01.12.2017, 10:49 Uhr

Pistenskitouren: Die wichtigsten Verhaltensregeln

Immer öfter verschlägt es Tourengeher auch auf die Skipisten. Die 10 Verhaltensregeln für Pistengeher, erarbeitet vom Alpenverein und dem Kuratorium für Alpine Sicherheit, sollen zu einem konfliktfreien Miteinander in den Skigebieten beitragen. (Foto: ÖAV/Mario Zott)

Der Trend des Skitourengehens steigt auch diesen Winter weiter an. Skigebietsbetreiber befürchten, dem Ansturm nicht mehr Herr zu werden. Der Alpenverein möchte mit Verhaltensregeln zwischen den Fronten vermitteln.

TIROL. Skitouren im freien Gelände sind gefährlich, da bieten sich Pistentouren geradezu an. Viele Sportler lassen sich von den geraden freien Pisten locken, um sie mit angeschnallten Fellen zu erklimmen. Michael Larcher, Bergführer und Leiter der Bergsportabteilung im Alpenverein bringt es knapp und prägnant auf den Punkt: "Schnell, gefahrlos, bequem –das wird den Bedürfnissen einer wachsenden Gruppe von Freizeitsportlern gerecht“."

Doch die sichere Alternative der Piste kann auch gefährlich werden, wenn es zu starkem "Gegenverkehr" kommt. Ein friedliches Miteinander von Skifahrern und Tourengehern ist gefragt und dies wird auch diesen Winter wieder eine große Herausforderung für die Skigebietsbetreiber. Dieses Miteinander ist auch das Ziel der Naturfreunde Österreich. Sie plädieren für schlagen folgende Lösungsansätze vor:

  •  Ja zu beidseitigen Vereinbarungen für die Benützung von präparierten Pisten während und nach dem Pistenbetrieb
  •  Ja zur Einhaltung der „10 Pistengeher-Regeln“ - um Unfälle und Konflikte zu vermeiden
  •  Ja zu eigenen Aufstiegsbereichen für PistentourengeherInnen
  •  Ja zu fixen „Tourenabenden“
  •  Ja zum freien Zugang zur Natur
  •  Ja zu angemessenen Benutzungsgebühren
  • Nein zu generellen Verboten für PistentourengeherInnen
  • Nein zu überzogenen Benützungsgebühren
  • Rücksichtnahme

    Als Schlüssel zum Erfolg sieht Larcher eine gegenseitige Rücksichtnahme. Das heißt, das bestimmte Grundregeln beachtet werden müssen:
    • 1. Warnhinweise sowie lokale Regelungen beachten.
    • 2. Der Sperre einer Piste oder eines Pistenteils Folge leisten.
    • 3. Nur am Pistenrand und hintereinander aufsteigen.
    • 4. Die Piste nur an übersichtlichen Stellen und mit genügend Abstand zueinander queren.
    • 5. Frisch präparierte Pisten nur im Randbereich befahren.
    • 6. Bis 22:30 Uhr oder einer anderen vom Seilbahnunternehmen festgelegten Uhrzeit die Pisten verlassen.
    • 7. Sichtbar machen. Bei Dunkelheit oder schlechter Sicht Stirnlampe, reflektierende Kleidung etc. verwenden.
    • 8. Bei besonders für Pistentouren gewidmeten Aufstiegsrouten/Pisten nur diese benützen.
    • 9. Hunde nicht auf Pisten mitnehmen.
    • 10. Ausgewiesene Parkplätze benützen und allfällige Parkgebühren entrichten.

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