutlich unter der internationalen Rezession: 42 % geben an, dass die wirtschaftliche Lage ihres Un-ternehmens schlecht sei; 33 % berichten von einer guten Lage (vor einem Jahr waren es noch 66 %!).

(1) Geschäftsklimawert ist der Mittelwert der aktuellen Lage und der Erwartungen der kommenden drei Monate. Minimalwert: -100 %-Punkte. Maximalwert: +100 %-Punkte.

Exportwirtschaft

Die internationale Konjunkturschwäche trifft selbstverständlich die heimische Exportwirtschaft. Nach einem Exportvolumen von rund Euro 13,2 Milliarden im Jahr 2019 muss für 2020 mit einem Rückgang von rund 15 % auf rund Euro 11,2 Milliarden gerechnet werden.

Bauwirtschaft und Gewerbe als Konjunkturstützen

Die wichtigsten Konjunkturstützen sind derzeit die Bauwirtschaft und das Gewerbe. 46 % der Leitbetriebe der Tiroler Bauwirtschaft berichten von einer guten wirtschaftlichen Lage ihres Unternehmens; nur 3 % sind unzufrieden. Im Gewerbe melden 37 % eine gute wirtschaftliche Lage; 18 % eine schlechte wirtschaftliche Lage.

Auftragslage & Auslastung

Auch die Auftrags- und Umsatzlage spricht ein deutliches Bild: 59 % der Leitbetriebe in der Verkehrswirtschaft; 58 % der Betriebe in der Tourismuswirtschaft und 41 % der Industriebe-triebe berichten von einer schlechten Auftrags- bzw. Buchungslage. Aber auch bei rund ei-nem Drittel der Betriebe im Handel und in der Sparte Information und Consulting ist die Auftragssituation negativ. Im Schnitt sind 36 % mit der Auftragslage unzufrieden; wobei der Dienstleistungssektor (45 %) deutlich stärker betroffen ist als der Produktionssektor (30 %). „Hand in Hand“ mit einer schwachen Nachfrage geht eine Unterauslastung der betriebli-chen Kapazitäten in vielen Unternehmen. Meldeten vor einem Jahr noch 69 % der Tiroler Leitbetriebe, dass ihre betrieblichen Kapazitäten ausreichend ausgelastet sind, sind es der-zeit um 20 Prozentpunkte weniger (49 %). 66 % der Betriebe im Tourismus; 54 % der Betriebe in der Verkehrswirtschaft und 49 % in der Industrie melden eine zu geringe Auslastung ihrer betrieblichen Kapazitäten. Die in vielen Branchen vorherrschende geringe Auslastung der Betriebskapazitäten bremst deutlich die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. 56 % der befragten Betriebe werden in den kommenden sechs Monaten weniger investieren als zuvor. Am stärksten auf der Inves-titionsbremse stehen dabei Unternehmen in der Tourismusbranche (66 %) und in der Ver-kehrswirtschaft (65 %). Eine weitere Ursache für die geringe Investitionsneigung ist das hohe unternehmerische Risiko (Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Pandemie bzw. mög-licher neuer Lockdown-Maßnahmen). Fast zwei Drittel aller befragten Unternehmen gehen davon aus, dass das unternehmerische Risiko weiter steigen wird. Neben dem Tourismus (82 %) sieht vor allem die Bauwirtschaft ein zunehmendes Risiko (Ursache dürfte die negative Auftragserwartung für die kommenden Monate sein). Die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Investitionsbelebung (degressive Abschreibung oder Investitionsprämie) sind daher richtig, wirken aber erst ab Spätsommer bzw. Herbst 2020. Wichtiger ist allerdings der Ausblick auf die Zukunft. So lang die hohe Unsicherheit bei den Betrieben vorherrscht, solange wird die Investitionsbremse angezogen bleiben.

Getrübte Auftragserwartungen

Im Schnitt erwarten 31 % der Betriebe eine (weitere) Verschlechterung ihrer Auftragslage; 24 % eine Verbesserung und 45 % eine gleichbleibende Auftragssituation. Besonders die Bauwirtschaft erwartet im Herbst eine deutliche Auftragslücke. 51 % der befragten Unter-nehmen gehen von einer Verschlechterung der Auftragslage aus; kein Unternehmen erwar-tet eine verbesserte Auftragslage. Positiver sehen hingegen die Betriebe in der Verkehrs-wirtschaft und im Tourismus die weitere Zukunft: 47 % der befragten Tourismusbetriebe gehen von einer verbesserten Buchungslage in den kommenden Monaten aus; 46 % der Leit-betriebe in der Verkehrswirtschaft erwarten ebenfalls eine verbesserte Auftragslage. Aus-geglichen ist die Erwartung in der Industrie: 25 % gehen von einer Verbesserung der Auf-tragssituation; 25 % von einer (weiteren) Verschlechterung aus.

Nur 13 % der Leitbetriebe sind optimistisch für die kommenden sechs Monate
Die Erwartungen zur generellen Entwicklung der Wirtschaftslage in Tirol für die kommen-den sechs Monate sind deutlich getrübt. Nur 13 % der Leitbetriebe sind optimistisch was die weitere Wirtschaftsentwicklung des Landes betrifft. Aufgrund der hohen Unsicherheit infolge von Covid-19 und der damit einhergehenden allgemeinen Abkühlung der internationalen Konjunktur blickt ein Drittel der Befragten pessimistisch in die Zukunft. Der Optimismus der Betriebe hatte sich bereits in den vorangegangen beiden Jahren reduziert von 46 % Optimisten im Jahr 2017 auf 3 0% zum Jahreswechsel 2019/2020. Am meisten Optimisten gibt es im Tiroler Gewerbe (26 %) gefolgt vom Tourismus (21 %) und der Bauwirtschaft (20 %).

Wirtschaftsleistung

Aus heutiger Sicht muss von einer Kontraktion der Wirtschaftsleistung im Ausmaß von rund 10 % der Bruttowertschöpfung für das Jahr 2020 ausgegangen werden. Damit wird Tirol stärker von der Covid-19 Rezession betroffen sein als die übrigen Bundesländer. Im Österreich-Durchschnitt wird die Wirtschaftsleistung 2020 um rund 7 % (WIFO-Prognose 2020) zurückgehen.

Die Arbeitslosigkeit stieg um 135 % in den Monaten März bis Juni 2020
Die höhere Betroffenheit der Tiroler Wirtschaft resultiert aus dem vergleichsweise hohen Anteil des Dienstleistungssektors (vor allem Tourismus, Handel). Im Gegensatz zur Wirt-schaftskrise 2009/2010 ist diesmal der Dienstleistungssektor überproportional (durch die Betretungsverbote) betroffen. Die relativ stärkere Betroffenheit Tirols zeigt sich auch am Arbeitsmarkt: In keinem anderen Bundesland ist die Arbeitslosigkeit im Zeitraum März 2020 bis Juni 2020 so stark gestiegen wie in Tirol: im Durchschnitt um 135 % im Vergleich zu 67 % im Österreich-Durchschnitt. Noch im Juni 2020 lag die Arbeitslosigkeit in Tirol um 123 % über dem Niveau des Vorjahres-Monats. Im Österreich-Durchschnitt waren es rund 57 %. 2019 hatte Tirol eine um 2,9 %-Punkte geringere Arbeitslosenquote als Österreich (4,5 % im Vergleich zu 7,4 % - nationale Berechnungsmethode).
Dass die Situation am Arbeitsmarkt noch länger angespannt bleiben wird, belegen auch die geplanten Personaldispositionen der Unternehmen: 28 % der Leitbetriebe werden in den kommenden Monaten bis zum Herbst 2020 ihren Personalstand reduzieren; 19 % erhöhen. Besonders betroffen ist die Tiroler Industrie: 37 % der befragten Unternehmen sind gezwungen, ihren MitarbeiterInnenstand zu reduzieren; nur 12 % können den Personalstand ausweiten. In der Sparte Information und Consulting werden 5 % den Personalstand erhö-hen; 27 % senken. Positiv fällt der Saldo allerdings im Gewerbe (31 % erhöhen; 21 % sen-ken), im Handel (31 % erhöhen; 26 % reduzieren) und im Tiroler Tourismus (36 % erhöhen; 23 % reduzieren) aus. Für das Gesamtjahr 2020 muss in Tirol mit einer Arbeitslosenquote von rund 8,0 % - 8,5% (Österreich: 9,7 %) gerechnet werden.

2021: Der Dienstleistungssektor dürfte sich rascher erholen als der Produktionssektor
Die internationale Rezession verläuft asynchron; das heißt einige Länder wie Österreich dürften die Talsohle der Rezession bereits durchschritten haben; in anderen Ländern wie dem Vereinigten Königreich oder den USA steht dieser Tiefpunkt noch bevor. Die Erholung der internationalen Konjunktur verläuft daher äußerst zögerlich. Sollte es zu keiner ausgeprägten „2.-Pandemiewelle“ mit neuerlichen Betretungsverboten etc. und damit verbundenen Konsumeinschränkungen kommen, könnte sich der Dienstleis-tungssektor ab Herbst 2020 schneller erholen als der Produktionsbereich. Dies auch des-halb, weil die Exportwirtschaft durch diverse Handelsstreitigkeiten (USA, China, EU), BREXIT-Vollzug etc. zusätzliche Problemfelder aufweist. In diesem Fall wird Tirol seinen Rückstand auf die Österreich-Entwicklung im Laufe des Jahres 2021 wieder aufholen können.

Covid-19 Auswirkungen

Der traditionelle Fragebogen des Tiroler Top-Tirol Konjunkturbarometers wurde bei dieser Umfrage ergänzt um einen Sonderfragebogen, der die Auswirkungen von Covid-19-Pandemie auf die Tiroler Betriebe beleuchtet.
Von den 266 Befragten sind mehr als zwei Drittel von einem Nachfragerückgang betroffen. Ein Drittel der Befragten musste Kurzarbeit in Anspruch nehmen. Große Beeinträchtigungen gab es auch durch Reiseeinschränkungen sowie durch die Absage von Messen und Veranstaltungen. Mehr als die Hälfte der Befragten (52 %) mussten geplante Investitionen aufschieben.
79 % der Tiroler Top-Betriebe mussten in den vergangenen drei Monaten Umsatzeinbußen hinnehmen. 23 % verzeichneten dabei Einbußen von weniger als 10 %; 23 % der Befragten ca. 20 % und 24 % der Unternehmen hatten Einbußen von ca. 30 %. 20 % der Befragten haben mehr als 50 % an Umsatzeinbußen erlitten.
Immerhin 30 % der Befragten haben die Erwartung, den Nachfragerückgang und die damit verbundenen Umsatzeinbußen wieder aufholen zu können.

Zur Frage welche mittelfristigen Maßnahmen für das Comeback der Tiroler Wirtschaft maßgeblich sind, zeigt sich ein klares Bild: 91 % der Unternehmen sprechen sich für eine Senkung der Lohnnebenkosten aus. An zweiter Stelle folgt die Senkung der Unternehmenssteuern. Beide Maßnahmen zielen auf eine Verbesserung der Liquidität in den Unternehmen ab. Im Bereich von Nachfrage und Arbeitsmarkt gibt es ebenfalls eine Vielzahl von Maßnahmen, die aus Sicht der Unternehmen von der Regierung umgesetzt werden sollen. Prioritär ist für die Unternehmen die Nachfrage anzuregen, z.B. durch das Abschaffen der kalten Progression oder die Senkung der Lohnsteuersätze. Eine Flexibilisierung der Arbeitszeit wünschen sich 44% der Befragten, etwa durch eine Einschränkung bei den Ruhezeiten, um nach dem Lockdown wieder eine notwendige Flexibilität zu erhalten. Das würde Unternehmen helfen und den Wünschen vieler Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ge-recht werden

TOP-5 Maßnahmen

Senkung der Lohnnebenkosten 91%
Senkung der Unternehmenssteuern, z.B. Vorziehen der Steuerreform 67%
Nachfrage anregen 56%
Einführung einer Investitions(zuwachs)prämie 45%
Arbeitszeit flexibilisieren 44%
(Mehrfachantworten möglich)
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