30.05.2017, 16:56 Uhr

10 Jahre „Lange Nacht der Kirchen“ in der Diözese Innsbruck

v.l. Karin Bauer (Leiterin Abteilung Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation), Ida Wander (Landesdirektorin Tirol, Wiener Städtische. Vienna Insorance Group), Aleksandar Stolic (Pfarrer Serbisch-Orthodoxe Gemeinde Innsbruck), Diözesanadministrator Jakob Bürgler, Superintendent Olivier Dantine, P. Gernot Wisser (Universitätspfarre Innsbruck), P. Benjamin Furthner (Universitätspfarre Innsbruck und Christine Drechsler (Koordinatorin „Lange Nacht der Kirchen“ in der Diözese Innsbruck)
TIROL (cia). Eine Nacht der Jubiläen wird die „Lange Nacht der Kirchen“ 2017 am 9. Juni. Nicht nur, dass sie zum 10. Mal in Innsbruck stattfindet, feiert auch die serbisch-orthodoxe Kirche in diesem Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum in der Landeshauptstadt. Zusätzlich steht die evangelische Kirche heuer ganz im Zeichen von „500 Jahre Reformation“. Viele Gründe also für die rund 60 Pfarrgemeinden, Ordensgemeinschaften, Jugendgruppen und Initiativen, die sich im Land beteiligen, die „Lange Nacht der Kirchen“ zu einem besonderen Highlight werden zu lassen. Der heurige Leitsatz ist dem biblischen Buch der Weisheit entnommen: „Sie wurde ihnen am Tag zum Schutz und in der Nacht zum Sternenlicht."

Gastgeber Universitätspfarre

Bei einem Pressegespräch in der Neuen Universitätskirche am Reinhold Stecher-Platz in Innsbruck stellten Kirchenvertreter und OrganisatorInnen das Programm vor. P. Gernot Wisser SJ zeigte sich in seiner Begrüßung erfreut, dass in "seiner" Kirche heuer besondere Highlights geboten werden. Nach einer Kirchenführung durch den Universitätspfarrer, seines Zeichens "gelernter Architekt", singt der erst kürzlich gegründete Gospel & Spiritual Chor der Unipfarre. Besonders erfreut ist man über den Auftritt des litauischen Chores Exaudi mit der zeitgenössischen Vertonung der Exerzitien des Hl. Ignatius von Loyola. Das Werk wurde eigens für den Weltjugendtag 2016 in Auftrag gegeben und ist damit eine Erstaufführung im deutschsprachigen Raum.

„Nachschauen, ob der Bischof (schon) da ist“

Diözesanadministrator Jakob Bürgler: „Zehn Jahre ,Lange Nacht der Kirchen' sind für mich ein besonderer Grund der Dankbarkeit. Das Erleben der Schönheit der heiligen Orte und der vielfältigen Angebote berühren unser Herz. Viele bringen einen besonderen Wunsch im Herzen mit. Jeder trägt seine eigene Geschichte, seinen Glauben, Licht und Schatten seines eigenen Lebens, mit sich, und wir dürfen dem in dieser Nacht ,Raum geben'."

Erstmals lädt die Diözese bei der Langen Nacht ins Bischofshaus. Mit einem Augenzwinkern soll die Veranstaltung „Nachschauen, ober Bischof (schon) da ist“ auf die Vakanz in der Diözese hinweisen. Heiter bis wolkig sind dann die Geschichten rund um Stab und Mitra, die Franz Heidegger, langjähriger Beauftragter für Bischöfliche Visitationen, und Diözesanarchivar Martin Kapferer erzählen werden. Hinweis: Für die Veranstaltungen im Bischofshaus sind Zählkarten erforderlich, die beim Info-Point vor der Innsbrucker Hofkirche ausgegeben werden.

„Öffnung nach außen sehr weit fassen“

Olivier Dantine, Superintendent der Diözese Salzburg/Tirol, verwies auf das Jubiläum „500 Jahre Reformation“, das auch in Tirol begangen wird. Auch aus diesem Grunde sei die Ökumenische Feier zur Eröffnung der Langen Nacht heuer in der Innsbrucker Auferstehungskirche. Besonders lud Dantine zum anschließenden „Abend der Religionen“ in die Auferstehungskirche. „Wir wollen die Öffnung nach außen sehr weit fassen und das Thema Gastfreundschaft ins Zentrum rücken“, so der Superintendent. Ein Höhepunkt wird dabei zum Sonnenuntergang um 21.17 Uhr eine Erklärung der Israelitischen Kultusgemeinde zum jüdischen Sabbat und der Islamischen Religionsgemeinschaft zum muslimischen Fastenbrechen sein.

Serbisch-Orthodoxe Kirche feiert 25-Jahr-Jubiläum

Die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde Innsbruck feiert heuer ihr 25-Jahr-Jubiläum in Innsbruck. Pfarrer Aleksandar Stolic: „Wir freuen uns, wieder bei der Langen Nacht dabei sein zu dürfen“. Unter anderem gibt es in der serbisch-orthodoxen Kirche in der Siebererstraße in Innsbruck eine Ikonenausstellung zu besichtigen.

Musik, Gesellschaftspolitik, Kunst & Kirche

Christine Drexler, Koordinatorin Lange Nacht der Kirchen in der Diözese Innsbruck, hob drei Merkmale der diesjährigen Programmangebote hervor: Musik, Gesellschaftspolitik sowie Kunst und Kirche. Gleichzeitig dankte sie den vielen Menschen, die sich oft monatelang für diesen einen Abend vorbereiten und damit diese Nacht gelingen lassen.

Der feierliche Start der „Langen Nacht der Kirchen“ erfolgt um 18.15 Uhr mit einer Ökumenischen Eröffnungsfeier in der Evangelischen Auferstehungskirche mit einer Begrüßung, Gebet und Musik statt.
Den Abschluss bildet im Bischofshaus am Domplatz nach einem Nachtgespräch mit Diözesanadministrator Jakob Bürgler und Superintendent Olivier Dantine um 23 Uhr eine nächtliche Andacht.

Tipp für danach: Lange Nacht der Spiele mit open end
Am gleichen Abend lädt die Spielbörse der Diözese Innsbruck wieder zur „Langen Nacht der Spiele“ in die Aula im Diözesanhaus in der Riedgasse. Gespielt wird von 19 Uhr mit open end aus einer Auswahl von mehr als 1000 Spielen. Eine gute Gelegenheit, den Abend spielerisch ausklingen zu lassen.
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