Stadtsenat
Vor Corona war Wirtschaftsstandort Innsbruck erfolgreich

Der Wirtschaftsstandort Innsbruck wurde vor Coronazeiten und der Eröffnung von Kastner & Öhler im Kaufhaus Tyrol analysiert..
  • Der Wirtschaftsstandort Innsbruck wurde vor Coronazeiten und der Eröffnung von Kastner & Öhler im Kaufhaus Tyrol analysiert..
  • Foto: Stadtblatt
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INNSBRUCK. Im Innsbrucker Stadtsenat wurde neben der Einzelhandelsstrukturanalyse auch die Umgestaltung des Kleinkinderspielplatzes Pradl und die Ausstellungsräume auf der Weiherburg besprochen.

Wirtschaftsstandort

2019 wurde gemeinsam von Wirtschaftskammer Tirol und Stadt Innsbruck eine Aktualisierung der übergeordneten Einzelhandelsstrukturanalyse 2009 für den Standortraum Innsbruck, Rum und Völs in Auftrag gegeben. Ziel ist, die 2002 begonnene Zeitreihe weiterzuführen und damit in einer langfristigen Betrachtung ein Monitoring der verschiedenen Veränderungen im Handel, wie etwa der verstärkten überörtlichen Wettbewerbssituation, der großen Bedeutung des Online-Handels für die Konsumierenden, des Bevölkerungswachstums oder der Expansionsbestrebungen von Einkaufszentren, zu erhalten. Die Studie kam zum Ergebnis, dass Innsbruck seine Marktposition als bedeutendster Einzelhandelsstandort in Tirol halten konnte. Zu dieser Positionierung trägt das umfangreiche und attraktive Einzelhandelsangebot bei. „Durch gezielte Ausbau- und Attraktivierungsmaßnahmen hat Innsbruck an Attraktivität gewonnen. Der Einzelhandel ist nicht nur für die Wirtschaft unabkömmlich, er prägt auch den urbanen Treffpunktcharakter der Tiroler Landeshauptstadt“, sind sich Bürgermeister Georg Willi und Stadträtin Mag.a Christine Oppitz-Plörer einig. Der Stadtsenat nahm die Studie einstimmig zur Kenntnis.

Ergebnisse

Die Studie blickt auf die Entwicklung vor Corona zurück: "An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass der Auftrag eine rückblickende Analyse der Handelsstrukturentwicklungdarstellt, die die Wirtschaftsdaten bis 2018, allenfalls soweit bereits statistisch abrufbar 2019, umfasst. Auswertungsfähige Daten zum heurigen Jahr 2020 und insb. der nicht vorhersehbaren Corona-Pandemie sind daher in dieser Arbeit noch nicht eingeflossen." Trotz der damaligen guten Zahlen gibt es auch Warnhinweise an die Politik: "Auf der anderen Seite gibt es aber auch Geschäftslagen außerhalbder Innenstadt bzw. in den Stadtteilen von Innsbruck, welche in ihrer Entwicklung stagnieren oder bei denen sich aufgrund des steigenden Wettbewerbsdrucks die Negativentwicklung beschleunigt hat. Diese Entwicklung wird auch mit gezielten und marktgerechten Maßnahmen nicht immer aufzuhalten sein, so dass davon auszugehen ist, dass verschiedene solche Geschäftslagen ihre Funktion als Handelsstandorte verlieren bzw. sich in ihrer räumlichenAusdehnung auf einzelne „Nahversorgungsinseln“ reduzieren werden."

Empfehlungen

So wird weiter angeführt: "Attraktive Stadträume ergeben sich aber nicht nur durch die Gestaltung und Möblierung von Gebäuden, Straßen und Plätzen, sondern werden wesentlich durch die Nutzungen bestimmt. Gastronomie und Dienstleistungen als Bausteine sind wichtig, unverzichtbar bleibt jedoch der Einzelhandel." Bei der Analyse der Schwächen des Wirtschaftsstandortes meinen die Studienautoren: "Intensive Wettbewerbsverflechtungen zwischen derInnsbrucker Innenstadt und den dezentralen, autokundenorientierten Geschäftslagen v.a. auch in den Nachbargemeinden Rum und Völs. Vor diesem Hintergrund kann eine stadtplanerisch zielgerichtete Standort- und Einzelhandelsentwicklung in Innsbruck – insbesondere auch eine restriktive Behandlung von Ansiedlungsanfragen an dezentralen Standorten bzw. Maßnahmen zur Investitionslenkung in städtebaulich integrierte Lagen – durch eine unabgestimmte Ansiedlungspolitik in den beiden Nachbargemeinden jederzeit konterkariert werden", sowie: "Einzelne städtebauliche integrierte Lagen in Innsbruck, welche „trading-down“-Tendenzen, haben sich fortgesetzt und zu zusätzlichen Ladenleerständen geführt" und zum Thema Verkehr: "Schwierige Situation des fließenden und ruhenden Verkehrs im Innenstadtbereich". Und im Kapitel Gefahren steht in der Studie: "Verschlechterung der Erreichbarkeit der Innenstadt aufgrund Parkierungssituation und Parkraumbewirtschaftung."

Statistik

In der Studie wird folgende Entwicklung dargestellt
Innsbruck insgesamt (Vergleich zu 2009)
• ca. 1.200 Arbeitsstätten (+0,5 %)
• ca. 268.655 m² Kundenfläche (+15,5 %)
• ca. 1.271,4 Mio. € Umsatz (+20,0 %) 
Innsbruck Innenstadt (Vergleich zu 2009)
• ca. 468 Arbeitsstätten (-1,5 %)
• ca. 69.350 m² Kundenfläche (+30,5 %)
• ca. 381,0 Mio. € Umsatz (+38,8 %)
(Deutlich überdurchschnittliches Flächen- undv.a. Umsatzwachstum in der Innenstadt. Ursache hierfür ist u.a. die Eröffnung des „Kaufhaus Tyrol“)

Ausstellungsräume

Einstimmig sprach sich der Innsbrucker Stadtsenat für die baulichen Veränderungen am und im Schloss Weiherburg durch den Verein Alpenzoo-Innsbruck-Tirol aus. Dort werden die Räumlichkeiten im zweiten Obergeschoß als Ausstellungsetage adaptiert. Für deren Nutzung ist längerfristig eine Zusammenarbeit mit den Tiroler Landesmuseen geplant. Die dafür erforderlichen baulichen Maßnahmen umfassen etwa die Verlegung neuer Böden und Wandtafeln sowie die Schließung der Deckenöffnung des Aufzuges mittels Holztramdecke.

Umgestaltung

Im Innsbrucker Stadtteil Pradl wird der Kleinkinderspielplatz am Grünzug Gutshofweg saniert. Auf der etwa 2.800 Quadratmeter großen Fläche werden zwei Trampoline platziert und die bereits vorhandene Kletterpyramide neu aufgestellt. „Besonders freue ich mich über den großzügigen Sandspielbereich, in dessen Zentrum sich – ganz nach dem Motto ,Das Leben auf einer Burg‘ – eine neue zweitürmige Kletterburg mit diversen Anbauten befindet“, zeigt sich Vizebürgermeisterin Mag.a Uschi Schwarzl begeistert. Geplant sind zudem unter anderem sogenannte Wipptiere, ein neuer Trinkbrunnen mit integrierter Wasserspielanlage sowie eine sechssitzige Schaukelanlage. Einstimmig befürwortete der Stadtsenat das Angebot der Firma Fröschl als Bestbieterin. Die Gesamtsumme beträgt knapp 264.000 Euro. Der Anteil für die Beleuchtung wurde mit ausgeschrieben, wird jedoch durch die Innsbrucker Kommunalbetriebe beauftragt und beträgt etwa 9.700 Euro. Die Arbeiten starten planmäßig Anfang Oktober und sollen Mitte November 2020 abgeschlossen sein.

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