Metaller-KV
Zahlreiche Tiroler BetriebsrätInnen beschlossen Resolution

Einstimmiger Beschluss der 60 BetriebsrätInnen
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  • hochgeladen von Laura Sternagel

TIROL. Die KV-Verhandlungen der Metallindustrie sind ins Stocken geraten, auch nach vier Verhandlungsrunden wurde man sich nicht einig. Zahlreiche Tiroler BetriebsrätInnen beschlossen heute einstimmig eine Resolution.

60 Tiroler BelegschaftsvertreterInnen von Arbeitern und Angestellten aus der Metallindustrie trafen heute in Innsbruck zu einer Betriebsrätekonferenz zusammen. Dabei wurde eine Resolution einstimmig beschlossen: Sollte die Arbeitgeberseite am 28. Oktober kein akzeptables Angebot auf den Tisch legen, werden Betriebsversammlungen als erste Kampfmaßnahme stattfinden. Hintergrund sind die stockenden KV-Verhandlungen für die Metallindustrie.

„Nach vier Verhandlungsrunden liegt das Arbeitgeber-Angebot bei mageren 1,8 Prozent. Das entspricht lediglich der Höhe der Inflationsrate und ist als absolute Provokation zu werten. Wir fordern weiterhin eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 4,5 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 100 Euro“, sind sich Patrik Tirof und Christoph Scheiber einig. Die beiden Betriebsratsvorsitzenden in großen Tiroler metallverarbeitenden Unternehmen sind Teil des Verhandlungsteams.

Robert Koschin, Tiroler Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft PRO-GE, verweist auf die enormen Gewinne der Branche: „In den letzten Jahren haben die Top-Unternehmen der Branche fast 18 Milliarden Euro an Gewinnen ausgeschüttet. 2018 wurden Dividenden von mehr als zwei Milliarden Euro ausbezahlt und damit die Ausschüttungsquote auf 90 Prozent des Jahresüberschusses erhöht. Die heute einstimmig beschlossene Resolution ebnet den Weg zu Betriebsversammlungen ab dem 28. Oktober, sofern die Arbeitgeber bis dahin kein faires Angebot vorlegen.“

„Die BetriebsrätInnen sind entschlossen, für eine gerechte Lohn- und Gehaltserhöhung zu kämpfen. Sie werden gemeinsam Stärke zeigen, auch die Rahmenbedingungen zu verbessern“, ergänzt Christof Federspiel, betreuender Sekretär in der Gewerkschaft GPA-djp Tirol.

Die vierte Verhandlungsrunde wurde am 16. Oktober nach rund elf Stunden abgebrochen, nachdem die Verhandler des Fachverbandes Metalltechnische Industrie (FMTI) den Arbeitnehmervertretern ein Erhöhungsangebot von 1,8 Prozent offenbart hatten. Die Gewerkschaften riefen daher österreichweit zu Betriebsrätekonferenzen auf. Der nächste Verhandlungstermin mit dem FMTI wurde für den 28. Oktober vereinbart.

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