05.09.2016, 14:25 Uhr

Gespräch im Riesen - Neue Veranstaltungsreihe in den Kristallwelten

Bei „Gespräch im Riesen“ unter dem Leitthema „Analoge Eltern - Digitale Kinder“ diskutierten Experten den Umgang mit neuen Medien in der heutigen Erziehung. von li: Claude Schmit, Martina Leibovici-Mühlberger, Hans-Peter Siebenhaar, Markus Appel und Stefan Piech. (Foto: Swarovski Kristallwelten)

Die Swarowski Kristallwelten eröffneten am Freitag, 2. September, die neue Veranstaltungsreihe "Gespräch im Riesen" mit dem Thema: Analoge Eltern - Digitale Kinder.

TIROL. Am Freitag konnten interessierte Zuschauer an der neuen Veranstaltungsreihe in den Swarowski Kristallwelten teilnehmen. Mit "Gespräch im Riesen" sollen in den kommenden Jahren regelmäßig aktuelle Familienthemen und Aspekte des Kindseins. "Analoge Eltern - Digitale Kinder" war das Thema der Auftaktveranstaltung.

Experten diskutieren zum Thema

Die Veranstaltungsreihe wurde mit Fragen rund um das Thema Digitalisierung eröffnet. Es wurden Fragen gestellt wie:
  • Wie führen wir unsere Kinder unbeschadet in die neue Medienwelt
  • Machen digitale Medien süchtig?
  • Gibt es Spielregeln für einen gesunden Medienkonsum?

Die Diskussion führten Claude Schmit (Geschäftsführer von Super RTL), Martina Leibovici-Mühlberger (Therapeutin), Markus Appel (Medienpsychologe) und Stefan Piech (RTV). Die Moderation übernahm Hans-Peter Siebenhaar. Der Autor André Stern sorgte für literarische Unterhaltung. In Anekdoten lenkte er den Blick auf Kinder, die in virtuellen Welten kurz in die Rolle eines Helden schlüpfen könnten.

Verschiedene Standpunkte

In der Gesprächsrunde "Gespräch im Riesen" wird deutlich, dass es in Bezug auf Medienkompetenz der Kinder verschiedene Ansichten gibt. So rät die Therapeutin Martina Leibovici-Mühlberger dazu, Kinder langsam an die digitale Welt heranzuführen. Es bräuchte hier klare Grenzen und Regeln durch die Eltern. Denn nur unter Anleitung und klarer Orientierung würden die Kinder Medienkompetenzen lernen. Medienpsychologe Markus Appel hingegen warnt vor übertriebener Panikmache durch Kulturpessimisten. Übertriebene Panikmache würde jedoch die Beziehung zwischen digital sozialisierten Kindern und deren analog orientierten Eltern nachhaltig stören. Allerdings spricht auch er sich für Regeln aus, denn nur so könnten permanentes Multitasking, Cybermobbing oder Hasspostings vermieden werden.

Medienkonsum kann gelernt werden

Claude Schmit, der Geschäftsführer von Super RTL geht davon aus, dass Medienkonsum auch gelernt werden kann. Medienkompetenz kann seiner Meinung nach auch vermittelt werden. Aus diesem Grund initiierte er zwei Projekte:
  • fragFINN.de: Dieses Projekt ist für Internetanfänger ab sechs Jahren. In geschütztem Rahmen können hier die Kinder die virtuelle Welt gefahrlos erkunden.
  • Media Smart: Media Smart ist eine gemeinnützige und internationale Bildungsinitiative. Sie setzt sich für die Förderung von Werbe- und Medienkompetenz ein.
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