INNSBRUCK
Versandhaus stimmt der Stundung nicht zu

(Symbolfoto) Immer sollen die wichtigen laufenden Zahlungen (Miete / Strom / Versicherung / Telefon) Vorrang vor Raten für Schulden haben, sonst drohen existentielle Probleme.
  • (Symbolfoto) Immer sollen die wichtigen laufenden Zahlungen (Miete / Strom / Versicherung / Telefon) Vorrang vor Raten für Schulden haben, sonst drohen existentielle Probleme.
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  • hochgeladen von Georg Herrmann

INNSBRUCK. INNSBRUCK. Kurzarbeit, Wegfall von Prämien oder Zuschlag, bei Gastgewerbemitarbeitern beispielsweise kein Trinkgeld. Die wirtschaftlichen Dimensionen der Corona-Krise treffen Arbeitnehmer und Arbeitgeber enormen.

Keine Stundung

Ein Innsbrucker Familienvater hat bei einem großen Versandhaus um die Stundung der Monatsraten für die Dauer der Corona-Krise ersucht. Die Rate bewegt sich um untersten dreistelligen Bereich, ist jedoch für den Innsbrucker aktuell eine enorme Belastung. Der Rechtsanwalt des Unternehmens teilte aber mit: „Ich muss Ihnen nach Rücksprache mit meiner Mandantschaft mitteilen, dass diese der Stundung nicht zustimmt.“ Eine schlechte Nachricht für den Familienvater, der aber vor allem richtig gehandelt hat.

Aktiv Kontakt suchen

Der direkte Kontakt mit dem jeweiligen Gläubiger ist wichtig. Vor allem um aktive Schritte betreffend Stundungen, Zahlungsaufschub udgl. zu machen. Auch die Schuldnerberatung Tirol appelliert an diese Eigeninitiative: „Bei Zahlungsproblemen soll man telefonisch oder per mail den/die Gläubiger um eine Stundung = Zahlungsaufschub bitten. Immer sollen die wichtigen laufenden Zahlungen (Miete / Strom / Versicherung / Telefon) Vorrang vor Raten für Schulden haben, sonst drohen existentielle Probleme,“ führt die Schuldnerberatung weiter aus.

Überblick schaffen

Wichtig ist auch, sich einen raschen Überblick über die laufenden Zahlungen zu schaffen. „Das ist nicht ganz einfach, etwa wenn Daueraufträge für Kreditraten oder andere Rückzahlungen immer vom Gehaltkonto abgebucht werden und dadurch jetzt zu wenig für die wichtigsten Zahlungen / für den Monat überhaupt bleiben“, meint die Schuldnerberatung dazu. Dazu muss auch der Kontakt zu seiner Bank genutzt werden: „Sehr wichtig ist da die Bank mit dem Gehaltskonto - von wo aus auch die Kreditrate abgebucht wird. Aktuell wird die Bank wohl einverstanden sein, die Rate mit Begründung auszusetzen. Wenn nicht, steht ein Wechsel des Gehaltskontos in Frage, da sonst eben für SchuldnerInnen und natürlich deren Familien beispielsweise bedrohliche Mietschulden entstehen können. Um solche schweren Probleme zu vermeiden, müssen nicht leistbare Raten ganz einfach vorläufig eingestellt werden - auch wenn ein Gläubiger das nicht will.“

Beratung

Wenn klar wird, dass die Raten / Forderungen auch anschließend nicht aufgeholt werden können und eine Überschuldung droht kann man sich auch an die Schuldnerberatung wenden. Derzeit steht die Schuldenberatung mit erfahrenem Rat telefonisch in Imst, Innsbruck und Wörgl zur Verfügung (siehe www.sbtirol.at). Der Innsbrucker Familienvater wird die Raten an das Versandhaus überweisen, um eventuell weitere Probleme wie eine Exekution zu vermeiden.

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